Martin "Maddin" Schneider: Eine Frohnatur feiert Geburtstag

Mit seinem hessischen Dialekt hat sich Maddin Schneider schon vor Jahren in die Herzen der Zuschauer gebabbelt. Am 25. Mai feiert er seinen 55. Geburtstag. Vom Rundfunk-Praktikanten zum Comedy-Star. Das ist sein Werdegang. © spot on news

Als hessische Frohnatur Maddin machte sich Martin Rudolf Schneider in der deutschen Comedyszene schon vor langer Zeit einen Namen. Geboren wird er am 25. Mai 1964 in Bad Homburg vor der Höhe nördlich von Frankfurt am Main. Er wächst im Nachbarort auf und findet schon früh den Weg zur Komik. Seine wichtigste Inspiration: Stan Laurel und Oliver Hardy, besser bekannt als Dick und Doof.
Mittels seiner Französischlehrerin gelangt er schließlich an deren Mann, den Satiriker Eckhard Henscheid. Dieser vermittelt Schneider als Sketche-Schreiber an den Hessischen Rundfunk, woraufhin noch ein offizielles Praktikum folgen soll. Seine Witze testet der Jung-Komiker an Passanten auf der Straße. Als Student sammelt er mit Auftritten in kleinen Cafés erste Erfahrungen.
Das erste Bühnenengagement sichert sich Schneider im Jahr 1990. An der Marburger Kunsttheaterbühne führt er sein erstes Soloprogramm namens „Gell, Sie sind spirituell?“ auf. Zwar folgen im Laufe seiner Karriere zahlreiche Film- und TV-Auftritte, auf der Bühne fühlt sich der Hesse aber bis heute nach wie vor wohl.
Seinen ersten TV-Auftritt absolviert Maddin, wie er sich mittlerweile im Rampenlicht nennt, in Thomas Hermanns' "Quatsch Comedy Club". Er ist neben Wigald Boning, Olli Dittrich und Rüdiger Hoffmann einer der ersten Komiker, der in dem neugegründeten Stand-Up-Comedy-Club seine Gags zum Besten gibt.
Wo Maddin auch auftaucht, seine Auftritte stecken voller Witz und neuhessischem Charme. So wird er im Laufe der Zeit auch zu einem festen Mitglied der "Comedy Factory", die von 1996 bis 1999 von ProSieben ausgestrahlt wird. Hier an der Seite der beiden Schauspieler Gerd Ekken-Gerdes (links) und Michaela Merten im Jahr 1997.
Was Maddin Schneider so außergewöhnlich macht? Es ist vor allem seine Mimik und sein großes Mundwerk. Kein Wunder also, bringt der Komiker nicht nur Witze an den Mann, sondern auch CDs, auf denen er seinen Zuhörern vom "Supermarkt-DJ" oder der "Erotik-Diät" erzählt. Die Titel seiner Audio-CDs: "Aschebeschär" (1997), "Sischär is Sischär" (2001), "Raggae Mann" (2003) und "Best of Maddin" (2003). Ein eigenes Buch mit dem Titel "Im Bett mit Maddin" hat der Komiker ebenfalls verfasst.
Vielen TV-Zuschauern ist Maddin vor allem aus der Sat.1-Show "Schillerstraße" bekannt. Dort spielt er über mehrere Jahre und Staffeln hinweg sich selbst sowie den guten Freund von Hauptdarstellerin Cordula Stratmann (2.v.r.). In ganzen 149 Folgen der Sendung taucht der Komiker auf. Dieses Engagement wird belohnt.
Im Jahr 2006 wird der Hesse für seine Auftritte in der "Schillerstraße" mit der Romy bedacht. Seine Kolleginnen Annette Frier (rechts) und Maike Tatzig freuen sich mit ihm. Ein Jahr zuvor gibt es für die TV-Show bereits den Deutschen Comedy-Preis.
Nicht nur ins Fernsehen, auch auf die große Leinwand hat es Maddin geschafft. An der Seite von Otto Waalkes, Ralf Schmitz, Nina Hagen und vielen weiteren deutschen Komikern spielt er in den Filmen "7 Zwerge – Männer allein im Wald" (2004) und "7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug" (2006) mit.
In "7 Zwerge"-Kollege Norbert Heisterkamp hat er auch einen guten Freund gefunden. Auf den Instagram-Profilen der beiden Komiker tauchen regelmäßig neue, gemeinsame Videos auf, in denen sie sich nicht zu ernst nehmen. Im Kleidchen durch den Garten hüpfen? Kein Problem! Zum Muttertag ein kurzes Gedicht im Duett aufsagen? Eine ihrer scheinbar leichtesten Übungen.
Nach "7 Zwerge" und "Schillerstraße" folgen für Maddin immer wieder Gastauftritte in diversen TV-Sendungen. Von "Genial daneben" über "Verbotene Liebe" bis hin zu "7 Tage, 7 Köpfe". Hier spielt er im Jahr 2013 an der Seite von Mirja Boes und Dieter Nuhr in der großen RTL-Jubiläumsshow die 2005 abgesetzte satirische Talkshow nach.
Im Jahr 2018 nimmt Maddin an der Sat.1-Show "Das große Promibacken" teil und schafft es mit seinen Kuchenkreationen bis ins Halbfinale. Seither ist es wieder etwas ruhiger um den Komiker geworden, der in der Nähe von Marburg lebt und im September auf Tour geht. Der Name seines neuen Programms: "Denke macht Koppweh!"