Der Wahnsinn im deutschen Fernsehen hat einen Namen: "Get the F*ck out of my House". ProSieben hat nun Staffel zwei der Klaustrophobie-Show gestartet und sogar die Regeln verschärft.

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Neue Staffel, neue Regeln: Bei "Get The F*ck Out Of My House" dürfen erstmals auch Prominente antreten. Micaela Schäfer zog im Kampf um 100.000 Euro gleich mal blank. Andere suchten schon in Folge eins das Weite. Man kann es ihnen nicht verdenken.

Immerhin ist das die Show, die Menschen vor den Fernsehgeräten spontan zu zitternden Klaustrophobikern mutieren lässt. Die Show, in der der Menschenverstand buchstäblich an der Haustür abgegeben werden muss.

"Get the F*ck out of my House": Die härteste Show im deutschen Fernsehen?

"Willkommen zur härtesten Show im deutschen Fernsehen!", hyperventilierte das hoffnungslos überkandidelte Moderatoren-Duo Thore Schölermann und Jana Julie Kilka zu Beginn von "Get The F*ck Out Of My House". Sie haben vermutlich auch noch Recht damit.

Morderiert wird die Albtraum-Show aller Klaustrophobiker von der grinsenden Allzweckwaffe Thore Schölermann. Ihm zur Seite steht seine Verlobte Jana Julie Kilka.

Denn normal ist das alles ja nicht. 101 Menschen zwängen sich in ein 63 Quadratmeter kleines Haus, verzichten auf ausreichend Nahrung, Schlaf und vor allem Privatsphäre. 39 Kameras halten überall drauf, auch auf dem einzigen Klo. Und das alles für 100.000 Euro, für den, der am längsten durchhält.

Falls jemand glaubt, der Kapitalismus liege im Sterben, der schaue hier besser ganz genau hin. "Habt ihr Bock auf vier Wochen ohne Privatsphäre, eigenes Bett und WLAN?", fragte der Moderator. Die Antwort: "Yes!"

"Kelly-Family oder so?"

Dabei kommt Staffel zwei sogar noch mit verschärften Regeln daher. Noch enger, noch weniger zu essen, dafür aber fünf "prominente" Kandidaten: Natalia Osada (Kurzzeit-Gespielin von Bastian Yotta), irgendein muskelprotziger Mike aus "Love Island", "Bachelor In Paradise"-Kandidatin Saskia Atzerodt, Entblätterungskünstlerin Micaela Schäfer und Castingshow-Rocker Martin Kesici.

Ja, so ein bisschen Körperkontakt tut gut, dachte sich wohl Micaela Schäfer. Beim "Wahrheit oder Pflicht"-Spiel im Minihaus ließ sie sich nicht lange zum Knutschen bitten.

"Kelly-Family oder so?", war ein Normal-Kandiat leider nicht so ganz auf der richtigen Fährte bei der Frage, wer denn der Sänger ist.

Kein Kind von Traurigkeit ist bekanntlich Micaela Schäfer. Beim "Wahrheit oder Pflicht"-Spiel hatte eine andere Kandidatin die Aufgabe, sie zu fragen, ob sie sie "mal lecken" dürfe?" Für Micaela nichts selbstverständlicher als das. Vor 100 Mitbewohnern zog sie ihren durchsichtigen Body zur Seite und ... was dann passierte, wissen wir ehrlich gesagt nicht genau. ProSieben entschied sich, die Szene zu verpixeln. Micaela, die später mit Fremd-Küssen dran war, ließ aber wenig Interpretationsspielraum. "Ich hab' schon so lange nicht mehr herumgeknutscht, war schon geil." Na denn.

"Big Brother" - Kindergarten "gegen das hier"

Der 54-Jährige Manfred alias Manni ist zwar nicht der Älteste im Haus - dafür aber derjenige, dem die meisten Kandidaten vertrauen.

So viel Spaß hatten jedoch nicht alle in der übervollen Hütte. Scharenweise verließen Kandidaten in Folge eins das Haus. Am Ende waren es ganze 30. Ihre Beweggründe: "Meine Bandscheibe plagt mich", "Ich bin zu alt für den Scheiß", "Ich will zu meinem Kind". Selbst Krawallnudel und Ex-"Big Brother"-Insassin Benson ging: "'Big Brother' war ja Kindergarten gegen das hier."

Zum ersten Hausboss der neuen Staffel wurde Manni gewählt. Der 54-Jährige ist im echten Leben Angestellter der Bundesbank. Am Ende durfte er entscheiden, welche drei Kandidaten das Haus verlassen müssen.

Das war nicht so einfach. Denn Manni musste dafür den englischsprachigen Sendungstitel aussprechen. "Get my house!", stammelte er zunächst. Nächster Versuch: "Get up of my house!" Wir schauen nächsten Dienstag vielleicht trotzdem wieder vorbei...

Ganze 63 Quadratmeter stehen für anfangs 101 Kandidaten (96 Normalos und fünf Promis) in ländlicher Umgebung zur Verfügung. Es gibt nur eine Toilette - und die ist im Bad.

(tsch)