Der neue Superman-Streifen "Man of Steel" dürfte der Sommerblockbuster schlechthin werden. Fast jeder kennt die Geschichte vom ehrenhaften Recken vom Planeten Krypton, der in unzähligen Comics und auch im aktuellen Film von Produzent Christopher Nolan und Regisseur Zak Snyder die Welt vor dem Bösen rettet. Was in der Fiktion funktioniert, würde in der Realität allerdings einem Desaster gleichkommen - zu diesem Ergebnis gelangte jetzt ein Statistiker.

Die Highlights der Kinowoche

Diese Woche gibt es wieder einmal die ganze Bandbreite an Filmen aus Hollywood. Vom Superman-Prequel "Man of Steel" über das Umwelt-Drama "Promised Land" bis hin zum neuesten Animationsabenteuer der Monster AG. Außerdem mit "Gambit-Der Masterplan" noch eine Kunstfälscher-Story mit Colin Firth und Cameron Diaz.

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Nein! Es ist die pure Zerstörung: Müsste Superman die Erde in Wirklichkeit genauso retten, wie er es im neuen Blockbuster "Man of Steel" tut, ginge das Ganze mit einem gigantischen Kollateralschaden einher: Insgesamt 129.000 Todesopfer würde das rücksichtslose Einschreiten Supermans fordern, hinzu käme insgesamt ein finanzieller Schaden von zwei Billionen US-Dollar. Das errechnete Krisenexperte Carles Watson für den US-Blog "Buzzfeed.com".

Folgekosten von zwei Billionen Dollar

Doch damit nicht genug: Die statistische Hochrechnung ergibt, dass mit zusätzlich noch etwa einer Million Verletzten sowie 250.000 Vermissten zu rechnen sei, wobei von Letzteren ein Großteil wiederum nur tot geborgen werden könnte. Neben dem direkten finanziellen Schaden von rund 700 Milliarden Dollar würde sich durch Folgekosten letztlich der astronomische Endbetrag von zwei Billionen Dollar summieren.

Zum Vergleich: Der durch die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York unmittelbar verursachte finanzielle Schaden wird auf 55 Milliarden Dollar beziffert. Hinzu kommen die langfristigen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft in Höhe von etwa 123 Milliarden Dollar.

Superman ist im Kino gut aufgehoben

Zum Glück bleibt "Man of Steel" aber Fiktion. Die Zahlen der Hollywood-Produktion sind allerdings beeindruckend. Satte 225 Millionen Dollar verschlang die Herstellung des Mammut-Werks. Nachdem "Man of Steel" in den Vereinigten Staaten am Startwochenende bereits 125,1 Millionen Dollar eingespielt hat, werden sich die Ausgaben am Ende aber wohl rechnen.

Nach "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2" und "The Dark Knight Rises", bei welchem Christopher Nolan Regie geführt hatte, verzeichnete der neue Superman-Streifen die drittstärkste Eröffnung aller Zeiten.

Hätte sich allerdings alles wirklich so zugetragen wie im Film, könnten die Einspielergebnisse den entstandenen Schaden nicht einmal ansatzweise kompensieren. Superman ist auf der Leinwand also bestens aufgehoben. (lug)