"Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Star Eric Stehfest war jahrelang Crystal Meth abhängig. Jetzt warnt der Schauspieler vor der Droge und sagt: "Ich ging durch die Hölle".

Der Schauspieler Eric Stehfest, der bei der Daily-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" den jungen DJ "Chris Lehmann" verkörpert, warnt in einem RTL-Interview vor dem Konsum von Drogen. Der Schauspieler weiß, wovon er redet: In seiner Jugend probierte er unter anderem Crystal Meth und wurde später abhängig. Mittlerweile hat er seine Sucht überwunden und wird am 29. August beim "Tag der offenen Tür" im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin über seine Erfahrungen sprechen.

"Ich ging durch die Hölle"

Bereits mit zwölf Jahren kam Stehfest zum ersten Mal in Kontakt mit härteren Drogen. Ein Freund habe ihm Zugang zu den illegalen Stoffen verschafft, die sie gemeinsam auf einem Dachboden konsumierten. Damals wollte er nur dazu gehören: "Ich habe einfach gedacht, wenn ich das gut mache, dann werde ich akzeptiert und das blöde war: Ich wurde akzeptiert", erzählt er im RTL-Interview. Viele Umzüge und eine Kindheit ohne Vater trieben Eric schließlich in die Sucht. Crystal Meth habe ihn seine Probleme vergessen lassen: "Ich habe aus einem Haufen Scheiß-Probleme einen schönen Tag gemacht."

Während seines Schauspiel-Studiums erkannte er schließlich, dass er ein Problem hatte - zu dieser Zeit konsumierte er die Droge fast täglich. Nach einem kalten Entzug ist der heute 26-Jährige seit nunmehr vier Jahren clean. Mit seinem Projekt "Station B 3.1" und einer Recherche-Filmreihe möchte er nun auf die Gefahren von Drogen aufmerksam machen – aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern indem er die Realität und die drastischen Folgen schildert: "Ich ging durch die Hölle." (ff / jwo)

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Wie Crystal Meth Leben zerstört

Crystal Meth überrollt Deutschland: 2005 stellten deutsche Drogenfahnder noch insgesamt sechs Kilogramm der Mode-Droge sicher, 2013 waren es schon 77 Kilogramm. Außerdem dringt die Droge in immer mehr Lebensbereiche: War Crystal Meth zunächst als reine Partydroge verbreitet, wird es inzwischen auch immer mehr als Aufputschmittel am Arbeitsplatz konsumiert.