Runde zwei um den Wiedereinzug ins Dschungelcamp: Diesmal treten Carsten Spengemann, Willi Herren und Nadja abd el Farrag gegeneinander an. In dieser Kombination ist der Gewinner natürlich vorhersehbar. Doch dann kommt es ganz anders.

Carsten Spengemann ist so ein Typ wie Der Wendler. Ein einsamer Wolf. Ein verkanntes Genie. Ein Titan! Vom Zuschauer verschmäht, von den Moderatoren verachtet. Kein Wunder, dass RTL ihn wieder in den Dschungel schicken will. Die Show dazu, in der er gegen Willi Herren und Naddel antritt, sie ist natürlich nur ein Possenspiel. Wie sollten ihm auch diese beiden Flitzpiepen das Wasser reichen können. Ein kölscher Stimmungskiller und Dieter Bohlens Schnittchenschmierin. Ha!

Wer sind die Favoriten im Sommer-Dschungelcamp?

"Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein!": 27 Kandidaten wollen's noch mal wissen und kämpfen im Sommer-Dschungelcamp um ein Flugticket in den australischen Busch. Aber wer hat die besten Chancen?

Aber man muss zugeben: Sie geben sich alle Mühe. "Einen unehrlichen Lappen", eine "Spengememme" nennt Herren ihn bereits in den ersten Minuten der Sendung. Vor der Videowand, dort wo nur die Feigen hässliche Worte wählen. Bei einer Autofahrt legt er nach: Spengemanns heroischer Kampf in der zweiten Staffel gegen die Sträuße, das wäre doch "nichts" gewesen. Das aus dem gleichen Mund, der sonst vor grenzdebilen komatösen Exildeutschen auf Mallorca Laute hervorpresst, die er selbst als Gesang, alle anderen aber als unhörbares Geseier bezeichnen? Ich bitte Sie! Und der will nun über einen Carsten Spengemann richten? Ich sage Ihnen mal was: Jedes Jahr sterben in Australien 42 bis 98 Millionen Menschen an den fiesen Attacken unbarmherziger Killer-Sträuße. Carsten Spengemann ist ein Held! Er hat sein Leben riskiert, damit einer Willi Herren sich den Bauch vollschlagen konnte! Jawoll, so ist das nämlich!

Trotzdem, sie können es nicht lassen. Naddel redet von Anfang an ohne Unterbrechung, jedes Wort eine Beleidigung. Sofern man das zwischen dem wirren Gebrabbel ausmachen kann. Selbst Moderatorin Sonja Zietlow fällt in den Chor der Ächtenden ein: "Ich finde den Carsten ganz okay. Ich kenne ihn aber auch nicht." Sie werden es alle bereuen!

Naddel gibt Anweisungen

Sommer-Dschungelcamp so lustig wie Besuch beim Zahnarzt.

Das erste Spiel beginnt: Durch ein Maisfeld rennen und Schlüssel suchen. Okay, das klingt jetzt nicht so spektakulär. Eher wie Topfschlagen auf einem Kindergeburtstag. Doch da gibt Naddel auch nicht die Anweisungen, auf einer Plattform stehend. "Ich seh' gar nix", sagt sie. Wahrscheinlich ihr intelligentester Satz in der kompletten Sendung.

So wird aus einem banalen Partyspiel eine kaum zu lösende Aufgabe, die nur einer wie Carsten Spengemann bewältigen kann. Er rennt, er hechtet, er dirigiert – da ist die deutsche Fußballnationalmannschaft nichts dagegen! In Rekordzeit ist das Spiel gelöst. Der Nachteil: Die Schlüssel lösen die Fußfesseln von Naddel.

Es wird niemand zurückgelassen!

Doch sonst wäre das Folgende schließlich zu einfach. Einer wie Carsten Spengemann würde sich nur langweilen. Glauben Sie nicht? Ein kleines Beispiel: Zur nächsten Aufgabe geht es im steckengebliebenen Trabbi. Nach gefühlten 247 Minuten schieben, in denen Carsten Spengemann kurz davor ist, mit seinem gewaltigen Bizeps den Wagen einfach aus dem Sand in die Luft zu stemmen, stellt Naddel fest, dass ihr Fuß die ganze Zeit auf der Bremse stand.

Nur ein Mann von solchem Format wie Carsten Spengemann verliert da nicht die Beherrschung. Und zurrt die abgelegte Bohlen-Gespielin mit ihren Extensions am Lenkrad fest. Alle anderen hätten sie an Ort und Stelle verbannt, damit sie den vorbeiziehenden Beduinen so lange in den Ohren liegt, bis sie sich mit ihren Turbanen erwürgen. Einer wie Carsten Spengemann schleppt das nutzlose Anhängsel weiter. Es wird niemand zurückgelassen!

Schiebung!

Sie wollen in den Urwald. Wen wollen Sie dort sehen? Stimmen Sie ab!

Bei der letzten Aufgabe ist sie natürlich trotzdem eine Last: Klettern in schwindelnder Höhe auf einer Bergwerk-Fördermaschine. Doch ein Carsten Spengemann kennt keine Angst. Er schwingt sich in die Streben, ergattert einen Schlafsack, nur damit Naddel selig schlummern kann. Natürlich, er simuliert ein wenig Angst, um nicht zu sagen Panik. Aber doch nur, damit die anderen sich nicht so schlecht fühlen! Wie sähe das denn sonst aus? In Deutschlands härtester Promi-Show? Der Kandidat hangelt sich ohne Sicherungsseil am kleinen Finger in Nullkommanichts durch den Parcours? Eben! Ein Carsten Spengemann will schließlich nicht arrogant wirken. Aber was soll man machen, wenn man wesentlich schöner und intelligenter als der Rest der Menschheit ist?

Also stellt sich auch ein Carsten Spengemann am Schluss unter die Schleimdusche, lässt das unsägliche Quiz über sich ergehen und wartet auf das Telefonvotum der Zuschauer. Das natürlich nur eine Ergebnis haben: Carsten Spengemann... Wie, Willi Herren ist weiter? Die singende Herrentorte? Die kölsche Klischeekamelle? Nazi-Olli aus der "Lindenstraße"??? Da läuft doch was vollkommen schief! Wo ist eigentlich der Notar? Schiebung, sage ich, Schiebung! Welchen Sinn soll denn da noch die zehnte Staffel von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" haben?

Aber es gibt noch Hoffnung. Am Montag kommt einer sie alle zu knechten. Gegen den selbst Carsten nur ein Spengemännchen ist: Bond, Peter Bond. Und wenn der nicht ins Finale kommt, dann weiß ich auch nicht. Oder um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: "Wenn ein Peter Bond das nicht schafft, dann schafft das niemand."

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