Stefanie Seitz ist Model, Miss und Medizinerin. Sie schaut für uns "Germany's next Topmodel" - und das nicht nur, weil sie selbst Kandidatin war. Sie wurde zum Live-Casting eingeladen, dort war dann Schluss. Hier blickt sie durch die Modelbrille und sagt ihre Meinung zu den Geschehnissen bei Heidi Klum.

Gastkommentar
von Stefanie Seitz

Besuchstag bei "Germany's next Topmodel"! Die Familien schauen bei den Kandidatinnen vorbei, doch kaum eine weist Hausfrauen-Qualitäten auf. Warum sollte man denn gut kochen können, wenn man ohnehin kaum was essen darf? Richtig, das ergibt keinen Sinn. Aber ganz ehrlich, liebe Lynn, Knoblauch und Zwiebeln sollte man durchaus voneinander unterscheiden können!

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Wenn dein Freund als zugehöriger Teampartner dann noch auf die Idee kommt, die Muscheln zum Essen mit einem Topf kaputt zu schlagen, anstatt sie darin zu kochen, ist für mich Schluss. Doch wer weiß, ich traue der GNTM-Redaktion ja tatsächlich zu, dass sie den Vorgang genau so ins beigelegte Rezept geschrieben hat. Einfach mal austesten, wie weit man beim Blamieren gehen kann.

Der Star und das undankbare Model

Leticia, die mittlerweile schon sehr heraussticht mit ihrer arg provozierenden Art, war die Einzige, die ohne Besuch auskommen musste. Dafür hatte man sich für sie etwas Besonderes überlegt: Ein Promi-Date mit Michael Michalsky. Gute Idee? Nein. Mit einem arroganten "Müssen wir da jetzt echt so eine Touri-Scheiße machen?" bedankt man sich wirklich nicht für ein privates Treffen mit dem Star-Designer. Leticia hat zwar bestimmt damit zu kämpfen gehabt, dass von ihr kein Familienmitglied zum großen Besuchstag gekommen ist. Doch für den Zuschauer nimmt die Kandidatin ab sofort definitiv die Rolle der Assi-Tussi ein.

Es kann nur eine Venus geben

Herr Michalsky kommt auch später noch mal zum Zug - beim großen Werbedreh. Der Venus-Dreh von Sabine sah eher aus wie Wäschewaschen am Ganges – danke, Michael, für diese Aussage. Ich musste echt lachen, das war ein geübter Spruch, um die allzeit kichernde Sabine endlich mal kurz ruhig zu stellen. Ganz anders bei Celiné: Sie war heute überraschenderweise mal nicht so langweilig wie sonst, sondern hat am Ende sogar den großen Venus-Job abgesahnt. Gut gemacht. Was man später beim Unterwassershooting leider nicht von ihr behaupten kann.

Nasses Drama und große Panik

Augen zu, Nase zu - ab ins Wasser. Doch nicht, um darin Spaß zu haben. Kaum im kühlen Nass angekommen heißt es: Augen auf und einen schönen Blick in die Kamera richten! Aber Moment mal, wo ist die Kamera denn überhaupt? Und ohnehin zieht der Auftrieb einen ja schon wieder hoch! Da verliert man durchaus mal die Orientierung und fängt wild an zu rudern. Sexy Bilder? Fehlanzeige. Das waren jedenfalls die Eindrücke meines eigenen Unterwassershootings. Daher kann ich diesmal wirklich mit den Mädels mitfühlen. Ist man erstmal unter Wasser, kann man sich gar nicht entscheiden, was mehr in den Augen brennt: die Wimperntusche oder das Chlorwasser.

Unterm Strich muss man sich tatsächlich erst kurz daran gewöhnen, dass man unter Wasser nur sehr verschwommen sieht und den Rest des Shooting einfach mit so viel Ruhe wie möglich geschehen lassen muss. Während GNTM-Céline sich allerdings schon ganz grundsätzlich vor dem Wasser fürchtet, hat Sabine sogar "Angst unterzugehen" – komisch ?! Soll sie das nicht sogar? Wie immer Hauptsache Drama machen!! Meint auch Heidi Klum.

Nur ist das dieses Mal nicht so einfach. Weinen unter Wasser ist schließlich recht ineffizient und jammern geht da unten auch nicht. Der mittlerweile wohlbekannte Spruch "Ich kann das nicht!" kommt diesmal erst, nachdem Sabine wieder auftaucht. Oh man. Und gleich hinterher: "Bevor ich ertrinke, gehe ich lieber ohne Bild nach Hause." Ja gut Sabine, dann ist es wohl wirklich langsam Zeit für dich, den wer unter die Top 10 kommt, sollte sich solch peinliche Auftritte echt sparen.

Haarige Entscheidung

Fehlt noch der Walk zum Schluss. Die Damen tragen große Pudel aus Schamhaaren auf dem Kopf - so sieht es zumindest aus. Für dieses Highlight hat ProSieben einfach mal Haare im Wert von 30.000 Euro einfliegen lassen! Sauber. Interessant, dass der völlig übertriebene Betrag auch noch so explizit erwähnt wird. Da fragt man lieber nicht, woher diese Haare ganz genau kommen. Sabine ist übrigens tatsächlich raus – definitiv verdient. Und jetzt, da sie weg ist, fehlt sie mir doch. Es ist fast schon etwas schade, denn mit ihr hatte man schließlich immer was zu lachen.