Die Zuschauer haben entschieden: Sandra Steffl wurde als erster Promi aus dem Dschungelcamp 2018 gewählt. Schlimm findet sie das aber nicht, wie sie im Interview mit unserer Redaktion erklärt - denn zwei Dinge empfand sie als sehr belastend. Außerdem verrät sie, was uns RTL alles nicht gezeigt hat und stellt klar: Matthias Mangiapane ist anders, als wir alle denken!

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Sandra, du wurdest von den Zuschauern als Erste aus dem Dschungelcamp gewählt. Bist du sehr enttäuscht?

Sandra Steffl: Ach, ich bin mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen. Natürlich denkt man 'Ups, warum?', aber ich habe ja im Aufruf [zur Telefonabstimmung; Anm.d.Red.] schon gesagt, dass es mir nichts ausmachen würde zu gehen. Ich fand es nicht so schlimm, ehrlich gesagt.

Was denkst du, warum du rausgewählt wurdest?

Ich bin ja nicht präsent in den Klatschspalten. Deshalb kann es natürlich sein, dass ich nicht so viele Fans und Follower habe wie die anderen.

Außerdem habe ich gehört, dass man sehr wenig gesehen hat von mir, obwohl ich den ganzen Tag am Machen und Tun war. Aber das muss ja alles geschnitten werden - und dann war da leider nicht so viel los bei mir. Schade!

Du sagst, du hättest im Dschungelcamp ganz viel gemacht und getan – was denn?

Es war ein bisschen wie auf Klassenfahrt. Ich habe mit Sydney [Youngblood; Anm.d.Red.] die ganze Zeit getanzt und gesungen. Ich habe geschaut, dass ich das Camp irgendwie am Laufen halte, habe abgespült oder das Klo geputzt.

Wir haben da auch ein bisschen Party gemacht in den ersten drei, vier Tagen, als noch alle voller Elan waren. Da ist wahnsinnig viel passiert – aber das hat man wohl nicht gesehen.

Apropos Dschungelklo: Einmal hast du mit deinen Mitcampern geschimpft, weil offenbar jemand daneben gepinkelt hat. War das "extremst versiffte" Klo das Schlimmste für dich?

Nö. Eigentlich nicht. Ich bin so viel auf Tour und hatte schon mit so vielen Dixi-Klos zu tun – das schockt mich nicht mehr, da kenne ich nix.

Wenn es nicht das Dschungelklo war: Was war denn das Schlimmste im Dschungelcamp?

Zum einen die Langeweile, die man zwischendurch hat. Man kann sich aber trotzdem nicht entspannen. Die ganze Zeit steht man unter Druck, man weiß nicht, was draußen passiert. Das ist ein bisschen wie im Puma-Käfig: Man rennt die ganze Zeit umher, kommt aber nicht weit. Ich finde das schlimm, denn ich habe einen recht großen Freiheitsdrang.

Zum anderen, dass man immer beobachtet wird. Man vergisst das teilweise, aber es kommt dir immer wieder in den Sinn. Das hat mich sehr bedrückt.

Aber du würdest noch einmal mitmachen?

Mir reicht's jetzt erst mal. Frag mich in zehn Jahren wieder. Im Ernst: Es war echt eine harte Erfahrung. So hart hatte ich es mir nicht vorgestellt.

Mit wem hast du dich im Camp am besten verstanden?

Ich und Sydney, wir waren wie Seelenverwandte. Wir haben uns gesehen und geliebt, den ganzen Tag miteinander gesungen und Geschichten ausgetauscht. Gestern hat er mir sogar noch einen Song geschrieben, im Kopf, und hat ihn mir dann vorgesungen. Der war absolut mein 'Best Buddy'! Aber auch Tina [York; Anm.d.Red.], Jenny [Frankhauser; Anm.d.Red.] und Matthias [Mangiapane; Anm.d.Red.] waren ganz eng mit mir.

Wer war der schwierigste Charakter im Dschungelcamp?

Ich komme irgendwie mit allen klar, auch wenn's mal hitzig wird. Schwierigkeiten, im Sinne von 'Mit dem geh ich kein Bier mehr trinken', hatte ich mit keinem.

Es wird immer gesagt, dass nach einigen Tagen die Masken fallen. Stimmt das – oder spielen manche Camper noch immer eine Rolle?

Ich glaube nicht, dass da jemand mit einer Strategie rein ist. Alle waren schon so, wie sie sind, denke ich. Allerdings hat nach ein paar Tagen der Lagerkoller angefangen.

Es gibt nicht viel zu essen, man hat nicht viel Schlaf, man wird immer beobachtet - ganz logisch, dass man da empfindlicher wird und irgendwann die Nerven blank liegen. So am fünften, sechsten Tag ging's los. Das könnte schon dazu führen, dass es noch mehr eskaliert.

Weißt du schon, wie viel du abgenommen hast?

Ja, das weiß ich - ich wurde direkt von Dr. Bob auf die Waage gestellt. Fünf Kilo sind es. Mal sehen, wie lang.

Was glaubst du, wer als nächstes gehen muss?

Ich hoffe, dass Tina gehen darf. Die wollte unbedingt. Sie ist super, wirklich taff – aber sie hat ja auch im Aufruf gesagt, dass sie mit den Kräften am Ende ist. Sie konnte die ganze Zeit nichts essen. Ich hoffe, dass sie rauskommt.

Du sagst, du hast dich mit Matthias Mangiapane sehr gut verstanden. Von außen betrachtet wirkt er wie eine absolute Drama-Queen. War er auf Dauer nicht anstrengend?

Nein - das wundert mich jetzt auch, ehrlich. Der ist laut, der ist schrill und schreit auch mal herum - aber er macht kein Drama! Ich hatte ernste Gespräche mit ihm, wir haben viel gelacht. Wir haben Filme nachgespielt.

Mich wundert es, dass das nicht gezeigt wurde. Das war nämlich herzerfrischend und saulustig. Matthias sagt zwischendurch mal klare Worte, aber dass er eine Drama-Queen ist, habe ich so gar nicht erlebt.

Ich fand ihn einfach nur unterhaltsam – und ich dachte auch, dass die Zuschauer ihn unterhaltsam finden und er deswegen immer wieder [für Dschungelprüfungen; Anm. d. Red.] gewählt wird.

Ein letzter Tipp: Wer wird Dschungelkönig?

Ich finde, Matthias hätte es verdient. Ganz einfach, weil er uns das Essen nach Hause geschleppt hat. Er ist über seine Grenzen gegangen. Er hat alle Dschungelprüfungen durchgestanden, obwohl er Angst hatte, die ganze Woche lang – das ist wirklich krass.

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Die Münchnerin Sandra Steffl (47) stand 1997 in einer Nebenrolle in der Dietl-Komödie "Rossini" mit Götz George und Mario Adorf vor der Kamera. Danach folgten kleinere Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. 2005 gründete die 47-Jährige die erste deutsche Burlesque-Comedy-Gruppe "The Teaserettes", mit der sie auch heute noch deutschlandweit auftritt.