Nach dem Knaller in der letzten Episode "Zuhause" kommt Folge drei der sechsten Staffel von "Game of Thrones" wieder eher ruhig daher. Zumindest fast - denn auf unseren Lieblingsfiesling Ramsay Bolton ist auch diesmal Verlass.

Achtung, Spoiler! Wie immer gilt: Lesen Sie diesen Artikel nur, wenn Sie wirklich wissen wollen, wie es bei "Game of Thrones" weitergeht.

Fans von "Game of Thrones" haben ganz neue Theorie zur Figur.

Wer ist denn nun eigentlich die Mutter von Jon Snow? Die Antwort auf diese Frage hatten sich wohl alle Fans von "Eidbrecher", der dritten Folge der sechsten GoT-Staffel, erhofft. Doch auch die hartgesottensten "Game of Thrones"-Frühaufsteher werden noch warten müssen - die Macher der Serie enthalten uns die Aufklärung vor und widmen sich erst mal anderen Angelegenheiten.

Jon Snow ist nicht der Alte

So zum Beispiel der Frage, wie es sich denn so als (ehemaliger) Toter lebt. Hat Jon Snow die Wiederauferstehung gut weggesteckt, oder ist er nun ein gefühlloser Zombie? Zumindest körperlich hat der kleine Ausflug auf die andere Seite Jon Snow nicht geschadet.

Als er sich von der Bahre erhebt, beeindruckt er mit seinem durchtrainierten Rücken. Und auch seinen Humor hat er behalten und scherzt mit Tormund Riesentod und dem schwermütigen Ed - dem er letztendlich seine Nachfolge anträgt.

GoT: Die Frage aller Fragen ist geklärt. Spannend bleibt es trotzdem.

Am Ende der Folge übt Jon grausame Rache an Allisar Thorn und dessen Mitverschwörern. Die Tatsache, dass auch Olly nicht ausgespart wird - der seinem Lord Kommandanten zwar den Todesstoß versetzte, aber doch noch ein Kind ist - zeigt jedoch, dass vom netten Jon wohl nicht viel übrig ist.

Sehnlichst erwartet wurde von den Fans auch ein neuerlicher Rückblick auf die Geschehnisse am Turm der Freude. Die erhoffte Klärung der oben erwähnten Mutter-Frage gab es nicht, doch die Szene hatte es trotzdem in sich.

Bemerkenswert sind wohl vor allem zwei Dinge: Einerseits beginnt die Fassade des überkorrekten und moralisch über alle Zweifel erhabenen Ned Stark zu bröckeln. Über die Jahre wurde sein Sieg über den überlegenen Arthur Dayn als großer Triumph gefeiert, doch in Wahrheit wird das "Schwert des Morgens" ziemlich unfein von Howland Reed umgebracht.

Und: Als Bran der jugendlichen Version seines Vaters hinterherruft, zögert dieser kurz und dreht sich um, als hätte er es tatsächlich gehört. Könnte dies darauf hindeuten, dass Bran tatsächlich so mächtig ist, dass er nicht nur in die Vergangenheit blicken, sondern tatsächlich in die Handlung eingreifen kann? Dies wäre in der Tat ein Fantasy-Element, das wir in dieser Serie, die so munter Genres und ihre Stilelemente vermischt, noch nicht hatten.

Kehrt der Bluthund zurück?

Zeitreisen, die die Gegenwart verändern - sollten sich tatsächlich neue Möglichkeiten in dieser Richtung auftun und nicht mehr nur gefühlte 15 Handlungsstränge parallel laufen, wird ein Notizblock wohl das wichtigste Accessoire der GoT-Fans werden.

Ein kleines Detail an Melisandres Hals lässt die Fangemeinde ausflippen.

Und die anderen Charaktere so? Daenerys schwingt Reden vor den Dosh Khaleen in Vaes Dothrak und wird nach wie vor nicht ernst genommen, Cersei schmiedet Rachepläne, Varys akquiriert Prostituierte - und Arya nährt die Hoffnung darauf, dass der Bluthund tatsächlich bald zurückkehrt.

Der größte Schockmoment dann wieder kurz vor Schluss: Der nächste Schattenwolf ist tot - und Ramsay Bolton hat nun einen der Stark-Jungen in seiner Gewalt! Rickon, der sich mit Osha und Strubbel bei den Stark-Vasallen Umber versteckt gehalten hatte, wird von diesen an den sadistischen Herren von Winterfell ausgeliefert. Als Beweis, dass es sich auch wirklich um einen Stark handelt, bekommt Ramsay Strubbels Kopf serviert.

Ob nun Rickon angsterstarrt einem grausamen Schicksal ins Auge blickt oder über sich hinauswächst - das erfahren wir wie immer erst in der nächsten Woche. Die 6. Staffel "Game of Thrones" läuft ab Herbst auf TNT Serie.

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