Von Lassie bis Babe: Die berühmtesten Tiere Hollywoods

Serien und Blockbuster haben nicht nur menschliche Stars hervorgebracht. Der Name 'Lassie' lässt einen automatisch an eine Collie-Hündin denken, und die Frage "Darf ich Mama zu dir sagen?" dürfte umgehend einem Schweinchen zugeordnet werden können. Dies sind die berühmtesten Tiere aus TV und Kino. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Seit 1943 ist der Langhaarcollie Lassie nicht mehr aus der Popkultur wegzudenken. Im Kinofilm, der hierzulande unter dem Titel "Heimweh" (Bild) erschien, hatte auch die damals zehnjährige Elizabeth Taylor eine Rolle. Noch berühmter als der Film war die gleichnamige TV-Serie, die von 1954 bis 1973 produziert wurde. Am 20. Februar 2020 erscheint zudem der deutsche Streifen "Lassie – Eine abenteuerliche Reise".
Generell sind Hunde auch auf der Leinwand gerngesehene Begleiter. In der US-Komödie "Ein Hund namens Beethoven" (1992) ist der Titel des Films Programm – und der riesige, sabbernde Bernhardiner sorgt für mächtig Wirbel im Haus von Familie Newton. Der Film wurde so ein Erfolg, dass insgesamt sieben Fortsetzungen gedreht wurden.
Fußhupe Frank ist trotz Will Smith der geheime Star der "Men in Black"-Reihe. Als sprechender Mops vom anderen Stern tauchte er erstmals im ersten Teil auf, später wurde ihm sogar ein maßgeschneiderter Anzug spendiert und Frank zum "DiB" ernannt – "Dog in Black".
Im Vergleich zu Hunden haben es die eigenwilligen Katzen zu weitaus weniger Ruhm geschafft. Ausgerechnet eine Großkatze stellt die Ausnahme dar: In der US-amerikanischen TV-Serie "Daktari" (1966-1969) ist neben Schimpansin Judy der schielende Löwe Clarence zu sehen. Der hatte mit dem Spielfilm "Clarence, der schielende Löwe" (1965) überhaupt erst die Grundlage für die TV-Produktion geschaffen.
Ebenfalls sehr beliebte Leinwand- und Mattscheiben-Stars sind Pferde. Die Serie "Fury" folgte in fünf Staffeln den Abenteuern des gleichnamigen schwarzen Pferdes und des neunjährigen Waisenjungens Bobby. Und auch in "Black Beauty" stand ein schwarzes Pferd im Mittelpunkt – so auch im Film von 1971 mit Uschi Glas (Bild).
Konkurrenz gab es von 1960 bis 1965 vom blitzgescheiten Gaul "Mr. Ed". Nur dessen Besitzer, der Architekt Wilbur Post (Alan Young, Bild), konnte ihn sprechen hören – was zu zahlreichen chaotischen Momenten führte. Ein Remake von "Mr. Ed" sollte eigentlich 2004 in Produktion gehen, wurde dann aber doch abgeblasen.
1995 eroberte ein kleines rosa Ferkel die Herzen der Kinogänger im Sturm. Mit "Ein Schweinchen namens Babe" gelang Regisseur Chris Noonan ein Instant-Klassiker für Groß und Klein – der noch dazu einen Oscar für die Spezialeffekte einheimste und als "Bester Film" nominiert war. Übrigens: Weil "Babe" so schnell wuchs, spielten insgesamt 48 Schweinchen die Titelfigur.
"Man ruft nur Flipper, Flipper, gleich wird er kommen…": Die Melodie der berühmten TV-Serie (1964-1967) rund um den klugen Delfin kann wohl jeder mitsummen. Vorangegangen waren zwei Filme: "Flipper" (Bild) von 1963 sowie "Neues Abenteuer mit Flipper" von 1964. Doch auch wesentlich später durfte Flipper noch Menschen aus Seenot retten: 1996 erschien der gleichnamige Kinofilm mit Paul Hogan und auch eine Remake-Serie lief von 1995 bis 2000.
Der zweite weltberühmte Wasserbewohner ist ein Orca mit Freiheitsdrang. 1993 erschien der Spielfilm "Free Willy – Ruf der Freiheit" von Regisseur Simon Wincer. Darin geht es um die ungewöhnliche Freundschaft eines kleinen Jungen mit dem in Gefangenschaft lebenden Schwertwal. In den Jahren 1995 und 1997 folgten noch zwei Fortsetzungen.
Was "Lassie" für die USA, das ist "Skippy" für Australien. Die Serie "Skippy, das Buschkänguruh" wurde von 1966 bis 1968 produziert und schaffte den Sprung in 128 weitere Länder. In 91 Folgen half das Känguru etwa Sonny Hammond (Garry Pankhurst, Bild) aus allerhand brenzligen Situationen. Deutsche Zuschauer bekamen alle Folgen von "Skippy" übrigens erst 2002 und in neuer Synchro zu sehen.
Cheeta ist der Name des tierischen Freundes von Tarzan, dem König des Dschungels. Erstmals eroberten die beiden 1932 gemeinsam die Leinwand – was Cheeta zum ältesten tierischen Filmstar in dieser Liste macht. Nach "Tarzan, der Affenmensch", in dem Johnny Weissmüller die Titelrolle verkörperte, folgten bis 1958 ganze 14 Fortsetzungen.
Die heile Welt, die vor allem in den genannten Serien dargestellt wird, herrschte für viele Tiere aber nur vor der Kamera. Im Laufe der Filmgeschichte gab es zahlreiche Beispiele für Tierquälerei am Set. Wegen des Monumentalstreifens "Ben Hur" (1959) sollen dem Vernehmen nach über 100 Pferde ums Leben gekommen sein, zuletzt sorgte der Film "Bailey - Ein Freund fürs Leben" für Negativ-Schlagzeilen.
Umso besser für Tier und Tierfreund, dass die Computertechnik inzwischen so weit vorangeschritten ist. Aktuellstes Beispiel ist der Abenteuerfilm "Ruf der Wildnis", der in dieser Woche (20. Februar) anlaufen wird. Im Remake des Films von 1972 wird Hauptdarsteller Harrison Ford in vielen Szenen ausschließlich von einem lebensechten "CGI"-Hund begleitet.