Bis Ende 2015 hieß es noch "Schlag den Raab". Jetzt, nach knapp zweijähriger Sendepause, wird das Format neu aufgelegt. Nur: Diesmal heißt es "Schlag den Henssler". Doch kann Henssler Raab? Und muss Henssler Raab überhaupt können?

Wenige Sendungskonzepte sind derart mit einer Person verknüpft, wie "Schlag den Raab".

Von September 2006 bis Dezember 2015 durften ausgewählte Kandidaten gegen den deutschen TV-Moderator und Vielseitigkeitsspezialisten Stefan Raab (50) antreten und mit viel Glück mindestens 500.000 Euro gewinnen – mindestens, denn mit jedem Sieg von Raab wurde der Gewinn um weitere 500.000 erhöht.

Mit Stefan Raabs Abschied aus der Fernsehwelt im Jahr 2015 verschwand auch "Schlag den Raab" vom Bildschirm.

Entertrainer tritt in München auf - und haut einige treffende Witze raus.

Vielseitigkeit als Königsdisziplin

"Das war das Prinzip von ‚Schlag den Raab‘. Ich bin nicht der Sportlichste und auch nicht der Intelligenteste, aber ich kann von allem so ein bisschen was.

Das ist in der Kumulation erfolgsversprechend. (....) Die Königsdisziplin ist nicht das Spezialistentum. Die Königsdisziplin ist in der Regel die Vielseitigkeit.", beschrieb Stefan Raab laut "DWDL" jüngst bei der Gründerkonferenz "Bits & Pretzels" in München sein Talent.

Und was ist das besondere Talent von Steffen Henssler (45) und wie wird er sich gegenüber seinem Vorgänger-Giganten Stefan Raab auszeichnen?

Er will um jeden Preis gewinnen

Ein Medienprofi ist Henssler allemal. Bereits seit 2006 kocht er sich quer durchs deutsche TV-Programm. Dafür wurde ihm im Jahr 2015 sogar der Medienpreis "Goldene Henne" im Bereich "Entertainment" verliehen.

"Steffen Henssler hat all das und diesen besonderen, bedingungslosen Ehrgeiz, um in dieser Show bestehen zu können. Er will um jeden Preis gewinnen.", sagt ProSieben Senderchef Daniel Rosemann (37).

Seinen Siegeswillen konnte Henssler bisher in 63 Folgen seiner eigenen Sendung "Grill den Henssler" mehr als deutlich beweisen.

Dort trat der Moderator in jeder Sendung gegen drei Prominente im Kochen an und gewann selbstverständlich die meisten Duelle.

"Grill den Henssler" steht vor dem Ende. Aber warum eigentlich?

Lust auf Wettkampf

Über sich selbst sagt Steffen Henssler: "Ich hatte und habe einfach Lust auf eine neue Herausforderung. Und dass mich ein Wettkampf immer reizt, ist ja auch kein Geheimnis. Der Wettbewerb ist nun mal in keinem Fernsehformat so ausgeprägt und vielfältig wie in dieser Show. Das Kochen entfällt zwar nun komplett. Aber ich habe ja noch mein Restaurant und meine Kochschule. Da kann ich mich jederzeit austoben."

Wie auch "Schlag den Raab" wird "Schlag den Henssler" live übertragen. Diesmal gibt es zu Beginn der Sendung drei Kandidaten aus denen dann das Publikum auswählt, wer gegen Steffen Henssler antritt.

Siegt der Kandidat, geht er mit 250.000 Euro (bei Raab waren es noch 500.000) nach Hause. Verliert er, wandert das Geld in den Jackpot. Siegeswille, Ausdauer und Ehrgeiz, all diese typischen Raab-Eigenschaften scheinen auch für Steffen Henssler zu gelten.

Jetzt bleibt spannend, ob Steffen Henssler es schafft, sich seinen eigenen Platz im Sendeformat zu erkämpfen. (lke)  © top.de