"Sing meinen Song" 2017: Knuddelbär statt Gangster - Moses Pelham ruiniert sein Image

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Bei der vierten Ausgabe von "Sing meinen Song" war das Werk von Moses Pelham an der Reihe. Doch vom Gangster-Rapper fehlte jede Spur: Der 46-Jährige, der als Mitbegründer des deutschsprachigen HipHop und Soul gilt, zeigte sich an dem Tauschkonzert-Abend von seiner weichen Seite. © teleschau - der mediendienst GmbH

Bei der vierten Ausgabe von "Sing meinen Song" 2017 war das Werk von Moses Pelham an der Reihe, von den Stars interpretiert zu werden. Der 46 Jahre alte "Knuddelbär", der als Mitbegründer des deutschsprachigen HipHop und Soul gilt, zeigte sich an diesem Abend von seiner weichen Seite. Warum Gentleman seinen Auftritt abbrach und Mark Forster um ein Haar "verkackte", verrät die Galerie.
The BossHoss sangen zum Auftakt "Höha, schnella, weita" vom Rödelheim Hartreim Projekt. "Das Ding ist textlich auf die Fresse und wir wollten das musikalisch auch auf die Fresse machen", sagte Cowboy-Rocker Alec Völkel. "Hat ganz ok geklappt", fand Lena.
"Ich habe früher richtig dick aufgetragen", lachte Moses Pelham, als er den 21 Jahre alten Song hörte und die Anfänge seiner Karriere reflektierte. Manches würde er heute anders machen. "Da sind hässliche Sachen gesagt worden, die Menschen um mich rum verletzten."
Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß wählte den 1990er-Hit "Eigentlich gut". "Der Titel hat etwas von Freundschaft und Zusammenhalt und das ist genau das, was uns als Band ausmacht und wichtig ist", sagte sie. Besonders die Zeilen "Wir sind umgeben von Getreuen / Jeder für jeden bis aufs Blut" hatten sie begeistert.
"Es bautzent", sagte Gentleman hinterher und spielte damit auf Stefanies Heimatstadt Bautzen an. Forster konterte mit "da Dresden durch". "Da hat er wieder einen rein geforstert", kommentierte Lena die beiden Flachwitze.
"Sein Akzent ist so süß", schwärmte Gentleman, als Michael Patrick Kelly an der Reihe war. Er sang Xavier Naidoos Song "Führ mich ans Licht", den Moses Pelham damals produziert hatte. "Ihr habt keine Ahnung, was das für ein Kampf war", erzählte Pelham. "Die Leute hielten das für Schlager."
"Für mich sind Moses Pelham und Xavier Naidoo wie Paul McCartney und John Lennon der deutschen Soul-Musik", lobte Michael Patrick Kelly. "Ich dachte immer, du bist nur böse, böse, böse." Pelham machten diese Komplimente geradezu Angst ...
Anschließend war Moses Pelham an der Reihe: Gemeinsam mit Cassandra Steen performte er den Glashaus-Song "Gegen den Strom". "Moses geht ja richtig ab", wunderte sich Alec Völkel.
Ob der Songtitel "Gegen den Strom" für Moses Pelham eine Art Lebensmotto sei, wollten The BossHoss wissen. "Ich weiß nicht, ob man das immer machen muss, aber es nie zu machen ist auf jeden Fall ein Fehler", so Pelham.
"Wer das pickt, hat irgendwas über mich verstanden", sagte Moses Pelham, als Gentleman "Mos Lied" sang. "Ihr könnt bieten was ihr wollt / Ich verkauf mich nicht", heißt es in dem Stück. Pelham war so gerührt ...
... dass er Gentleman mitten im Song umarmte. Der brach seinen Auftritt daraufhin ab. "Bruder ich wollte dich nicht stören", entschuldigte sich Moses. "Wirklich ich hab das gerade so gefühlt!"
Gentleman fing daraufhin einfach noch einmal von vorne an. "Im Reggae sagt man: 'This Song is so nice we do it twice'", erklärte er. "Deine Stimme klang bisher bei dieser Nummer am schönsten", lobte Michael Patrick Kelly anschließend.
Lena Meyer-Landrut nahm sich Moses Pelhams ersten Nummer-1-Hit vor: "Du liebst mich nicht", gesungen weiland von Sabrina Setlur. "Im echten Leben sage ich nicht 'Fick dich'", gestand sie hinterher.
"Das passt wie die Faust aufs Auge", fand Moses Pelham und offenbarte große Pläne: "Ich will damit arbeiten, ich will da noch ins Detail gehen!"
"Es gibt ein paar Platten von dir, ohne die wäre ich heute nicht hier", sagte Mark Forster vor seinem Auftritt. "Die Chance, dass ich jetzt verkacke, liegt bei überdurchschnittlichen 40 Prozent." Und, hat er's "verkackt"?
"Was immer es ist, ich hol's dir. Was immer es ist, ich tu's", sang Forster, um sich bei Pelham dafür zu bedanken, dass "du Straßen gebaut hast, auf denen ich jetzt ein paar Jahre später auch rumfahren darf".
"Ach du Arsch", sagte Moses Pelham hinterher. Hat Forster wirklich verkackt? Natürlich nicht. Pelham übergab ihm die Ukulele für den Song des Abends. Mal wieder. Mark Forster ist und bleibt, wie Stefanie Kloß sagt, "die Ukulelen-Sau".
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