"Grill den Henssler": Von "Schummelqueen" Verona betrogen - Henssler rastet aus!

Erst hatte er kein Glück, und dann kam noch Pech dazu. Und am Ende brach der Henssler-Vulkan aus. Der "Koch-König" verlor, zeterte und jammerte. Da darf beim nächsten Mal gerne "Heul doch!" auf der Kochschürze stehen.

Das Bild muss vor der Show aufgenommen worden sein - hinterher war Henssler nicht nach "gute Miene" zumute. Zu böse war das Spiel gewesen, dass - meinte er - mit ihm getrieben wurde. Die Promi-Truppe mit (von rechts) Koch-Coach Christian Lohse, Álvero Soler, Verena Poth und Eko Fresh hatte vor- und nachher gut Lachen - sie siegte 81:77!
Dabei gab es bei den Promis nach dem Impro-Gang (Roggenbrot, Buttermilch, Birkenblätter) noch lange Gesichter. Henssler siegte 15:11. Obwohl auch er mit den Birkenblättern schwer klarkam: "Die schmecken nach nix. Da kannste nur hoffen, dass die Blätter von ziemlich weit unten stammen und ein Hund schon das Dressing rangemacht hat."
Verona Poth ist eine Füchsin. "Wir müssen die Zwischenspiele knacken!" gab sie als Siegstrategie aus. Beim Wiegespiel - Gemüse musste in zwei möglichst exakt gleichschwere Hälften geteilt werden - schlug sie Henssler im Alleingang. Da war Steffen noch selbstironisch drauf: "Mit Spieleverlieren kenn ich mich aus!" Ein kleiner Gruß an ProSieben ...
"Ich hab nie ein Interview beim Kochen gegeben", meinte Sänger Álvaro Soler. "Aber wir hatten doch schon mal ...", erinnerte ihn Moderatorin Annie Hoffmann. "Seid ihr da zum Reden gekommen oder ging's gleich weiter?", bemerkte Steffen süffisant. Annie wollte mildern: "Álvero hat eine ganz reizende Freundin!" Henssler volley: "Ihr wart zu dritt? Wie geil!"
Álvaro, Sänger mit deutsch-spanischen Wurzeln, gelang es, mit seiner Gazpacho "die Familienehre zu retten" - er schlug Henssler 19:17, sehr zur Freude von Christian Lohse (zum achten Mal dabei!). Verona, die während des Kochens bei Henssler kiebitzte und naschte, war auch begeistert: "Das ist eine schöne Matsche!" Die hatte ja auch den Blupp!
Im zweiten Zwischenspiel hatte Henssler die ersten Lacher. Es galt, in Pralinen eine nicht zugehörige Zutat zu erraten. Verona befürchtete eine Kotzfrucht. "Die gibt's doch immer im Dschungel." Henssler lästerte: "Willst schon mal ein bisschen üben?" Aber er lachte nicht lange. Verona schlug zurück!
Man durfte die falsche Pralinenzutat nur erschmecken. Verona entdeckte das falsche Radieschen. "Weil es war weiß in der Mitte und außen rot!" Sie hatte abgebissen und geguckt - und sich prompt verraten. Schummelqueen statt Dschungelkönigin! "Ääh, ich kann mit der Zunge Farben schmecken!", half dann auch nicht mehr.
Zum Hauptgang (Maispoularde, Risotto, Orangenspargel) holte sich Verona Verstärkung. Ihr Sohn San Diego (15) sollte Mama helfen, Henssler zu besiegen. Anfangs schenkte der freche Sohnemann allerdings Mama coole Sprüche ein. Ob es Momente gebe, in denen Mama nerve, wollte Annie wissen. "Momente? Das ist mein ganzes Leben!"
Verona hatte Kochverstärkung, also holte sich Henssler auch eine: die im neunten Monat schwangere Daniela aus dem Publikum! Eine zufällige, aber perfekte Wahl. Daniela war schon mal bei einer seiner Kochshows - und zwar "nur wegen dir". In "Küchenschlacht" (2008) war Henssler Juror, und Steffen-Fan Daniela kam ins Finale.
Alliterations-Gefühle bei den Duellanten! Verona verweigerte vollends, Henssler haderte hektisch mit dem Herd. Sie störten die Sprüche ihres Sohnes ("Ich nenne Mama Luzy. Das kommt von Luzifer."), ihn trieb die zu heiße Kochplatte schier in den Wahnsinn.
Christian Lohse hat bisher in all seinen Duellen mit Steffen immer den Hauptgang gewonnen. Diese Serie riss. Steffen siegte 19:16. Trotzdem war er sauer. Über Juror Calli. Der hatte eben noch Hensslers Spargel himmelweit über den Tellerrand gelobt - und dann Verona doch mehr Punkte gegeben. "Calli?! Das ist doch Wahnsinn", war Henssler fassungslos.
Henssler geriet immer mehr von der Rolle. Er war von der Küchenausstattung ("Gibt's in dem Loch 'ne Kelle?") genervt, von Zutaten ("Wer denkt sich so'n Mist aus?"), von Annies Sprüchen ("Steffen, das haste mal wieder ganz alleine verkackt!"). Die Folge: Henssler landete den doppelten Hattrick: Er verlor wie letzte Woche alle Zwischenspiele!
Für die Nachspeise war Rapper Eko Fresh zuständig, der mit "Künefe Fresh" einen Dessertklassiker aus der Türkei wählte: "Gebackenes Engelshaar mit Käse." Henssler stand mittlerweile jegliches Haar zu Berge: Er fluchte, zeterte, brüllte durch den ganzen Kochbetrieb. Klimax: "Ich bin so scheißensauer!"
Während Eko Fresh das Engelshaar "flocht" und Henssler fluchte, präsentierte Álvaro - begleitet von Gitarre und Verona - seine neue Single "La Libertad". Das breitete einen gar lieblichen Zauber über der Küchenzeile aus. Davon wurde vor allem Juror Christian Rach befallen ...
Der tendenziell pedantische Rach hatte die Sticheleien von Kollege Calli satt. "Jeder kriescht dat, wata fadient", hatte Calli zu Rachs Laktoseintoleranz-Geständnis beigesteuert. Rach verdrängte Calli, eine wahrlich gewaltige Leistung, von dessen angestammten Stuhl. Durchaus mit humorvollem Ansatz: "Ich will auch mal auf den Neun-Punkte-Stuhl!"
Christian Rach ist (O-Ton Annie) "grüßzügig mit Kritik, sparsam mit Punkten". Auf Callis Platz und als dessen rheinisch brabbelndes Alter Ego flutschte es dann aber. Ekos Engelshaar bekam acht Rach-Punkte - persönlicher Rekord! Aber nix gegen Calli. Der gab für Hensslers Dessert die Höchstwertung, zehn Punkte.
Das Dessert endete 26:26, das Gesamtspiel 81:77 für die Promis. Henssler war bedient. "Ich versteh die Welt nicht mehr! Scheiße, was da abgegangen ist!" Es mag Loser gegeben haben, die sich in der Niederlage größer zeigten als der wankende "Koch-King". Annie schwante Übles: "Das wird nicht leicht für mich mit meinem Chef nächste Woche ..."