"Höhle der Löwen": Leg dich nicht mit Dümmel an!

Immer dieser Dümmel! Der Handelsmogul raubt seinen Investoren-Kollegen in der "Höhle der Löwen" mitunter den letzten Nerv. "Mister Regal" ist im direkten Duell kaum zu schlagen. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Wer hätte gedacht, dass sich zwei Investoren mal um Einlegesohlen streiten würden?! Ralf Dümmel (ganz hinten) und Georg Kofler (Zweiter von vorn) boten jeweils 140.000 Euro für 33 Prozent an FLEXIMED.
Das Besondere: Ein Federstahlkern gibt der Sohle Stabilität. Dadurch wird der Druck des Körpergewichts gleichmäßig auf den ganzen Fuß verteilt. Hohe punktuelle Belastungen des Vorfußes können gemindert werden. Die Füße werden besser durchblutet und Schmerzen reduziert.
Die Gründer Peter (r.) und Werner Mucha hätten lieber beide "Löwen" zusammen mit an Bord gehabt. Doch nicht mit Kofler: "Ich würd's lieber alleine machen! Sonst gibt es ständig irgendwelche Diskussionen!", erklärte der Südtiroler - und zog am Ende den Kürzeren gegen Deal-Meister Dümmel.
2016 war er schon einmal hier. Nun wünschte sich Jörn Gutowski (r.), der erste Gründer zu sein, "der hier aus der 'Höhle der Löwen' zum zweiten Mal mit einem Deal rausgeht!" Sein neues Food-Start-up: KOFU - Tofu aus Kichererbsen.
Fast hätte Tech-Guru Frank Thelen, der inzwischen auch auf den Food-Geschmack gekommen ist, zugebissen. Aber eben nur fast. Sein Problem: Der Hersteller von KOFU ist mit am Unternehmen beteiligt. "Ich hab Bauchschmerzen damit, dass euer Produzent mit an Bord ist", verkündete Thelen.
Das fand auch Carsten Maschmeyer (l.) höchst bedenklich: "Ihr könnt gar keine Ausschreibung machen. Ihr habt die Firma so aufgesetzt, dass sie unverkaufbar und unfinanzierbar ist!"
Es "dümmelte" auch bei carryyygum. Der Münchner Carl Heinze stellte den wohl kleinsten Fahrrad-Gepäckträger der Welt vor. Ralf Dümmel, der eigenen Aussagen zufolge seit 15 Jahren nicht mehr auf dem Fahrrad saß, testete das gleich mal aus. Unfallfrei!
Mit der Gummiband-Konstruktion, die am Fahrradlenker angebracht wird, transportierte Dümmel eine Gießkanne sowie ein Baguette. 150.000 Euro bot er dem Gründer schließlich. Allerdings für 40 statt der gewünschten 20 Prozent. "Aus Ihren drei Filialen können wir sofort zwischen 8.000 und 10.000 machen!", versprach er aber.
Maschmeyer fasste den Auftritt von Carl Heinze wortgewandt zusammen: "Er kam als Carl der Kleine rein und geht jetzt mit Ralf zusammen als Carl der Große raus!"
Barbara Gölles aus Wien konnte ihr Glück kaum fassen. Dagmar Wöhrl (M.) investierte in ihr Mode-Start-up MARGARET AND HERMIONE. "Die Bikinis, Badeanzüge und Sportteile sind aus Plastikmüll gefertigt", erklärte die Gründerin. Genau genommen aus alten Fischernetzen, die in den Ozeanen treiben.
Täglich werden davon Tausende von Tonnen aus dem Meer gefischt. Für Wöhrl ein Herzensthema: "Ob wir es schaffen, eine sehr große Marke daraus zu machen, weiß ich nicht", gab die Unternehmerin aber auch zu. Denn Bademode ist die Warengruppe mit den größten Retouren.
"Das ist der Wahnsinn, dass Sie sich das Schwierigste von allem ausgesucht haben!", fand Judith Williams (r.). Und auch Georg Kofler (l.) pflichtete ihr bei: "Ich melde meine Kapitulation vor dem Bikini-Business an!"
Glücklos war dagegen Fritz Grünewalt (l.) mit seinem Trainingskonzept FitterYOU. Und das, obwohl Fußball-Weltmeister André Schürrle als Testimonial per Video eingespielt wurde. Die Kombination aus Trainingsmatte und personalisierter Coaching-App konnte keinen der "Löwen" überzeugen.
"Mich stört der bisherige Umgang mit Geld. Da hätte man viel weiter sein können!", kritisierte Maschmeyer. Denn Fritz, der fünf Jahre lang Vorstandsmitglied beim 1. FC Kaiserslautern war, hat bereits stolze 4,5 Millionen Euro in seine Idee investiert.
Dagmar Wöhrl fehlte bei dem Sport-Start-up das Feedback: "Das erinnert mich an früher - Aerobic mit Jane Fonda. Damit habe ich angefangen." Seitdem habe sie vieles in der Richtung ausprobiert, aber nie lange durchgehalten: "Weil mir die Korrektur gefehlt hat!"