(mcb/sist) - Die Zuschauer haben gestern Abend abgestimmt und zehn Kandidaten der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" in die Motto-Show-Phase katapultiert.

Nach dem nervenaufreibenden Warten auf die Verkündung der Voting-Ergebnisse, schafften es sieben Sänger auf direktem Weg in die Finalshows: Schlagerkönig Norman Langen, Familienvater Marvin Cybulski, der "Ösi simpathicus" - wie Bohlen ihn liebevoll nennt - Marco Angelini, DSDS-Knirps und Mädchenschwarm Sebastian Wurth, Schmunzel-Garant Pietro Lombardi, Womanizer Ardian Bujupi und Marionettenspielerin Anna-Carina Woitschack. Für den Rest hieß es, auf die Gnade der Juroren zu hoffen - und weiter zu warten.

Damit Anna-Carina nicht als einziges Mädchen gegen die dieses Jahr scheinbar übermächtigen Jungs antreten muss, half die Jury alias Dieter Bohlen, Patrick Nuo und Fernanda Brandao nach. Drei Sängerinnen hatten das Juroren-Trio entgegen der Meinung der TV-Zuschauer überzeugt, und wurden ebenso in die Top 10 eingeladen. Auch "Miss Ehrgeiz" Sarah Engels wurde trotz Anrufermangel eine zweite Chance gegeben: Die Kandidatin, die sich "gerne zuhört", überzeugte die Jury mit einer Nummer von Whitney Houston. Um auch in Zukunft zu punkten, sollte sie sich Fernandas Rat zu Herzen nehmen: Die erkannte gleich, dass Sarah zu viel Verbissenheit ausstrahlt. Ebenso nachträglich mitgenommen: Dieters "süße Tanzmaus" Zazou Mall und die selbstbewusste Nina Richel.

Die Show glänzte mit starken Auftritten: Zazou eröffnete die Show mit einer sexy Tanznummer, später brachte Norman Langen als einziger Schlager-Vertreter mit "Ich bau dir ein Schloss" den Saal zum Beben. "Das hast du megageil gemacht" wurde er prompt von Dieter Bohlen gelobt. Der "verlässliche" Medizinstudent Marco Angelini überzeugte dagegen mit viel Gefühl und der Nummer "Stark" von Ich & Ich.

Der quirlige und authentische Petro Lombardi gewann an diesem Abend nicht nur viele Herzen und viele Stimmen: Er bekam für seinen Auftritt auch 50 Euro von Pop-Titan Bohlen überreicht. Davor hatte er aber mit dem Lied "Billionaire" (zu deutsch: "Milliardär") genügend Anspielungen gemacht.

Es war ein spannungsgeladener Abend im RTL, nicht nur weil 15 Superstar-Anwärter radikal auf zehn dezimiert wurden, sondern auch, weil der Sender einige kleine Episoden inszenierte: Nach dem Auftritt des frühen Favoriten Ardian Bujupi wurde eine Sequenz eingespielt, in der der "Macho" Ardian von zwei Kandidatinnen für sein frauenfeindliches Verhalten gerügt wurde. Böse Worte seien gefallen und niemand kenne das wahre Gesicht des Schönlings, so die gekränkten Mädchen. Es gab Buh-Rufe im Studio.

Natürlich folgten eine Entschuldigung und Reue, doch der bittere Beigeschack blieb und der Top-Favorit musste von seinem hohen Ross erst einmal absteigen. Seine gefühlvolle Interpretation des Titels "Sway" von Michael Bublé konnte die Jury aber dennoch überzeugen.

So geht es nun mit einer farbenfrohen Mischung in die Motto-Shows. Die gewaltigen Frauenstimmen der Kandidatinnen Anna-Carina und Sarah Engels, sowie die souligen und rauchigen Gesangseinlagen von Ardian Bujupi und Sebastian Wurth lassen eine spannende Show erwarten.