Prince Damien ist neuer "Dschungelkönig" und überrascht mit großer Geste

Tränen bei Sonja Zietlow: Womit der frisch gekrönte IBES-Held die sonst so taffe Moderatorin mitten ins Herz traf. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Nicht Danni Büchner! Wahrscheinlich haben sich noch nie so viele Menschen gefreut, dass jemand nicht "Dschungelkönig" geworden ist. Sonja Zietlow (rechts) zum Beispiel, die aus ihrer Abneigung keinen Hehl gemacht hat. Ganz anders bei "Easy Breezy" Strahlemann Prince Damien. Der brachte die Zietlow nach seiner Krönung tatsächlich zum Heulen ...
Zu viel für die harte Zietlow, die richtig feuchte Augen bekam. Apropos Spenden: Insgesamt 298.000 Euro kamen für das von Bränden und anderen Katastrophen gebeutelte Australien zusammen. Nach den ersten 100.000 in Folge eins legte RTL noch 63.000 Euro nach - für jeden in der 14. Staffel erspielten Stern.
Und das waren am Finaltag nicht gerade viele. Aber von vorn: Nach dem Rauswurf von Klavierspieler Raúl und Trödel-Chauvi Markus (Zweiter und Dritter von rechts) war die Freude bei den Finalisten übergroß. "Ich hab's geschafft, Schatz!", heulte die Büchnerin. "Danni Büchner im Finale - die eigentlich nur den 6. Platz belegen wollte wie ihr Mann."
Reinecke (Zweiter von links) nutze derweil den Auszug zum Nachtreten: "Danni im Finale? Keine Ahnung, was da los ist! Die Leute fallen auf sie herein!", urteilte der selbsternannte "König der Herzen" und erklärte seinem Kumpel draußen: "Menschen sind schlimmer als Dschungelprüfungen!" Schönes Fazit!
Ob Prince Damien (vorne), Sven Ottke und Danni Büchner das nach dem Finale auch so sahen? Bei ihnen währte die Freude über den Final-Einzug jedenfalls nicht lange. Schließlich musste jeder der drei Kontrahenten zu seiner persönlichen "Dschungelprüfung" antreten.
Danni versuchte es mit Stoßgebeten: "Hoffentlich etwas, das ich kann, bitte, bitte, bitte!" und entschied sich für die Prüfung mit dem Namen "Alles kann, nichts muss". - "Das klingt am einfachsten." War es aber leider nicht. "Das 'Worst of' der Dschungel-Tiere möchte sich noch von dir verabschieden", scherzte Daniel Hartwich.
Dazu musste die 41-Jährige ihren Kopf in einen Glashelm stecken und ihre Hände in eine Box. Darin sollte Danni pro Durchgang jeweils einen Stern losschrauben. Mit dem "Sonja-Kirchberger-Gedächtnis-Inbusschlüssel". Das konnte ja nichts werden. Immerhin trat Danni an.
"Ich will es versuchen, ich muss es versuchen, für meine Kinder, für meinen Mann", erklärte sie. "Und vielleicht auch für deine Mitcamper?", schlug Hartwich vor. Da war doch was! Zuerst füllten die Ranger Kakerlaken in Helm und Boxen. Danni winselte und zitterte. Die Zeit verstrich. Kein Stern.
Ebenso erging es der Auswanderin im nächsten Durchgang mit Spinnen. "Ich krieg einen Herzinfarkt. Ich möchte nicht wiederbelebt werden hier!" Doch dann war die Zeit für Scherze vorbei. Die Ranger kamen mit Schlangen um die Ecke: "Nein! Ich krieg Panik!", schrie die Büchnerin. Auch bei den folgenden Ratten war nichts zu machen.
