Vodoo, Koller und Kollaps bei "Deutschland sucht den Superstar": Für wen das Abenteuer schon vorbei ist

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"Ihr müsst Gas geben und auf den Punkt da sein!" Die Vorgabe der DSDS-Jury nahm sich ein Kandidat beim Südafrika-Recall zu Herzen: Er gab alles und kam absolut pünktlich zum Auftritt - in einem ungewöhnlichen Fortbewegungsmittel.

Was kann schon schief gehen, wenn die Jury swingt und groovt? Eine ganze Menge! Das mussten die noch 23 verbleibenden Kandidaten des DSDS-Recalls in Südafrika feststellen. Einem drehte sich der Magen um, andere haderten mit Songs und Gruppenbesetzung. Ob das Basteln einer Voodoo-Puppe half? Und wer musste die RTL-Castingshow schon wieder verlassen?
"Lasst uns Schiffe versenken spielen!", feixte Dieter Bohlen. Der DSDS-Ober-Juror fuhr standesgemäß im Motorboot, während die Kandidaten eigenhändig zur Bühne in der Bucht um Storms River paddeln mussten. "Ach, Paddeln könnt ihr also auch nicht", sah der Pop-Titan einige Ruderversuche äußerst skeptisch.
Eigentlich sollten die Kandidaten ihre Gruppen und die Songs selbst wählen. Aber erstens kommt es anders und zweitens so, wie Dieter denkt! Der löste die meisten Gruppen auf, verteilte neu. Auch die Songs. Nicole, Isabell, Katja und Tamara (von links) wollten eigentlich mit anderen und was anderes singen. Kamen sie trotzdem klar?
Die "Zwangszuweisung" durch Dieter hatte Erfolg. "Ihr wart mit Abstand die beste Gruppe", lobte er nach dem Stück "110" (Lea). "Ihr habt uns mutig eure Seele gezeigt!" und "Ihr habt uns in euren Bann gezogen!" waren auch die Juroren Oana Nechiti und Xavier Naidoo angetan. Die Mädels bedankten sich bei Dieter für seine Entscheidung - und der revanchierte sich mit einer Runde "Gruppenkuscheln"!
Kevo (rechts) haderte am meisten mit Bohlens Umgruppierungen. "Ich will endlich was singen, das ich fühle", maulte er den selbsternannten Pop-Titanen an. Der fand das Verhalten "ganz schön aggro!". Auch seine Partner Liron (links) und Joshua konnten den Erbosten nicht stoppen. Kevo: "Ich mach hier keine Fake-Show, Leute. Ich kann das nicht so verkaufen. Dann muss ich aussteigen!"
Kevo steigerte sich total in seine Anti-Haltung rein, da konnten Vocal-Coaches und Kumpels noch so auf ihn einreden. Joshua versuchte es mit einer Drohung: "Ich würde ihm gern den Arsch aufreißen!" Und auch Tamara war nicht gerade zimperlich: "Der steigt nicht aus, sonst kriegt er von mir eine Schelle!" Also ließ sich der Eingeschnappte noch mal alles durch den Kopf gehen. Buchstäblich.
Zwischen Marcia (links) und Kosta (Mitte) hatte es romantisch geknistert. Jetzt knirschte es nur noch. Kosta: "Ich bin aus beruflichen Gründen hier und will keine Gefühle investieren!" Marcio war bedient, Ricardo (rechts) saß zwischen den Stühlen. Würde er über die Disharmonie der einstigen Turteltäubchen stolpern?
"Ich dachte, das wird Scheiße", war Dieter ehrlich. Aber Ricardo, Marcio und Kosta boten mit "Sugar" (Robin Schulz) "Lebensfreude pur". Nur Kosta fiel etwas ab. Seine erhellende Begründung: "Ich hatte Matschepampe im Kopf!" Pietros Urteil war indes klar: "Ricardo war der Beste, Marcio toll. Kosta in Topform, das wäre die Kirsche auf der Torte gewesen." Alle kamen weiter.
