Trotz sensationeller Quoten beendete der US-Sender ABC am Dienstag die gerade erst wiederbelebte Sitcom "Roseanne". Ein rassistischer Tweet der Hauptdarstellerin ist dafür verantwortlich.

Erst im März war die Neuauflage von "Roseanne" gestartet, doch nun ist das Comeback der 90er-Jahre-Kultserie auch schon wieder vorbei. Sender ABC zog den Stecker, nachdem die Hauptdarstellerin mit einem rassistischen Tweet für Aufruhr gesorgt hatte.

Roseanne Barr griff auf dem Kurznachrichtendienst eine ehemalige Beraterin von Barack Obama an. Wenn die Muslimbruderschaft und der Kinofilm "Planet der Affen" ein Kind hätten, würde dieses wie Valerie Jarrett aussehen, schrieb die Schauspielerin sinngemäß. Jarrett ist Afro-Amerikanerin, entsprechend löste der Tweet einen Sturm der Entrüstung aus.

Die Verantwortlichen bei ABC reagierten noch am gleichen Tag und mit aller Härte. "Roseannes Twitter-Statement ist abstoßend, widerlich und unvereinbar mit unseren Werten. Deshalb haben wir uns entschieden, ihre Show zu canceln", verkündete Sender-Chefin Channing Dungey in einem offiziellen Statement.

So reagieren Roseanne und ihre Kollegen auf das Show-Ende

Inzwischen hat Roseanne Barr den umstrittenen Tweet wieder gelöscht und sich auf Twitter entschuldigt. Ob die Reue wirklich ernst gemeint ist, scheint bei einem Blick auf ihr Twitter-Profil jedoch fraglich.

Dort retweetete die bekennende Trump-Anhängerin unter anderem ein Statement eines Users, auf dem politische Korrektheit als Faschismus verunglimpft wird. Neben dem Sender distanzierten sich auch Kollegen von der Darstellerin.

Sara Gilbert, die in der Serie Roseannes Tochter Darlene spielt, twitterte: "Roseannes aktuelle Kommentare über Valerie Jarrett und so viel anderes sind widerlich und spiegeln auf keinen Fall die Meinung des Casts, der Crew oder anderer Leute, die an der Show arbeiten, wider."

Dass die Show abgesetzt wurde, sei jedoch schwer und hart für alle.  © 1&1 Mail & Media / CF