Zumindest in der letzten Runde (grüne Ameisen) war die Witwe erfolgreich. Nach der Prüfung schüttelte sie sich wie verrückt. "Dance the Danni!", kommentierte Hartwich. "Ich hab' das im Schlüpper!", beschwerte sie sich. "Ich möchte nie wieder das Wort Prüfung hören!", war das Fazit der Büchnerin.
Weiter ging's mit Sven Ottke. "Ich hätte machen können, was ich wollte. Ich wäre immer hier gelandet!", beschwerte der sich, als er begriff, dass er die Essensprüfung "gewählt" hatte. "Ihr seid schlechte Menschen, ihr alle! Jetzt geht es mir super scheiße, weil ihr mich quälen wollt!" Gang eins bestand aus einem Kuhauge ...
Sven biss so beherzt rein, dass es spritzte. Sein Urteil: "Wie Gummi, das kann man nicht schlucken!" Dann sollte der Boxer eine große Made in einer Fliegenbox verzehren. "Das finde ich unmenschlich, das ist doch pervers", fand der 52-Jährige. "'Veritabel asozial' würde ich auch noch unterschreiben", pflichtete ihm Hartwich bei.
Sven verweigerte: "Man muss sich selber treu bleiben!" Doch dann sein großer Auftritt: Ottke verzehrte tatsächlich eine Spinne mit Brutsack. "Quasi mit Babybauch", erläuterte Sonja unerfreulicherweise. Bei Schaf-Plazenta und pürierter Schweinelunge musste Sven wieder passen. Es blieb bei einem Stern.
"Danni wird sich freuen", prognostizierte er - und hatte prompt Recht. "Vielleicht hätte ich ein, zwei Sterne mehr gemacht!", lehnte sich die Büchner aus dem Fenster. Ne, is klar! Wirklich Sterne holte natürlich er: Prince Damien (Bild). Und das unter erschwerten Bedingungen. Er wurde während der ganzen Prüfung von seinen süßen Rangern abgelenkt.
"Wir sind hier und nicht dort oben", begrüßt Sonja Zietlow Prince Damien, der mal wieder heftig flirtete. Schließlich wurde er von einem Ranger auf ein "Unglücksrad" geschnallt ("Bekomme ich deine Nummer danach? Ja, leg mir Handschellen an!") und musste mit einem Stock auf Piñata-Früchte einprügeln, in denen sich die Sterne verbargen.
Und leider auch allerlei Getier und stinkendes Zeugs: Neben "Dschungelschlotze" regneten auch Mehlwürmer, grüne Ameisen, Fischabfälle und Kakerlaken auf den 29-Jährigen herab, der ständig kreischte. "Nicht sexy", fand er. "Ob du so noch einen abschleppst?", ärgerte ihn Sonja Zietlow. "Ich bleibe für immer Single", befürchtete er.
Immerhin vier von fünf möglichen Sternen konnte Prince so erspielen. Dennoch lästerte Danni unterdessen im Camp: "So richtig Mann ist Prince ja auch nicht. Der schreit regelrecht nach Liebe. 29, da war ich schon geschieden und hatte drei Kinder. Was läuft denn bei mir falsch?" - "Dazu möchte ich nichts sagen!", war Svens (Bild) geniale Antwort.
"Ich fühl' mich schon ein bisschen geil!", legte die Büchner am Dschungel-Telefon nach. "Ich hatte viel mehr Tiefen als jeder andere. Jens wäre unfassbar stolz gewesen!" Dann stand für sie fest: "Ich bin trotzdem jetzt schon die Dschungelprinzessin!" Schließlich reichte es für die wohl polarisierendste Kandidatin dieser Staffel nur zu Platz 3.
Und nicht nur aufgrund dieser Rede schaffte es Prince Damien auf den Thron: "Ich habe hier ein neues Ich kennengelernt, ohne Handy, ohne Internet, ohne den unterschiedlichen Status von Menschen. Hier zählt der Mensch. Das Wir. Das ist eine Welt, in der ich lieber leben würde als in der richtigen Welt!"