Die neunte Folge der sechsten Staffel von "Game of Thrones" hat wirklich alles gehalten, was sie versprochen hat. "Die Schlacht der Bastarde" bot episches Kino, wie es im TV seines gleichen sucht. Ein bisschen meckern müssen wir aber trotzdem.

Achtung, Spoiler! Wie immer gilt: Lesen Sie diesen Artikel nur, wenn Sie wirklich wissen wollen, wie es bei "Game of Thrones" weitergeht.

Die gute Nachricht zuerst: Am Ende der Folge weht über Winterfell wieder das Wolfsbanner. Außerdem haben Jon und Sansa sichergestellt, dass Ramsay Bolton seinen Hunden nie wieder Säuglinge zum Fraß vorwerfen wird - und Daenerys hat die Sklavenhändler rund um Meereen endgültig besiegt.

Letzte Folge dauert zum Staffelfinale über eine Stunde. Doch was passiert?

Bis diese beiden so bedeutenden Erzählstränge ihr - vorläufiges - Ende finden, wird der Zuschauer mit auf eine atemberaubende visuelle Reise genommen. Wir sehen nichts weniger als eine der gewaltigsten Schlachten der TV-Geschichte.

TV-Bilder auf Kinoniveau

"Die Schlacht der Bastarde" beweist einmal mehr, dass GoT wirklich mit keiner anderen TV-Serie zu vergleichen ist und sich nur an sich selbst und den bisherigen Highlights, wie zum Beispiel der Folge "Hartheim", messen lassen muss.

Regie führte beide Male Miguel Sapochnik, und auch diesmal zeigt er sein ganzes Können. Das Gemetzel vor den Toren von Winterfell ist unglaublich, die Kamera spart keine grausamen Details aus. Es wird geköpft, gebissen, gepfählt - als Zuschauer kann man sich den Bildern kaum entziehen.

Ein Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten können Sie hier werfen:

Die Szene mit der roten Priesterin Melisandre am Ende der ersten Folge der neuen Staffel von "Game of Thrones" war der absolute Knaller - doch ein kleines Detail macht alle Fans verrückt. Steckt dahinter ein großes Geheimnis oder war es einfach nur ein krasser Fehler der GoT-Macher?

Doch warum in aller Welt muss sich diese großartige Stück TV-Erzählung die Sendezeit mit einer anderen, nicht minder unter die Haut gehenden Szene teilen?

Bitte nicht so hetzen

Dany auf dem Rücken eines Drachen, mit ihren drei Feuer speienden "Kindern" in der Schlacht – darauf haben die Zuschauer seit der ersten Staffel gewartet; dieses Bild hatten auch die Leser stets vor Augen, wenn in den Büchern George R.R. Martin von den glorreichen Tagen der alten Targaryen-Dynastie die Rede war.

Beide Storys hätten eine Episode für sich allein verdient gehabt. Doch auch hier gilt, was schon die ganze Staffel über etwas nervt: Alles wirkt irgendwie gehetzt. Statt langer Dialoge nur flotte Sprüche, gigantische Wegstrecken werden gefühlt in Stunden zurückgelegt, Charaktere mit viel Tamtam eingeführt - und dann gefühlt vergessen.

Auch jetzt sterben noch Fan-Favoriten

Und auch für den wohligen Schock darüber, dass der grausame George R.R. Martin kurz vor dem Ziel noch einen Stark über die Klinge springen lässt, bleibt kaum Zeit. Kaum ist Rickon da, ist er auch schon wieder tot.

Nur Cerseis Haare - die wachsen einfach nicht mehr. Seit ihrem "Walk of Shame" und damit seit dem Finale der fünften Staffel trägt sie ihren struppigen Pixie.

Das wird sich auch in der finalen Folge dieser Staffel, "Die Winde des Winters", nicht ändern. Dann "erwartet sie ihr Urteil" - laut Kurzzusammenfassung des Senders HBO. Was uns erwartet, sehen Sie hier in der Vorschau auf Episode zehn:

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