"Global Gladiators": Oliver Pocher rechnet ab - Ulf Kirsten ist raus

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In der dritten Woche von „Global Gladiators“ ging es für Nadine Angerer, Mario Galla, Pietro Lombardi, Oliver Pocher, Lilly Becker, Ulf Kirsten und Raúl Richter darum, sich ein bisschen hängen zu lassen und mit kleinen ferngesteuerten Autos zu spielen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit ... © teleschau - der mediendienst GmbH

Unrasiert und fern der Heimat fielen bei den "Global Gladiators" in der dritten Woche nicht nur verbal die Hemmungen. Es wurde orgiastisch gefeiert - und auf dem Höhepunkt unterlief Pietro ein Handspiel in Lillys Strafraum. Und es gab noch mehr: Welcher "Stargast" ins Camp kam, wer sich mal so richtig auskotzte und wer - ja, gespielt wurde auch - am Ende gehen musste, erfahren Sie in der Galerie.
Wer würde in die Fußstapfen von Larissa Marolt treten und als zweiter "Gobal Gladiator" ausscheiden? Von den "glorreichen Sieben" - (v.li.) Oliver Pocher, Pietro Lombardi, Mario Galla, Nadine Angerer (Team Blau) sowie Ulf Kirsten, Raúl Richter und Lilly Becker (Team Rot) wollte keiner freiwillig gehen. Am Ende aber musste Spielleiter Maurice Gajda (M.) für einen das Aus verkünden.
Fata Morgana? Cristiano Ronaldo als Camp-Arzt? Die Gladiatoren waren baff, als plötzlich ein Typ vor ihnen stand, der als CR7-Lookalike reich werden könnte. Er heißt Alvaro (r.) und ist Sanitäter. Er musste anrücken, weil Raúl so "komische rote Juckflecken" an den Händen hatte. Das Mitleid der Mitstreiter hielt sich in Grenzen. Oli Pocher: "Wer ist dafür, dass wir Raúl zum Sterben rauslegen und den Tieren überlassen?" Nadine klärte den Sanitäter auf: "Raúl is a softegg!", also: Raúl ist ein Weichei!
Zehn Stunden lang bretterten die Promis in ihrem Travel-Con von Koes nach Swakopmund. 900 Kilometer weit, nur um sich dann in einer Oasen-Schlucht hängen zu lassen. Team Blau schickte Raúl niederträchtigerweise in die Hängepartie - obwohl der doch an schlimmer Höhenangst leidet! Aber: Raúl stellte sich der Herausforderung und hängte sich rein - und zwar voller Begeisterung: "Ach du Scheiße! Das ist der größte Bullshit, den ich je gemacht hab'."
Stimmt schon: Aus der Ferne besehen ist alles schön. Lilly und Ulf konnten dem in 60 Meter Höhe baumelnden Raúl (im Bild der kleine Punkt am blauen Himmel) nur helfen, indem sie ihn Richtung Luftballons zerrten. Dann wurde Raúl ausgeklinkt und stürzte 40 Meter tief, bevor er abgefangen wurde. Zuvor galt es aber noch, mit den Spikes an den Schuhen Ballons zu zerstören, um Punkte zu ergattern.
Team Blau hörte nur, wie Raúl sich schlug. Laut! "Ich habe einen Schrei und einen dumpfen Aufprall gehört - und dann fuhr der Krankenwagen los!" ätzte Oli. Aber Raúl traf im vierten Sprung einen Ballon. Ein Punkt - und der reichte, weil der von Rot gewählte "blaue Zerstörer" Pietro blau machte. Er wollte sich nicht hängen lassen und kniff! Bejubelt wurde er dafür nur vom gegnerischen Team Rot, das 1:0 in Führung ging.
Kurz vor Mitternacht ging Raúl als 29-Jähriger aufs Klo und kehrte als 30-Jähriger zu seiner Spontan-Geburtstagsfete zurück. Alle sangen ihm ein Ständchen und Pietro glänzte mit "Stevie Wonder"-Einlage. Als Gage inhalierte er innerhalb einer Minute eine Tüte Chips. Beim Wodka griff dafür Oli verstärkt zu. Der Gestank (Raúl: "Es riecht nach Tod!"), der tagelang im Container geschwebt hatte, wurde förmlich weggespült. Lange wirkten die Gladiatoren nicht mehr so lebendig!
Die Hemmungen fielen im Partyrausch zügig. Lilly busselte harmlos mit Pietro, Raúl verrutschte ein High-Five-Versuch auf Lillys Hintern. Als Lilly dann ins Army-T-Shirt (Raúl: "Aaah, Mi-Lilly-tary!") wechselte (Oli: "Und BH gib's auch kein' mehr!"), wurde es noch lustiger. Höhepunkt: Lilly enterte Pietros Schoß, der wollte sich wohl schützen - und beging ein unglückliches Handspiel in Lillys Strafraum "down under".
Von der 40 Grad heißen Wüste ging es für "Slip & Fly" an die Atlantikküste. Dort gab es erst einen Temperatursturz auf 17 Grad, dann einen Sturz ins 16 Grad kalte Wasser - perfektes Spiel, denn kaltes Wasser vertreibt den Party-Kater! Aufgabe: Auf Reifen sitzen, sich vom Jetski über eine Rampe ziehen lassen und möglichst weit springen. Klingt einfach - aber so schön wie bei Ex-Torfrau Nadine Angerer (Bild) klappte es nicht bei allen ...
