"Got to Dance" ist am Donnerstagabend fulminant gestartet. In der neuen und ersten reinen Tanz-Castingshow Deutschlands wurde talentmäßig einiges gezeigt. Von Electric Boogie bis Breakdance war alles dabei und selbst die Jury konnte auf der ganzen Linie punkten. Palina Rojinski, Nikeata Thompson und Howard Donald bewerteten nicht nur, sie fieberten und tanzten mit den Kandidaten mit.

Die Tanzgruppe Next Level sorgte mit ihrem Breakdance-Auftritt für Standing Ovations. Als während der Choreographie, einer Mischung aus Pop und Funk, auch noch der dreijährige Djamal auf dem Parkett seinen Auftritt feierte, gab es kein halten mehr. Djamal und Next Level tanzten sich binnen Sekunden in die Herzen der Zuschauer. Für die Jury stand fest: Diese Tänzer müssen in die nächste Runde! Choreografin Nikeata Thompson forderte von den acht Schülern: "Ich wünsche mir, dass ihr von euren Formationen noch etwas kreativer werdet." Die Konkurrenz schlafe schließlich nicht.

Drei goldene Sterne müssen die Tanzkandidaten bei "Got to Dance" absahnen. Nur wer die komplette Jury überzeugen kann, kommt eine Runde weiter. KerAmika zum Beispiel schafften es. Die Gruppe bestehend aus vier Männern und eine Frau haute die Jury vom Hocker. Die Crew bewegte sich wie Tanzmaschinen auf dem "Got to Dance"-Parkett. Howard Donald hielt sich mit Lobhudelei nicht hinterm Berg: "Das war so lebendig und synchron. Eigentlich sehe ich euch schon im Finale." Bis dahin dauert es noch ein bisschen, denn im Moment stehen noch zwei Auditions an und je zwei Halbfinalabende an.

In den Semi-Liveshows kämpfen die besten Tänzer in Dance-Battles um den Einzug in das Live-Finale. Von diesem Zeitpunkt an entscheiden die Zuschauer per Telefonabstimmung welcher Dance-Act der beste Deutschlands ist und die Siegerprämie in Höhe von 100.000 Euro gewinnt.

Mega-Spektakel mit Matrix-Effekt

ProSieben und Sat.1 strahlen die Tanzshow jeweils abwechselnd Donnerstags und Freitags aus. Dank 144 Spiegelreflex-Kameras, die halbkreisförmig um die Bühne angebracht sind, entsteht ein Matrix-Effekt, den man eigentlich nur aus dem gleichnamigen Kinofilm kennt. Die Bewegungen werden dabei "eingefroren" und die Kameras umkreisen den Tänzer.

Quotentechnisch war "Got to Dance" am Donnerstagabend ein ganzer Erfolg. Über zwei Millionen Zuschauer konnte die Tanzshow begeistern. Beim werberelevanten Publikum der 14- bis 49-Jähirgen konnte man mit 17,3 Prozent Marktanteil den Tagessieg holen. "Mir geht das Herz auf. Das ist ja so toll", schrieb Zuschauerin "erbdeerfrosch13" auf Twitter während der Sendung. Zuschauerin Justine U. lobte auf der offiziellen Facebook-Seite von "Got To Dance": "Endlich mal eine Show mit durchgehendem Gänsehautfaktor."

In der zweiten Folge, die am Freitagabend auf Sat.1 (20.15 Uhr) ausgestrahlt wird, liefert Kandidat Noran einen emotionalen Auftritt. Der 26-Jährige tanzt für seinen kranken Vater und erzählt unter Tränen: "Also mein Papa ist Kung-Fu Meister gewesen. Aber er hatte eine Hirnblutung, er ist einfach umgekippt." Seine linke Seite sei seither gelähmt und er könne nicht mehr viel sagen." Take That-Sänger Howard Donald lässt die tragische Geschichte nicht kalt, ergriffen spricht er Noran sein Mitgefühl aus: "Es tut mir leid für deinen Vater." Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hatte der Juror nur wenige Stunden zuvor von einem privaten Schicksalsschlag erfahren. (kom)