Tränen bei "Sing meinen Song": Jeanette Biedermann trauert um ihren Vater

Die dritte Folge von "Sing meinen Song" stand ganz im Zeichen von Jeanette Biedermann. Als sie einen Song für ihren verstorbenen Vater sang, flossen nicht nur bei ihr die Tränen ...

Die dritte Folge der aktuellen Staffel von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" war eine tränenreiche Angelegenheit: Bei Jeanette Biedermann, deren Songs an diesem Abend im Mittelpunkt standen, brachen gleich mehrmals die Dämme.
Um die Jahrtausendwende galt Jeanette Biedermann vielen als "die deutsche Britney Spears". Das wollte der Gastgeber nicht so stehen lassen: "Wir werden viele Vorurteile und Klischees aus dem Weg räumen, um diese besondere Künstlerin und Frau zu entdecken", prophezeite Michael Patrick Kelly.
Auch bei ihm hätten "diverse Poster" im Partykeller gehangen, zwischen Michael Jackson und David Hasselhoff, gab Johannes Oerding (l.) zu. Er war als Erster dran und sang eine Lagerfeuer-Version von "Rock My Life". "Wahnsinn, danke dir. Du hast die Gänsehaut in den Song gezaubert", freute sich Jeanette Biedermann.
Michael Patrick Kelly nahm sich anschließend "Run With Me" vor - und sorgte für Irish-Pub-Feeling. Passend dazu gab es Guinness für alle und Jeanette war "geflasht" von dem Song. "Vor 20 Jahren warst du nicht so geflasht", beschwerte sich Kelly. Huch, was war da los?
Zarte zehn Jahre alt war Wincent Weiss, als Jeanette Biedermann mit "Right Now" die Charts stürmte. "Für mich war das ein Ohrwurmhit", so Weiss. Er verwandelte das Stück in eine Klavierballade. "Er hat den ganzen Anfang zu einem Wincent-Song gemacht", staunte Jeanette.
Danach gab Jeanette Biedermann bewegende Einblicke in ihr Leben. Bis zu ihrem neunten Lebensjahr wuchs sie in der DDR auf. Als ihr Vater von der Stasi drangsaliert wurde, beschlossen sie über Prag zu fliehen. "Hast du mal einen Song geschrieben über diese Geschichte?", wollte Milow wissen.
Hat sie zufälligerweise: Jeanette Biedermanns neuester Song "Deine Geschichte", den sie anschließend präsentierte, handelt von ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Vater. "Ich wollte diesen Moment hier nutzen, um ganz ehrlich über etwas zu sprechen, das mir wirklich wichtig ist", sagte sie. "Wo, wenn nicht hier, könnte ich ihm ein Denkmal setzen?"
"Was würd' ich dafür geben, noch einmal von dir zu hören", sang Biedermann in dem Song - und berührte ihre Kollegen damit zutiefst. "Das ist der schönste Song, den ich jemals von ihr gehört habe", sagte Milow. Und dann konnte Biedermann nicht mehr und fing an zu weinen.
"Ich konnte nicht mehr sprechen mit ihm zum Schluss", sagte sie unter Tränen. "Ich war lange unterwegs auf Theatertournee und konnte ihm nicht mehr sagen, was ich ihm noch sagen wollte." Plötzlich fing auch Jennifer Haben von der Metal-Band Beyond The Black an zu schniefen ...
"Mein Opa ist vor ein paar Tagen gestorben und deswegen reagiere ich jetzt so", erklärte sie. "Sorry, jetzt habe ich deine Wunde auch aufgerissen", entschuldigte sich Jeanette. Es folgte Gruppenkuscheln und eine Spitzenidee von Johannes Oerding: "Schnaps! Ist das Einzige, was hilft. Ich hol mal was!"
Das war's noch nicht mit den Tränen. Doch erst mal sang Milow "Ein Geschenk" von Biedermanns Band Ewig. Der Song handelt davon, seinen Liebsten Danke zu sagen. "Wir machen das viel zu selten. Ich habe das jetzt bei meinem Papa gemerkt", so Biedermann. "Wir können morgen aus der Tür gehen und uns nicht mehr wiedersehen."
Metal meets Classic gab es von Jennifer Haben: Sie nahm sich "How It's Got To Be" vor. Was viele nicht wissen: Die beiden Sängerinnen verbindet eine lange Geschichte ...
2007 hat Jeanette Biedermann Jennifer Haben in der Gesangsshow "Beste Stimme" des Fernsehkanals Kika zum Gewinn gecoacht. "Dass wir jetzt hier zusammen auf der Couch sitzen", staunte sie. "Toll, ne? Ich finde das so schön", sagte Biedermann. "Ich sehe dich manchmal noch so mit 11." Hach!
Der Letzte im Bunde war schließlich Alvaro Soler. Er hatte sich den Ewig-Song "Eins mit dir" ausgesucht, in dem es um Depressionen geht. "Ich habe in meinem Umfeld auch Menschen gesehen, die in einer Depression waren und dann ist es halt einfach verständlich, was du da sagst in dem Song", erklärte er.
"Die Geschichte dahinter ist: Wenn man vorm Spiegel steht und erkennt, dass man nicht mehr der ist, der man vorher war", erklärte Biedermann zu dem Stück. Und als Soler dann anfing zu singen, kamen ihr noch mal die Tränen. "Das war so emotional, dass es mich umgehauen hat", sagte sie. Song des Abends für Alvaro Soler!