Zwei Probleme für Ramon (links) und Francesco: Für Schlager-Experte Ramon sind Pop-Perlen wie Michael Jacksons "We are the World" Neuland. Das Problem für Francesco: Er als "Jacko-Fanclubleiter Europa" (Dieter) hatte ein "Heimspiel", drohte aber, unter dem Druck der Gold-CD von Xavier Naidoo zu zerbrechen.
Am Set war Raphael (rechts) der Souverän. Pietro: "Deine rauchige Stimme, deine Power - Wahnsinn!" Auch Ramon wurde von Bohlen gelobt: "Das ist nicht deine Musik. Dafür war das richtig, richtig toll!" Francesco fiel tatsächlich ab, überraschte aber "positiv", wie sein Mentor Xavier meinte. Trotzdem: Würde er derjenige sein, der gehen musste?
Manolito, Kevin und Elvin (von links) überredeten Dieter regelrecht, "Uptown Funk" (Bruno Mars) singen zu dürfen. "Okay, wenn ihr für die Nummer so sterbt, dann macht mal", ließ sich der Juror erweichen, setzte sie damit aber auch gleich unter Druck. Manolito ließ sich zur Beruhigung von Oana Tipps fürs Stage-Outfit geben. Ob das reichte?
Ja, es reichte! "Ihr habt als Gruppe eine klasse Leistung geboten", lobte Dieter. "Das waren fette Gefühle." Kevin (Mitte) wurde als Gruppen-Primus ausgemacht, Manolito für Outfit und Gesang gelobt. Küken Elvin (17) hatte es "gut gemacht", so Dieter. "Dich haben die beiden anderen mitgerissen", meinte Xavier. Und zwar in die nächste Runde!
Nataly, Paulina, Chiara und Kristina (von links) gingen die Schicksale ihrer Kumpels Joshua, Kevin und Liron mehr an die Nieren als ihre Proben zu "Wie schön du bist" (Sarah Connor). Nach einem sehr emotionalen Abend mit etlichen Tränen beschlossen die Frauen: "Wir widmen unseren Auftritt den drei Jungs!"
Für Dieter war klar: "Paulina hat das Ding genagelt!" Auch für Chiara war Bohlen voll des Lobes: "Du überraschst mich. Du zeigst, dass du es wirklich willst." Bei Kristina dagegen gingen die Alarmglocken an: "Du hast mich enttäuscht!", urteilte der Chef-Juror. Aus in Recall-Runde zwei?
Zwei Alphaweibchen in einem Boot - und in einer Gruppe! Lorna (links) und Lydia prallten wie Urgewalten aufeinander. Lorna: "Lydia ist verrückt, das weiß jeder. Was soll das Diva-Ding? Ich bin selbst eine Diva!" Lydia: "Diva? Ich bin Wrestlerin! Wenn's darauf ankommt, breche ich aus wie ein Vulkan und zerstöre alles!"
Vanissa (rechts) schlichtete. Ausgerechnet sie, die schon mit Chiara leidenschaftlich aneinander geraten war. Aber es funktionierte. Außerdem hatte Lydia noch eine Idee: Sie rief in einem Ritual die "Kräfte der Natur und des Universums" um Beistand an. Und bastelte, man weiß ja nie, eine Voodoo-Puppe - von Pietro! Als Druckmittel für alle Fälle.
"Überzeugt hat heute keine!", meinte Dieter nach "Sweet but Psycho" (Awa Max). Für Lydia aber hat sich das Ritual gelohnt: "Du bist meine Lady Gaga von DSDS", urteilte Bohlen weiter, "nicht die größte Sängerin, aber auffällig." Auch für Lorna reichte es. Aber ausgerechnet Vanissa (links), die Beinahe-Normale zwischen den Diven, musste gehen!