"Let's Dance": Chakall trotz vernichtendem Juryurteil weiter

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Nur sieben mickrige Jury-Punkte gegen ordentliche 19 Zähler: Bei satten zwölf Punkten Unterschied in der Bewertung durch die Profis Jorge González, Motsi Mabuse und Joachim Llambi hätte eindeutig sein sollen, wer eine Runde weiter kommt: der Bessere! Doch bei der dritten Live-Sendung von "Let's Dance" kam so manches anders als man dachte. Viele Fans waren deshalb stinksauer. Warum? Das erfahren Sie hier in der Bildergalerie. © teleschau - der mediendienst GmbH

Dass er überhaupt noch dabei ist, ist eigentlich eine Sensation. Denn bislang brachte Chakall keinen vernünftigen Tanzschritt aufs Parkett. Auch in der dritten Live-Sendung von "Let's Dance" war der TV-Koch komplett aus dem Takt. Dennoch: Er ist weiterhin dabei. Dafür flog erneut ein viel besserer und vermeintlich populärerer Tänzer raus. Um welchen Star die Fans trauerten, welche Vorwürfe gegen die RTL-Show laut wurden und wer Chefjuror Llambi zum Weinen bringen will, erfahren Sie hier in der Bildergalerie.
"War das Männerballett Rote Funken Köln?" Bei der Bewertung Chakalls wurde Ober-Juror Joachim Llambi (rechts) richtig sauer. Er moserte: "Ich hatte nie den Gedanken, dass das, was du machst, irgendwas mit Jive zu tun hat."
Llambi - immer noch ziemlich in Fahrt - brachte es auf den Punkt. Über das Talent Chakalls sagte er: "Ich weiß, dass er nichts kann beim Tanzen." Raunen im Publikum! Auch den Jury-Kollegen Jorge González und Motsi Mabuse ging diese Kritik zu weit. Die beiden suchten wenigstens positive Aspekte von Chakalls Auftritt. Wirklich fündig wurden aber auch sie nicht.
Die Jury mag die Qualität der Tänzer bewerten, die TV-Zuschauer hingegen gehen offensichtlich nach Sympathie. Und ihre Stimme per Telefon ist eben entscheidend. Chakall mit nur sieben mickrigen Jury-Punkten kam erneut weiter. Und das wieder gegen einen "Konkurrenten", der auf dem Parkett besser war. Sehr viel besser. In Zahlen ausgedrückt: satte zwölf Jury-Punkte besser als der Argentinier.
Das dritte "Opfer" Chakalls, das trotz besserer Jury-Bewertung gehen musste, war nach Tina Ruland und Jessica Paszka, Heiko Lochmann. Die Lochi-Zwillinge sind also bereits nach der dritten Live-Sendung getrennt. Darüber machte sich schnell Unmut breit.
Das Netz tobte nach dem Ausscheiden Heiko Lochmanns. Sogar Manipulationsvorwürfe wurden laut. Die Twitter-User fragten sich: Wie kann ein Koch, den vorher so gut wie niemand kannte, gegen einen YouTube-Star mit 2,5 Millionen Abonnenten gewinnen?
Diese "Let's Dance"-Sendung könnte sogar noch Konsequenzen haben. Zumindest erhoben einige Fans Vorwürfe. "Diese Entscheidung ist komplett unfair! Man konnte eine Zeit lang für Heiko nicht anrufen, da die Leitung gesperrt war", hieß es. Entspricht dieser Vorwurf der Wahrheit, dann müsste RTL reagieren.
Nur noch ein Lochi, der Roman (links), ist nach dem Ausscheiden Heikos bei "Let's Dance" dabei. Das Duell der Zwillinge ist somit entschieden, wenn auch unglücklich. Die Oma der Brüder, die im Studio in Köln-Ossendorf erstmals zu Besuch war, hatte nach der Sendung also eine komplizierte Aufgabe. Sie durfte dem einen Enkel (Roman) gratulieren, den anderen (Heiko) musste sie trösten.
Die ersten beiden Live-Sendungen konnte Ingolf Lück mit jeweils 25 und 29 Punkten für sich entscheiden. Für einen Cha Cha Cha kassierte er diesmal nur 19 Punkte - trotz erneut guter Show. Joachim Llambi kritisierte, dass bei dem Comedian immer alles gleich aussehe. Und übrigens: Mit exakt dergleichen Punktzahl wie Lück schied Heiko Lochmann aus.
Unter vielen Verlierern eines Abends musste es freilich auch einen Gewinner geben. Diesmal war Barbara Meier die Punktbeste. Das Model legte einen feurigen Paso Doble zur Dramatik von Carl Orffs "O' Fortuna" auf das Parkett. Ihre Belohnung: sehr beachtliche 26 Jury-Punkte.
Eine besondere Motivation hatte Charlotte Würdig. Unter der Woche beim Training bekam sie Besuch von Ehemann Sido. Der Rapper versprach ihr: Sollte sie Kastagnetten in ihren Tanz einbauen, dürfe die Moderatorin sich einen Urlaub aussuchen. "Wohin immer du auch willst", so Sido. Das Problem allerdings: Kastagnetten gehören zum Flamenco und nicht zu einem Tango, den Charlotte Würdig tanzen sollte.
Scheint so, als würde der Mann im Hause Sido öfter den Kürzeren ziehen. Charlotte Würdig trickste ihren Rapper einfach aus. Nur ganz zu Beginn ließ sie Kastagnetten klappern, warf sie hinfort und widmete sich fortan ihrem Tango. Und den machte sie richtig gut. Für die Moderatorin gab es 25 Punkte. Besser als sie war nur Barbara Meier.
In der letzten Show vor 14 Tagen war Iris Mareike Steen böse mit dem Fuß umgeknickt. Sogar ein Ausscheiden der Soap-Darstellerin war möglich. Doch Entwarnung! Steen zeigte sich gut erholt. Bei einem Contemporary, dem ersten in dieser Staffel von "Let's Dance", musste sie von Tanzpartner Christian Polanc nicht immer nur gestützt werden.
Zur Grande Dame der Eleganz entwickelt sich in dieser Staffel von "Let's Dance" Judith Williams. Die Business-Lady schwebte einmal mehr wunderbar über das Parkett - diesmal mit einer Rumba. Joachim Llambi vermisste bei ihr jedoch den Gänsehaut-Effekt.
Seinen Gänsehaut-Effekt sollte Llambi schon noch bekommen. Williams kündigte an: "Ich will, dass Herr Llambi weint." Dafür würde die Business-Lady sogar in die Vollen gehen. Beispielsweise mit einer Twerking-Einlage, bei der die Hintern immer so wackeln. Williams verriet: "Ich habe Twerking in den vergangenen Tagen geübt. Zuvor wusste ich gar nicht, was das ist."
Ehre, wem Ehre gebührt. Jorge González war in seinem Outfit als Milli-Vanilli-Verschnitt einmal mehr der Hingucker. Frage an den Kubaner: Wer kommt nur auf solche modischen Ideen?
Nach dem unglücklichen Ausscheiden Heiko Lochmanns sind noch elf Paare bei "Let's Dance" dabei. Am kommenden Freitag wird erneut vom TV-Publikum darüber entschieden, wer gehen muss. Alle Promi-Teilnehmer kann es treffen - außer Chakall anscheinend.
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