"Höhle der Löwen": Beim "Fettpölsterchenglätter" winkt Thelen ab

"Fettpölsterchenglätter"? Mit so etwas kann Tech-Guru Frank Thelen nichts anfangen, mit seinen Aussagen zum Produkt sorgte er dennoch für beste Stimmung unter den "Löwen" ... © 1&1 Mail & Media/teleschau

"Es interessiert mich leider überhaupt gar nicht!" Diesen Satz hören Gründer häufiger von Frank Thelen. In der aktuellen Folge von "Die Höhle der Löwen" stand allerdings schon vor dem Pitch von Ayse Byzanz (links) fest, dass Thelen nicht investieren würde. Warum das ziemlich lustig war und welcher Deal zu besonders emotionalen Reaktionen führte, zeigt unsere Bildergalerie.
"Frank ist nicht der Favorit für diesen Deal!" Diese Prognose von Ralf Dümmel war wenig gewagt. Denn noch bevor die Designerin Ayse Byzanz aus Düsseldorf auf die Pitch-Bühne trat, erheiterte Technik-Nerd Thelen mit folgender Frage das "Löwen"-Rudel: "Woher wisst ihr eigentlich, dass das Hochzeitskleider sind?"
Designerin Ayse Byzanz präsentierte nämlich nicht ihre Brautmoden, sondern ein ganz besonderes Hilfsmittel: den sogenannten "Fettpölsterchenglätter". Der soll dem gefürchteten Rückenspeck bei Damen nicht nur in Hochzeitskleidern den Garaus machen. "Damit hat jede Frau ihr Fett weg", versprach die 42-Jährige.
"Das ist wie in einer alten Matratze die Sprungfeder!", fand Judith Williams (Zweite von links), als sie den "Fettpölsterchenglätter" untersuchte. "Es interessiert mich leider überhaupt gar nicht!", brachte Thelen (Mitte) schließlich hervor, doch immerhin gab er zu: "Der visuelle Effekt bei der Braut ist gut!" Einen Deal gab es jedoch nicht.
Auch mit Daniel Zacharias (rechts), Jan Micha Kroll (links) und Timo Stosius machte Thelen kurzen Prozess. Das Gründerteam Anfang 20 kam mit der App "Sdui", einer Kommunikationsplattform für Schulen, in "Die Höhle der Löwen" und verlangte eine Million Euro für 12,5 Prozent der Firmenanteile.
Der Tech-Guru fand die App, die Lehrer, Eltern und Schüler miteinander verbinden soll, zwar "sehr sinnvoll", war mit dem Pitch des Trios jedoch nicht zufrieden: "Ihr habt das Venture-Capital-Spiel gespielt. Aber ihr habt es nicht zu Ende gespielt. Weil ihr mir nicht zeigen könnt, wo denn richtige Umsätze gemacht werden!"
Georg Kofler wurde noch deutlicher: "Mensch, Freunde, eure Bewertung ist mir zu hoch. Wir haben doch nicht so einen naiven Ruf. Ich bin ein bisschen beleidigt. Das ist ja fast schon ein bisschen über den Tisch gezogen!"
Benjamin Koch (links, mit Judith Williams und Model Rob), der mit "CAPANOVA" eine Haarpflege- und -Styling-Serie für den Mann präsentierte, bekam ebenfalls den Kopf gewaschen: "Ich finde den Duft furchtbar!", entfuhr es Dagmar Wöhrl zum Haarspray. "Wenn ich mir vorstelle, ich hätte einen Mann mit dem Duft... Ich möchte das nicht haben." No Deal!
"Ich putz nie Autos! Es ist eine viel zu einfältige Tätigkeit. Ich käme nie auf die Idee, eine halbe Stunde Lebenszeit damit zu verbringen", erklärte der Medien-Unternehmer, sehr zur Erheiterung seiner Kollegen. Nach dem Praxistest war Kofler überzeugt und wollte investieren.
Doch wie so oft machte ihm Ralf Dümmel (hinten) einen Strich durch die Rechnung. "Das kannst du überall verkaufen, wo Menschen hingehen, die ein Motorrad haben, ein Auto haben, ein Fahrrad haben!", freute sich "Mister Regal", der den Deal einheimste.
Doch Dümmel musste nachverhandeln: 150.000 Euro bot er für 30 Prozent am Unternehmen. Die Gründer wollten ihm aber zunächst nur 25 Prozent geben - und weitere 8 in einem Jahr, wenn alles gut läuft. Kein Problem für Dümmel: "Ich lasse mich gerne messen!" Er versprach 10.000 verschiedene Filialen und einen eigenen Webshop.
Auch bei Inna und Vladislav Falk "dümmelte" es - und es flossen sogar Tränen der Freude. Da wurde auch Carsten Maschmeyer emotional: "Es sind rührende Szenen wie diese, warum es 'Die Höhle der Löwen' geben muss!", fand der Milliardär.
Das Ehepaar hatte sozusagen aus der Not heraus gegründet, nachdem der Familienvater seine Arbeit verloren hatte. Ihr Produkt "RopeScout" sind leuchtende kleine Clips, die man an Zeltschnüren befestigen kann, damit diese im Dunkeln nicht zu Stolperfallen werden.
In zwei Jahren Entwicklungszeit haben die beiden bereits 40.000 Euro investiert. Die Familie lebt derzeit von Ersparnissen. Es überrascht nicht, dass Vladi Falk beim Pitch sehr nervös war. Doch auch hier zeigte sich Mega-Investor Dümmel gewohnt menschlich ...
"Nervös sein ist nichts Schlimmes. Als ich hier das erste Mal auf dem Stuhl saß, hab ich die ganze Nacht nicht geschlafen", gestand der Handelsmogul. "Ihr geht hier durch den Käfig - und dann sehen euch über drei Millionen Menschen. Man muss Respekt haben vor jedem, der sich das traut."
Schließlich gab es 80.000 Euro für 33 Prozent am Unternehmen: "Ich heule gleich", flüsterte Vladi seiner Frau zu. Draußen fiel sich das Paar unter Tränen in die Arme.