Sie schrieben als Bond-Girl Geschichte

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Von Halle Berry, über Kim Basinger bis zur neuen Darstellerin Ana de Armas. Diese Schauspielerinnen verdrehten James Bond den Kopf und schrieben an der Seite des Geheimagenten Filmgeschichte. © spot on news

Ana de Armas wird das neue Bond-Girl an der Seite von Daniel Craig. Die 30-Jährige wirkte unter anderem bei "Blade Runner 2049" mit, ist also keine Unbekannte im Filmgeschäft. Das waren ihre schönsten Vorgängerinnen.
Ursula Andress wurde 1962 als erstes Bond-Girl in "Dr. No" neben Sean Connery zum Star. Die Schweizerin spielte die Muscheltaucherin Honey Rider und machte im knappen Bikini eine Top-Figur. 1964 erhielt sie für ihre Darstellung einen Golden Globe als Beste Nachwuchsdarstellerin.
Eine Hommage an Ursula Andress: Halle Berry schritt in einem knappen Bikini in Orange aus dem Wasser und verdrehte damit vielen Männern den Kopf. In "Stirb an einem anderen Tag" (2002) verwandelte sie sich in die ehrgeizige NSA-Agentin Giacinta "Jinx" Jonson.
Als Pilotin von Goldfinger, Pussy Galore, spielte sich Honor Blackman in die Top-Riege der Schauspielerinnen – nicht nur aufgrund des provokanten Rollennamens. Die Britin bewies ihr Schauspieltalent bereits in der TV-Serie "Mit Schirm, Charme und Melone". Bei den Dreharbeiten zu "Goldfinger" war Blackman 38 Jahre, das bis dato älteste Bond-Girl der Film-Reihe. 2015 hat sie aber eine Dame überholt…
Monica Bellucci spielte mit 51 Jahren in "Spectre" neben Bond-Darsteller Daniel Craig. Ihrem Alter entsprechend wollte die Schauspielerin auch als Bond Lady bezeichnet werden. Ihre Rolle Lucia Sciarra sollte als mysteriös und lebenserfahren gelten. Jahre zuvor hatte Bellucci die Rolle schon einmal ausgeschlagen – sie wollte laut eigenen Aussagen nicht das nächste liebesbedürftige Dummchen sein.
Auch sie gehört zu den berühmtesten Damen an der Seite des Spions: Kim Basinger spielte in "Sag niemals nie" (1983) Domino Petachi. 1997 gewann sie für den Film "L.A. Confidential" den Oscar als Beste Nebendarstellerin und war damit das erste Ex-Bond-Girl, das den prestigeträchtigen Preis entgegennehmen durfte.
Als Elektra King stellte Sophie Marceau 007 alias Pierce Brosnan vor eine große Herausforderung. Die Tochter eines Industriellen macht in "Die Welt ist nicht genug" (1999) gemeinsame Sache mit ihrem Entführer. Am Ende muss Bond seine Gegnerin sogar töten.
Sie ist die einzige deutsche Schauspielerin, die bisher um Agent 007 buhlen durfte: Karin Dor spielte in "Man lebt nur zweimal" (1967) Helga Brandt. Zuvor hatte sie bereits in vielen "Edgar Wallace"-Filmen mitgespielt. Sean Connery soll versucht haben, auch abseits der Dreharbeiten bei der schönen Deutschen zu landen – ohne Erfolg. Im November 2017 verstarb die Schauspielerin im Alter von 79 Jahren in München.
Claudine Auger startete ihre Karriere nicht als Schauspielerin, sie durfte sich zunächst über die Auszeichnung "Miss World France" und den zweiten Platz beim "Miss World"-Wettbewerb freuen. 1965 spielte sie dann die Rolle der Dominique "Domino" Dervall in "Feuerball". Die schöne Französin kämpfte an der Seite von Sean Connery gegen den Bösewicht Largo – mit Happy End. Die Rolle verhalf ihr zu weiteren Schauspiel-Jobs, in den USA blieb der langfristige Erfolg jedoch aus.
Eva Green spielte 2006 neben Daniel Craig in "Casino Royale", der darin erstmals die Rolle des Spions übernahm. Während der Jagd auf einen Terroristen verliebt sich Bond in die schlagfertige Schönheit Vesper Lynd, will sogar seinen Job für sie kündigen. Die Romanze nimmt ein jähes Ende, als sich Lynd vor Bonds Augen das Leben nimmt.
Bond will sich prompt an der Terrorgruppe rächen. In "Ein Quantum Trost" (2008) steht ihm dabei die Agentin Camille (Olga Kurylenko) zur Seite, die ebenfalls noch eine Rechnung mit der Organisation offen hat. Kurylenko, ein Model aus der Ukraine, musste aufgrund ihrer Rolle Kritik einstecken. Russische Kommunisten warfen ihr vor, es sei unpatriotisch, sich einem britischen Agenten an den Hals zu werfen.
Barbara Bach mimte in "Der Spion, der mich liebte" (1977) Triple X, die Sowjet-Agentin Major Anya. Zu der Zeit war Bach ein erfolgreiches Model und spielte in Filmen wie "Die Odyssee". Nach ihrem Bond-Engagement folgten weitere Rollen, unter anderem in "Caveman – Der aus der Höhle kam" (1981). Bei den Dreharbeiten lernte sie ihren Ehemann, Ex-Beatle Ringo Starr kennen. 1987 beendete sie ihre Schauspielkarriere.
Jane Seymour verkörperte in "Leben und sterben lassen" (1973) das wohl magischste Bond-Girl: Die Wahrsagerin Solitaire verliert in ihrer Nacht mit James Bond (Roger Moore) ihre Jungfräulichkeit und ihre seherischen Fähigkeiten.
Als eine der "Drei Engel für Charlie" der erfolgreichen Serie war Tanya Roberts (links) den Fernsehzuschauern bereits ein Begriff. Auf der großen Leinwand wurde sie durch ihr Bond-Girl-Dasein in "Im Angesichts des Todes" (1985) bekannt. Für ihre Darstellung der Stacey Sutton bekam sie vor allem negative Kritiken, ihr wurde unter anderem die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin verliehen. Neben ihr brillierte allerdings Grace Jones, die zunächst gegen und dann mit James Bond kämpft.
Britt Ekland (rechts) brannte darauf, ein Bond-Girl zu werden. Nach zwei Anläufen ergatterte sie in "Der Mann mit dem goldenen Colt" 1974 die Rolle der Mary Goodnight. Neben Bond-Darsteller Roger Moore übernahm ihre Landsmännin Maud Adams als "Octopussy" (links) eine weitere Hauptrolle.
Tania Mallet machte in den 1950er- und 1960er-Jahren als Model Karriere. Bekannt ist die Britin aber vor allem als Bond-Girl Tilly Masterson, die 1964 in "James Bond 007 - Goldfinger" neben Sean Connery zu sehen war. Mallet erwartete aber keine Schauspielkarriere, sie kehrte wieder ins Modelbusiness zurück. Am 30. März 2019 verstarb sie im Alter von 77 Jahren.