(lug/cze) - Nazi-Skandal bei "Bauer sucht Frau": Nachdem bekannt wurde, dass einer der Kandidaten fünf Jahre lang in der rechtsextremen NPD aktiv war, wurde der Bauer aus der Show geworfen.

Der 28-jährige Fritz aus der Oberlausitz sollte eigentlich das Image des "zärtlichen Ziegenwirten" bekommen. In der RTL-Kuppelshow "Bauer sucht Frau" wird der Landwirt sein großes Glück allerdings nicht finden. Nachdem seine Nazi-Vergangenheit ans Licht kam, wurde Fritz hochkant rausgeworfen.

RTL-Sprecher Christian Körner stellte gegenüber "Bild" klar: "Nachdem wir von der politischen Vergangenheit des Landwirtes Fritz erfahren haben, haben wir entschieden, ihn aus der Sendung zu nehmen und ihn darüber informiert. Ein Unterhaltungsformat wie 'Bauer sucht Frau' ist nicht die richtige Bühne für Typen wie ihn."

Bis zum Jahr 2005 war Fritz dem Bericht zufolge Mitglied der NPD. Gegenüber "Bild" versuchte er sich zu rechtfertigen: "Ich hatte Hauptschulabschluss, war frustriert und suchte nach Anerkennung. Die erhielt ich dort." Heute distanziere er sich aber von seinen damaligen Ansichten und halte die Ziele der Partei für nicht vertretbar.

Offenbar nur die halbe Wahrheit, denn auch nach seinem NPD-Austritt gehörte er laut "Bild" der ausländerfeindlichen DSU ("Deutsche Soziale Union") an und unterhielt Kontakte zur rechten Gruppierung "Nationales Bündnis Schlesien". So lange kann der Gesinnungswechsel also nicht her sein.