Anfangs machten bei der Übung nur die Mädels eine gute Figur. Nadine schaffte 7,80 Meter, Lilly flog 8,40 Meter weit, wohingegen Ulf dreimal die Schanze verfehlte! Nadine lästerte: "Na ja, Ulf war ja Stürmer. Und wir Torhüter sind halt ein bisschen mutiger als die ..." Pietro ("Ich hab was gutzumachen!") machte sich an die Ehrenrettung für die Männer und katapultierte sich topmotiviert auf 9,00 Meter. Dann machte sich Oli (Bild) auf den Weg ...
Raúl provozierte das direkte Duell mit Oli. "Ich will weiter als der." Im "Schwanzvergleich", wie Oli es nannte, gewann Raúl. Letztlich reichte das aber doch nicht: Im Finale schaffte Raúl zwar Schanzenrekord (9,80 Meter), aber Lilly plumpste nur drei Meter weit. Mario (8,80 Meter) und Pietro (9,60 Meter) flogen für Blau in der Addition weiter - zwei Punkte für Blau und Pietro rehabilitiert! So sah es auch der Jetski-Fahrer. Auf die Frage, wer am besten war, antwortete er: "Der Pummelige da!" und meinte Pietro!
Später gab es Video-Grußbotschaften von den Liebsten aus der Heimat. Lilly wurde von Gatte Boris gegrüßt, klar. Aus Melbourne, wo BB als Kommentator tätig ist. Und so kam's auch rüber - sachlich, nüchtern. "Lilly, halt durch. Die Beckers spielen immer bis zum Schluss!" Alle, Lilly inklusive, waren ein wenig verwundert. "Kurz und bündig", befand Ulf. Oder, Tennissprache: Kein Ass, aber "Serve and volley" vom Feinsten!
Ulf wurde vom Sohn und der Enkelin gegrüßt, da bekam auch Oli glasige Augen. Zumal er seine drei Kids selten sieht. Da kotzte sich mal so richtig über seine Ex-Frau Alessandra Meyer-Wölden aus, mit der er drei Kinder hat ("Ich muss zahlen, zahlen, zahlen!"). Statt des aus dem TV bekannten Großmauls erlebte man im Anschluss mal einen Oli Pocher, der einfach nur sprachlos traurig wirkte.
Maurice empfing die Gladiatoren zum Showdown im Dünenmeer zwischen Swakopmund und der Walfisch-Bay. Die Ausgangslage war klar: Blau führte 2:1. Ein Remis war nicht möglich, weil es fürs dritte Spiel 3 Punkte gab. Das Team, das verliert, würde ein Mitglied in die Wüste schicken müssen! Und welches Spiel sollte über Sieg und Niederlage entscheiden? Ferngesteuerte Spielzeugautos ...
... und ein Monster Truck! Die Entscheidung sollte im biblischen Duell David gegen Goliath fallen. Genauer: Goliath (der Monster Truck) musste zehn Davids (Spielzeugautos) so schnell wie möglich plattwalzen. Auftritt: Oliver Pocher!
"Also Kinderspielzeug habe ich noch nie kaputt gefahren", meinte Oli. Er wurde dennoch zum Fahrer gewählt und machte (mit Nadine als Beifahrerin) die zehn roten Mini-Flitzer innerhalb von 3,20 Minuten platt. "Geil. Den Truck würde ich gerne mitnehmen. Für den Stau auf der A3, Kölner Kreuz, Rattatattatatt!" Mancher Zuschauer wird sich da an die Zeitungsberichte aus der vergangenen Woche erinnert haben, die Oli Pocher in Köln (abseits des Staus) auf einem Trambahn-Übergang zeigten ...
Alle 20 Sekunden hatte Oli ein rotes Mini-Fahrzeug geplättet. Eine hohe Hürde für den roten Helldriver. Aber Ex-Knipser Ulf legte los wie die Feuerwehr und knipste ein blaues Auto nach dem anderen das künstliche Lebenslicht aus - nach zwei Minuten hatte er schon neun Minis zerlegt. Oli wurde es ganz blümerant. Nur Mario blieb cool: "Ich fahre die zehn. Die macht's. Ich fahre einfach hinter ihm her, alles easy."
Gott hin oder her: David besiegte Goliath einst wegen der besseren Taktik. Und so machte es auch "David" Mario: Er hielt sich mit seinem Wagen Nr. 10 immer hinter dem Goliath-Truck. Und als es eng würde, half die göttliche Fügung: Die monströsen Räder des Trucks verfehlten den Winzling um Haaresbreite! Das war der Sieg für Blau, Endstand 5:1. Wieder musste ein Roter die Show verlassen ...
Letzte Woche "verhalf" unter anderem eine Stimme von "Freundin" Lilly der armen Larissa zur Heimfahrt. Diesmal war der Auftrag an "Killer-Lilly" noch eindeutiger: Bevor sie ihre Stimme abgeben musste, stand es 3:3 zwischen Ulf und Raúl. Also spielte Lilly Schicksal und eliminierte: Ulf. Offiziell: "Ich glaube, du vermisst deine Familie." Ehrlich: "Ich glaube, Raúl ist ehrgeiziger." Alte Taktik-Füchsin! Bobbele wäre stolz wie Oskar.
Von einer Frau, auch noch von der eigenen Teamkameradin, in die Wüste geschickt zu werden - es dürfte Schöneres im Leben eines Mannes geben. Zumal es nicht nur beim finalen Votum, sondern auch in den Spielen immer "so scheiße knapp" (Ulf) war. Aber Ulf nahm's sportlich: "Geiles Event. Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht!" Sprach's und schritt forsch hinaus in die Wüste.
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