Nach "Tutti Frutti" feiert mit "Genial daneben" das nächste ehemalige Format sein TV-Comeback. Wieder mit von der Partie ist Hugo Egon Balder. Im Interview mit unserer Redaktion verrät der Moderator, warum er bei der Comedyshow wieder mit dabei ist - aber nicht bei der Busen-Show.

Was versteht man unter dem "Peitschenmontag"? Wozu braucht man einen "Paarungshelfer"? Und was ist eigentlich eine "Opferwurst"? Moderator Hugo Egon Balder wird bei "Genial daneben" ab 10. März (21:15 Uhr in SAT.1) wieder mit kuriosen Fragen wie diesen um sich werfen.

Zu seiner prominenten Raterunde gehören seine kongeniale Partnerin Hella von Sinnen und Wigald Boning, der Bernhard Hoecker ersetzt. Hinzu kommen wechselnde Gastauftritte zahlreicher Comedians wie Ralf Schmitz, Kaya Yanar, Luke Mockridge oder Chris Tall.

Wir haben vor Ausstrahlung mit Hugo Egon Balder über das TV-Comeback von "Genial daneben" gesprochen:

Herr Balder, warum sind Sie eigentlich nur bei der Neuauflage von "Genial daneben" dabei und bei "Tutti Frutti" nicht?

Hugo Egon Balder: Das ist eine gute Frage. Wahrscheinlich weil "Tutti Frutti" vor langer Zeit lief und warum sollte ich das jetzt machen in meinem Alter? "Genial daneben" ist aber quasi gerade erst vorbei.

Wir haben es bis 2011 gemacht und eines habe ich immer gesagt: Das einzige, was ich nochmal machen würde, ist "Genial daneben“. Und jetzt kam es dazu.

Das heißt, Sie sehen sich als zu alt, um noch eine Busen-Show zu moderieren?

Nein, das hätte ich auch nicht mehr gemacht. Das war einmal, das ist lange her und das ist auch gut so.

Wie kam es, dass Sat.1 "Genial daneben" nach nur sechs Jahren wiederbelebt hat?

Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Das müssen Sie den Produzenten, Otto Steiner von der Constantin, fragen. Der hat das angeleiert und organisiert. Sat.1 setzt es jetzt um. Ist doch eine schöne Sache.

Ein Running Gag der Show war die Kabbelei zwischen Ihnen und Hella von Sinnen, die Sie schon damals gerne als Methusalem bezeichnet hat. Jetzt ist das Ganze aber schon sechs Jahre her …

Das stimmt und man wird ja immer noch älter. Aber wir sind auch ein bisschen ruhiger geworden. Ganz so wie früher ist das nicht mehr.

Wird die Show denn trotzdem noch vergleichbar sein mit der alten?

Sie ist genau so, wie sie immer war. Eigentlich eher genau so, wie sie ganz am Anfang war. Am Ende hatten wir ja noch Einspieler. Die haben wir jetzt wieder weggelassen. Es war auch so, als ob wir nie aufgehört hätten. Es ging problemlos sofort wieder in die Vollen.

Ein Grund für das damalige Ende von "Genial daneben" war ja das Absinken der Quoten. Warum sollten die Leute diesmal wieder einschalten?

Also dass die Quoten runtergegangen sind, ist Ansichtssache. Wenn man sich die Quoten der Sender heute anguckt, dann ist das schon ein Unterschied.

"Genial daneben" hörte auch deswegen auf, weil zum Beispiel mein Vertrag auslief. Da gab es also noch andere Gründe. Ich glaube also nicht, dass es an den Quoten lag.

Das ist immer eine Entscheidung des Senders. Ich bin ja nur der Protagonist, der da vor der Kamera rumhopst. Das war eine völlig normale Sache.

Eine kleine Änderung wird es dann aber doch geben, weil Bernhard Hoecker nicht mehr dabei sein wird, sondern Wigald Boning

Das fällt aber nicht auf. Wigald Boning ist genauso gut. Bernhard ist natürlich sehr traurig, aber der ist ja bei der ARD. Der wird bestimmt mal dabei sein als Gast. Und was die Zukunft bringt, das weiß eh keiner.

Das weiß keiner? Wie langfristig sind denn die neuen Pläne?

Wir haben jetzt sechs Folgen aufgezeichnet. Aber zu den Planungen fragen Sie den Falschen. Ich kann dazu nichts sagen. Wir werden jetzt zunächst mal abwarten, wie es läuft.

Haben Sie Bernhard Hoecker, Ihren kleinen Prellbock, eigentlich nicht vermisst?

Nein. Der Wigald hat das fabelhaft gemacht. Natürlich ist ein Typ wie der Hoecker immer gut, wenn er da ist. Aber jeder Mensch ist ersetzbar. Das ist so und die Sendung ist deshalb um keinen Deut anders geworden.

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