"Höhle der Löwen": Fetter Deal für Müsli-Gründer trotz Chaos-Auftritt?

Die Aufregung war schuld! Damit jedenfalls verteidigten Michael Gebhardt und Erik Renk ihren Auftritt in der "Höhle der Löwen". Ob es dennoch ein Happy End für die Gründer von "Keimster" gab, verrät unsere Galerie.

Die beiden Gründer von "Keimster" sorgten bei ihrem Auftritt in der "Höhle der Löwen" für einige Lacher - leider unfreiwillig. Frank Thelens vernichtendes Urteil: "Nicht kompetent!"
Was daran so gesund und gut ist, musste allerdings Judith Williams (l.) erklären: "Ich muss ihnen doch helfen. Ich will doch heute noch pünktlich nach Hause kommen!" Auch als Ralf Dümmel sich nach den Preisen erkundigte, standen die Gründer auf dem Schlauch.
Dennoch wollte Dümmel investieren. Allerdings: "Das Hauptproblem ist die Firmenbewertung. Habt ihr die irgendwie gewürfelt?" Schließlich gab es immerhin 300.000 Euro für 30 Prozent am Unternehmen (statt der gewünschten 15). Und ...
... Judith Williams als Marketing-Expertin? Nein, leider nicht. "Selbst der Ralf kann sich das nicht leisten!", scherzte sie.
Schlimm hat es in der vorletzten Folge der aktuellen Staffel Sebastian Stahl aus Leinfelden-Echterdingen getroffen. Der zweifache Vater hat bereits 250.000 Euro in seine Erfindung - den Schnuller-Spender "binky box" - investiert. Dafür hat er 125.000 Euro Schulden gemacht. Verkauft hat er bisher gerade einmal: 15 Stück.
Und das, obwohl er nun hauptberuflich Gründer ist. Entsetzte Gesichter und Ungläubigkeit bei den "Löwen". Georg Kofler (2.v.l.) fand zuerst die Sprache wieder: "Puh! Chapeau! Da will es einer wissen! Sie sind ja wirklich ein Unternehmer, der alles auf eine Karte setzt. Da kann man nur hoffen, dass die Karte groß genug ist."
Kofler selbst sah keinen großen Markt. Ebenso wie der Rest. Einen Mitleidsbonus gab es für den Gründer, der den Tränen nahe schien, nicht - nur ein paar warme Worte und eine Umarmung von Moderator Amiaz Habtu.
Nach dem Pitch von Anna Elisabeth Segovia hatte derweil Ralf Dümmel eine Umarmung nötig. Und bekam sie auch - von Dagmar Wöhrl. Das hatte jedoch einen bitteren Beigeschmack: Sie hatte ihm gerade den Deal abgeluchst.
"Nicht böse sein, dass ich mal gewonnen hab!", bat sie den ehrgeizigen "Dümmi-nator" (r.). Kurz davor hatte Wöhrl (l.) noch prognostiziert: "Kriegst sowieso wieder du. Ist immer so." Aber nein, diesmal nicht. Dümmel war entsprechend angefressen.
Neben Dagmar Wöhrl hatte auch Georg Kofler mit Dümmel um den kolumbianischen Zucker "DE CANA - Panela" konkurriert, den Gründerin Segovia (Bild) charmant vorstellte.
Nachdem Dümmel mit seinen Handelsbeziehungen geprahlt hatte, konterte der Südtiroler: "Ralf, in allen Ehren, du machst das seit 30 Jahren, aber wir können das heute auch!" Das wollte Dümmel genauer wissen: "Lass uns doch Produkte vergleichen, wer wo steht mit welchen Produkten aus der Vergangenheit!"
"Da kann ich nicht mithalten", gab Kofler zu. "Aber ich rede über die Zukunft, mein Freund!" Die Streithähne hatten schließlich beide das Nachsehen. Anna Elisabeth Segovia entschied sich für Wöhrl und bekam 200.000 Euro für 25 Prozent an ihrem One-Woman-Unternehmen.
Auch beim nächsten Deal guckte Ralf Dümmel in die Röhre. Zunächst musste er aber ran: Öl ziehen. Das Ehepaar Jennifer und Philipp Rathgeber stellte den "Löwen" den neuen Detox-Trend aus dem Ayurveda vor. Beim Ölziehen nimmt man einen Esslöffel Pflanzenöl und spült damit den Mund aus. Das soll unter anderem für ganzheitliche Schönheit sorgen.
"Bei mir ist wenigstens noch was zu verändern", erklärte Dümmel vor dem Experiment. "Mal sehen, wie ich aussehe, wenn ich mich wieder hinsetze." - "Verschluck dich jetzt bloß nicht mit dem ganzen Gedöns da!", warnte Beauty-Expertin Judith Williams (Bild).
Um den "ELIXR"-Deal zu holen, tat sich Dümmel mit Carsten Maschmeyer (l.) zusammen. Der war total von den Socken von dem Ehepaar: "Eine Marketing-Expertin und ein BWL-Professor: super Kombi! Hammer!" Gemeinsam überboten sie Judiths erstes Angebot von 75.000 Euro für 20 Prozent. Es sollte 150.000 Euro für 25 Prozent geben.
Da zog Williams entsprechend nach und damit den Deal auch an Land. Ayurveda-Skeptiker Frank Thelen (l.) freute sich für seine Kollegin, die versprach: "Frank, dein Leben wird sich ab sofort ändern!" Der konterte ironisch: "Jetzt zieh ich mir ordentlich einen durch morgens!"
Nicht ganz ernst nahmen die "Löwen" die Geschwister Jaqueline und Simon Burkhardt aus Wädenswil in der Schweiz. Die präsentierten die Erfindung ihres Vaters Leo: "No Rats on Board", einen Rattenstopper für Festmacherleinen von Booten oder Yachten. "Das ist so over-engineert, das Ding!", war das Urteil von Thelen.
Neben dem nischigen Markt war ein weiterer Punkt, der gegen ein Investment sprach, der Tierschutz: "Ich bin Tierschützerin", erklärte Dagmar Wöhrl (l.). "Ich könnte es nicht verantworten, wenn die Ratte dann ertrinkt." Kein Deal.