Krallen ausfahren, Hacken hoch und immer ein kesses Lächeln auf den Lippen: Der Wettkampf um den Titel "Germany's Next Topmodel 2018" hat begonnen. Zum Auftakt der 13. Staffel veranstaltete Heidi Klum eine Art Beauty-Massaker mit Speed-Shooting unter Palmen.

Alle Infos zu "Germany's Next Topmodel"

Mit Creative Director Thomas Hayo, Modedesigner Michael Michalsky und selbstverständlich Heidi Klum waren zum Auftakt der neuen ProSieben-Staffel wieder vertraute Gesichter am Start. Und doch ging's diesmal weitaus zackiger zu.

Das in der Vergangenheit oft zeitraubende Massen-Casting auf endlosen Laufstegen straffte der Sender stark zusammen. Schon nach der Hälfte der Sendung in Überlänge hob der Meedchen-Flieger mit 50 Beautys ab - ab zum ersten Schau-Stöckeln und Highspeed-Posieren vor karibischer Kulisse. Und natürlich kullerten die ersten Tränen der Wut, Zweifel und Freude.

Sie haben die Sendung verpasst? Kein Problem: Das ganze Drama-Drama-Szenario gibt´s hier bei uns kompakt im Überblick!

Schleimerei des Tages: Heidi Klum

"Ich habe so sehnsüchtig auf Euch gewartet", begrüßte Modelmama Heidi, fast ungeschminkt und um Lockerheit bemüht, ihre neuen "Mädels" am Strand - wohlgemerkt mit gefühlt 150 Meter Abstand.


Nach den Strapazen der Reise und in der Hitze vor Ort musste das für viele wie Hohn klingen. Schließlich tauchte die Chefin erst dann auf, als schon die gröbste Auslese-Arbeit von ihren Co-Juroren erledigt war.

Selbstlob des Tages: Heidi Klum

Natürlich mussten auch gleich wieder die Rollen zwischen Normal-Prinzessinnen und mehr oder weniger auffälligen Freak-Teilnehmerinnen mit etwas buschigeren Augenbrauen sowie für strenge Modelmaße ungewöhnlich fülligen Oberschenkeln und -weiten verteilt werden.

The gang .... 💚@michael.michalsky @thomashayo #gntm2018

A post shared by Heidi Klum (@heidiklum) on


Immerhin gibt's ja bei Michael Michalsky das "Team Diversity"-Sammelbecken. "Die Modebranche ist so bunt und aufgeschlossen", säuselte Heidi Klum - und klopfte sich damit selbst verbal auf die Schulter.

Fake-Aschenputtel des Tages: Heidi Klum

Ganz wichtig für den "Traum" ist natürlich auch die Mär, dass man einfach so entdeckt werden kann.

Und die befeuerte Heidi Klum mit einer mehr oder weniger glaubwürdigen Erinnerung an die eigene Vergangenheit. "Ich bin selber mal eins von so vielen Mädels gewesen."

Schräges Vögelchen der Show: Klaudia

Klar, die typischen Rollen mussten zugewiesen werden: Als Clown erweist sich die hyperaktive Klaudia, die auf dem Kopf und über den Augen fast nur aus Haarwuchs zu bestehen scheint, vermutlich nur bis zum krassen "Umstyling" in einer der kommenden Folgen. "Ich bin schon ein bisschen anders als die anderen", sagt sie. So kann man's auch sehen.

Glaubt man jedoch den Gerüchten und Spoiler-Fotos, werden wir uns an Klaudia noch einige Zeit erfreuen können.

Rotzigkeit des Tages: Gerda

Für die Rüpelrolle ist offenbar bis auf Weiteres die blonde Gerda vorgesehen. Sie schmetterte Michael Michalsky, der ihren Übungswalk frech als "Kaufhausmodenschau" belächelte, ein zorniges "Ich kann mit Kritik umgehen" an den Kopf.


Dabei sah sie so aus, als ob sie lieber gleich zuhauen wollte. Vorsicht, Ohrfeigen vor laufenden Kameras sind gerade en vogue - siehe Bachelor!

Kurz erwähnt sei auch noch Gerdas "Instagram Husband" Tobias, der im Bewerbungsvideo vorerst nur eine kleine Rolle hatte. Mal sehen ob er à la Honey in Zukunft auch noch eine tragendere erhält?

Zicke des Tages: Zoe

Die Zickenrolle besetzen die Show-Produzenten vorsichtshalber gleich doppelt - mit zwei Österreicherinnen, die zu allem Unheil auch noch beste Freundinnen sind und sich dadurch kennengelernt haben, weil die eine Sex mit dem Freund der anderen hatte. Aha!

Beim Nervfaktor hatte vorerst die blonde Zoe die Stupsnase vorn. "Ich kann das nicht, bitte, ich will keine Fotos machen", quengelte die 18-Jährige. Hallo, Berufswunsch verfehlt?

Ihrer BFF Victoria, dem "Rich-Girl" aus der Wiener Vorstadt, blieb sie jedenfalls nach der Wackel-Tortur auf dem Catwalk und vor der Kamera vorerst noch erhalten.

Giftigster Spruch: Soraya

Was die Nöligkeit angeht, hätte allerdings Soraya, die als Junge geboren wurde und als Paradiesvogel mitfliegen durfte, fast die Oberhand gewonnen.


"Man kann nicht streiten, wenn man nicht auf demselben Niveau ist", keifte sie Zoe wild fächernd an. Das ästhetische Niveau erreichte Soraya dann allerdings selbst nicht: Die Stuttgarterin musste bereits heimfliegen und so bleiben uns weitere Giftigkeiten erspart.

Der Bitch-Fight der Juroren

Ja, auch das gehört mittlerweile zu "GNTM" wie der Plusquamperfekt zu Heidi Klum: das Gezanke zwischen den Juroren Thomas Hayo und Michael Michalsky.

Als Abigail aus Köln sich für Team Schwarz entscheidet, ätzte Modedesigner Michalsky: "Ich finde dich ja toll, aber du wolltest ja zu dem alten Mann da mit Cowboyhut!"

Gefährlichster Spruch des Tages: Thomas Hayo

Eigentlich herrschen ja hochnervöse "#MeToo"-Zeiten, in der jede Schlüpfrigkeit auf die Goldwaage gelegt werden sollte. Bis zu Thomas Hayo hat sich das nicht rumgesprochen.


"Wenn du heute nichts vorhast, würde ich dich gerne später noch mal sehen", raunte er zweideutig zu der vollbusigen Schönheit Lania, die aus dem Irak stammt. Eigentlich meinte er damit, dass die Gute erst einmal "wackelte" und später noch mal vorturnen durfte (und das auch glänzend schaffte). Trotzdem: Anmachspruch. Pfui!

Fazit des Tages

Die Spiele können beginnen. Zicken, fahrt die Krallen aus! Thomas Hayo zieht mit 15 Mädchen weiter, Kollege Michalsky mit nur 14 und einem alt-bekannten Shoot-Out zweier noch wackelnder Kandidatinnen.


Überraschend früh steht in der nächsten Folge schon das gefürchtete "Nackt"-Shooting an ... Mit Gekreische, Gezicke und Tränen ist dann erneut zu rechnen.


Eine ausführliche Kritik zur ersten Folge finden Sie hier.


Bildergalerie starten

GNTM: Heidi Klum, Thomas Hayo und Michael Michalsky sind wieder im Einsatz

GNTM: Schon zum Staffel-Start kullern Tränen. Sie haben die Sendung verpasst? Kein Problem: Das ganze Drama kompakt im Überblick!

© teleschau - der mediendienst GmbH