Überraschendes Bekenntnis bei "Sing meinen Song": Alvaro Soler kann nicht tanzen!

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Bailando, bailando! In der vierten Folge von "Sing meinen Song" drehte sich alles um den deutsch-spanischen Popsänger Alvaro Soler. Der präsentierte sich als netter Typ von nebenan - und hatte eine Überraschung parat.

Alvaro Soler ist ein echter Weltstar. "1,3 Milliarden Streams, das haben wir alle zusammen nicht. Und dann kriegt der noch die besten Mädels. Jennifer Lopez, Toni Garrn - die sind alle bei ihm", staunte Gastgeber Michael Patrick Kelly. Doch Soler gab sich ganz bescheiden: "Ich bin eigentlich eher der Typ, der dein Nachbar sein könnte."
"Ich bin ein sehr schüchterner Junge", gab Soler zu. Früher hätte er mit seinem Bruder in einer Band gespielt und sich hinter dem Keyboard versteckt. "Bei meiner Solokarriere wusste ich am Anfang gar nicht, wohin mit meinen Händen. Tanzen kann ich noch weniger." Darüber hat er auch einen Song geschrieben: "La Cintura", zu deutsch "Die Hüfte".
Für das Video bekam Soler drei Tage Tanzcoaching. "Das war ein Therapieprozess für mich", sagte er. "Kannst du uns deine Choreographie mal zeigen?", wollte Michael Patrick Kelly wissen, und dann ging es los mit dem Gewackel. Während Kelly stocksteif wirkte, stellte Milow sich gut an. "Ich kann nicht mehr stoppen!"
Michael Patrick Kelly hat als Kind einige Jahre in Spanien gelebt und spricht fließend Spanisch. Die Cover-Version von "La Cintura" ging ihm entsprechend leicht von der Hand. "Ich fühlte mich zurückversetzt in meine Kindheit", sagte er. "Mit einer Flamenco-Gitarre in der Hand."
"Spanisch war das schlechteste Fach, das ich hatte", gab Wincent Weiss zu. Er hätte 50 Prozent Fehlstunden gehabt, und jetzt ärgere er sich darüber. Trotzdem traute er sich bei seiner Cover-Version von "Ella" ein paar Worte Spanisch zu singen. Wie das bei Alvaro Soler ankam? "Deine Energie war ansteckend!"
Jeanette Biedermann nahm sich den Song "Cuando Volveras" vor, weil sie in dem Song ein "Dauervermissen" gehört habe, das sie selbst kenne. Tatsächlich hat Alvaro Soler den Song für seine Familie in Spanien geschrieben.
Die "Sing meinen Song"-Künstler staunten nicht schlecht, als Alvaro Soler von seinem bewegten Leben erzählte: Seine Großeltern kommen aus Ostpreußen, sein Vater ist Deutscher und seine Mutter Spanierin. Soler wurde in Barcelona geboren, als er zehn war, ging seine Familie nach Tokio, und zum Abitur kehrte Soler schließlich zurück nach Spanien.
Soler studierte Ingenieurswesen und Industriedesign - doch dann entdeckte er seine Leidenschaft für Musik. Mit seiner Single "El mismo sol" gelang ihm der Durchbruch. "Italien war das erste Land, wo der Song im Radio lief", sagte er. "Danach schrieb mir plötzlich das Management von Jennifer Lopez." Zusammen nahmen die beiden den Song neu auf.
Natürlich durfte Soler auch eine Kostprobe seines Könnens geben: Er stellte seinen Kollegen seinen neuen Song "Loca" vor, zu Deutsch "verrückt". Den Titel nahm er sich zu Herzen. "Ich habe ein paar nerdy Roboter mitgebracht, die mir helfen." Seine Kollegen schauten fasziniert zu...
Als One-Man-Band sorgte Soler für allerhand verrückte Sounds. "Du bist schon ein Freak, ne?", lachte Johannes. Soler nahm's als Kompliment.
Anschließend versuchte Johannes Oerding sich an Alvaro Solers größtem Hit "Sofia". Oerding sang ihn komplett auf Spanisch. Dafür musste er "üben, üben, üben". Haben sich die Mühen gelohnt? "Das ist die schönste Version, die ich von dem Song je gehört habe", urteilte Soler.
Eine völlig neue Version von "El mismo sol" gab Milow zum Besten. Er habe lange nach "der dunklen Seite von Alvaro gesucht. Aber ich habe sie nicht gefunden. Also habe ich meine dunkle Seite in den Song gepackt." Milow verwandelte das Stück in einen Protestsong über den Klimawandel.
Dabei sprang der Belgier sogar auf den Tisch - und Soler hielt es nicht mehr auf der Couch. Nicht ganz so gut lief es, als Soler den Song zum ersten Mal mit J.Lo sang. "Ich habe mich nicht gehört und meinen Einsatz verpasst. Ich war zwei Tage fertig", erzählte er. "Das Problem: der Monitor. Am nächsten Tag hat J.Lo das halbe Team gefeuert." Ups.
Den Abschluss machte Jennifer Haben von Beyond The Black mit Niño Perdido. "Ich bin nur ein verlorener Junge am Bahnhof", heißt es in dem Stück. "Es gibt auch harte Momente, und die stelle ich mit diesem Song dar", erklärte Soler.
"Ich bin so froh, dass du nicht Autodesigner geworden bist", bedankte Michael Patrick Kelly sich am Ende bei Alvaro Soler. "Wir würden geile Autos fahren, aber keine coole Musik hören", lachte Jeanette Biedermann. Und der Preis für den Song des Abends? Ging an Johannes Oerding.