Ulrike Folkert ist Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal, Andreas Hoppe ist Kriminalhauptkommissar Mario Kopper. Wir stellen Ihnen das Ludwigshafener Team vor, das sich um eine Person vergrößert hat.

Dienstbeginn und Zahl der Einsätze

- Oktober 1989 (Lena Odenthal), Oktober 1996 (Mario Kopper)
- 51 gemeinsame Fälle (Stand Oktober 2014), Lena Odenthal kommt auf 60 Einsätze

Einsatzort

Die industriell geprägte Doppelgroßstadt Ludwigshafen/Mannheim ist nicht gerade für die Schönheit ihrer Landschaft bekannt, auch wenn der Rhein immer ein schmuckes Motiv abgibt. Im Gegensatz zum ebenfalls vom SWR produzierten Bodensee-"Tatort" sind die Fälle von Odenthal und Kopper keine Landschaftskrimis, wie sie in den letzten Jahren von der Nordsee bis zum Spreewald so populär wurden. Im Fokus des Ludwigshafener "Tatorts" waren stets Menschen und ihre Abgründe. Das bisschen Großstadt, was man für die Inszenierung urbaner gesellschaftlicher Phänomene benötigt (Hip Hop für "Fette Krieger" oder türkische Parallelgesellschaft in "Schatten der Angst"), bietet der Rhein-Neckar-Raum allemal.

Zusammenarbeit


Odenthal und Kopper sind Kollegen, Singles und Mitbewohner in einer Erwachsenen-Wohngemeinschaft. Was einst als fortschrittliche Idee galt, lief sich über die Jahre ein wenig tot. Die Gespräche in der WG-Küche waren irgendwann von Fall zu Fall austauschbar. Das ändert sich im Odenthal-Fall Nummer 60. Im Oktober 2014 wird dem beziehungsängstlichen Alt-Duo Drittermittlerin Johanna Stern (Lisa Bitter) zur Seite gestellt. Mit der pragmatischen jungen Mutter und emotional eher lässig-kühlen Polizistin erhält das schwer sozialdemokratische Team einen provokanten Lebens-Gegenentwurf. Der harmonischen Zusammenarbeit der beiden WG-Freunde um die 50 kann das sicherlich nicht schaden.

Die Kommissare Mario Kopper (Andreas Hoppe) und Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) sorgen in Ludwigshafen für Recht und Ordnung.

Besonderheiten


Als Lena Odenthal im Oktober 1989 ihren Dienst antrat, gab es die DDR noch. Sie ist die dienstälteste "Tatort"-Ermittlerin, auch wenn die in Ehren ergrauten Buddy-Kommissare aus München inzwischen mehr Fälle ansammelten. Als Odenthal anfing, gab es zudem keine andere weibliche Kommissarin im "Tatort". Mittlerweile geradezu unvorstellbar. Auch wenn das Ludwigshafener Team in der neuen Landschaft der Extrem-Ermittler (Tukur, Schweiger, Hartmann) eher biedermeierlich daher kommt, gab es immer wieder herausragende Einzelfolgen. Zum Beispiel den überragend tristen Sterbehilfe-Film "Der glückliche Tod" (2008) von Ausnahme-Filmemacherin Aelrun Goette oder die hochironische Discounter-Parodie "Kassensturz" (2009).