• "Geschockt" sei er von den desaströsen Zuständen im Gasthaus Jesewitz.
  • Frank Rosin fragt sich und sein Team: "Was sollen wir hier?"
  • Im Lokal stimmt fast nichts - bis auf einen kleinen Lichtblick.

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"Wir brechen das alles ab!" Wer die KabelEins-Doku "Rosins Restaurants" regelmäßig schaut, weiß: Dieser Satz kommt Sternekoch Frank Rosin (54) öfter über die Lippen. Doch selten wirkte seine Verzweiflung so echt wie in der aktuellen Folge.

Wo sollte man bei den "Mega-Chaoten" (Rosin) Fabian Schmidt (31) und Faik Alkus (32) nur anfangen? Die beiden betrieben im 15 Kilometer von Leipzig entfernten Jesewitz ein Gasthaus mit türkisch-deutscher Küche. "Der Versuch im Prinzip, was komplett Neues zu kreieren", wie der stets gutgelaunte Fabian erklärte. Ein Stilmix, der sich auch in der Einrichtung widerspiegeln sollte. Doch statt gekonnter Kombinationen sah sich das Fernsehteam einem wüst zusammengewürfeltem Deko-Mix von Porzellanfiguren, Shishas und Discokugeln ausgesetzt, den der Off-Sprecher völlig zu Recht mit einem "vernachlässigten Hobbykeller" verglich. "Was ist das denn hier? Seid ihr nicht ganz dicht?", ereiferte sich Rosin.

Frank Rosin: "Ich bin kein Aufräumteam"

Fast noch schlimmer: die schmuddelige Küche mit ihren veralteten Geräten! Er sei kein "Aufräumteam", schimpfte der Sternekoch. "Das ist 'Rosins Restaurants' und keine Messie-Sendung!" Das eigentlich geplante Testessen für diesen Tag wurde kurzerhand gestrichen. Stattdessen wurden die beiden jungen Männer dazu verdonnert, erst einmal für saubere und geordnete Verhältnisse zu sorgen. "Wenn wir was wollen, dann müssen wir auch was tun", zeigte sich Faik einsichtig.

Schließlich wollte Frank Rosin doch noch probieren, was der türkische Koch auf die Teller zaubern konnte, die Testesser sollten ebenfalls ihr Urteil abgeben. Da Corona-bedingt kein normaler Restaurantbetrieb möglich war - gedreht wurde Ende November -, würden diese ihr Essen mit dem Lieferservice bekommen, den es aufzubauen galt.

Das Essen? Mega!

Auch hier fehlte es noch an Struktur. Weder vernünftige Abläufe noch anständige Verpackungen konnten die beiden Freunde vorweisen, aber immerhin einen Lichtblick gab es: "Der Faik kann kochen", stellte Frank Rosin begeistert fest, als er von dessen Hackfleischkreationen und dem selbstgemachten Cacık (türkischen Zaziki) kostete. "Mega" sei das Essen, "unfassbar gut". Damit sich Faik und Fabian weiter ins Zeug legten, verriet Rosin diese Einschätzung zunächst allerdings nur flüsternd den Zuschauern, nicht aber den beiden.

Neu-Kreation: das Pide-Schnitzel

Dennoch gab es von den Testessern nur durchschnittlich 2,8 von fünf Sternen. Denn die Stilmix-Küche war womöglich doch keine so gute Idee. Während die türkischen Spezialitäten bestens ankamen, fielen die deutsch-amerikanischen Imbissklassiker durch. Rosin versuchte es mit einem Vergleich aus der Fußballwelt: Bei Besiktas Istanbul spiele schließlich auch nicht plötzlich der Torwart im Mittelfeld. Woraufhin Faik einsah: "Man muss machen, was man besser kann."

Authentische türkische Küche also. Wie man diese mit ein paar Kniffen noch etwas moderner und kreativer gestalten konnte, zeigte Frank Rosin bei einem Coaching, das ihm sichtlich Freude bereitete. "Essen das Deutsche?", zweifelte Faik zwar noch manchmal, ließ sich dann aber überzeugen, dass seine mit Liebe zubereiteten Speisen auch hierzulande Fans finden würden. Das Lob seines Idols rührte ihn sehr. Und zumindest ein Fusion-Food-Gericht landete dann doch auf der Karte: das von Frank Rosin kreierte Pide-Schnitzel.

Das sind die Restaurants der TV-Köche

Das sind die Restaurants der TV-Köche © ProSiebenSat.1

"Rosins Restaurants": Happy End mit Freudentränen

Nun stand das finale Lieferservice-Testessen an - und auch auf jene, die ihre Bestellungen lieber selbst abholen wollten, dürfte das Gasthaus Jesewitz nun ansprechend wirken. Ausstatter Flo Kogler (39) hatte den Laden gründlich auf Vordermann gebracht. Konnte da noch etwas schiefgehen? Jede Menge! Denn zu Frank Rosins Entsetzen hatten Faik und Fabian so gut wie nichts vorbereitet, als er zur Stippvisite antrat.

Um den beiden Feuer unter dem Hintern zu machen, ließ er eine Mitarbeiterin vorzeitig telefonisch eine umfangreiche Bestellung aufgeben, die beide gehörig ins Schwitzen brachte.

Der Erleichterung nach der Fake-Auflösung folgte die Einsicht: In Zukunft würde man sich besser organisieren müssen. Der Anfang aber war auch so gemacht: Diesmal gab's die Höchstwertung von fünf Sternen - und einige Freudentränen in Faiks Augenwinkeln. (tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau