Fans können den Start des "Dschungelcamps" kaum erwarten, die 14. Staffel des Quotenhits läuft ab dem 10. Januar. Schauplatz ist wie gewohnt Australien. Dort aber wüten seit Wochen Waldbrände. Deutsche Politiker appellieren an RTL, auf die Ausstrahlung der Sendung zu verzichten.

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Angesichts der verheerenden Waldbrände im australischen Busch fordern mehrere deutsche Bundestagsabgeordnete eine Aussetzung des "Dschungelcamps".

RTL sieht trotz des Ausnahmezustands in Teilen Australiens, der 25 Menschen das Leben kostete, keine Veranlassung, die Produktion abzusagen. Die aktuelle Staffel, es ist die 14. seit 2004, soll am Freitag, den 10. Januar, starten.

Die Teilnehmer befänden sich in Sicherheit, teilte der Sender mit. Sie seien südlich der Stadt Brisbane untergebracht. Die Feuer aber wüten rund um Sydney. Zwischen dem RTL-Camp und den Flammen liegen etwa 800 Kilometer Luftlinie.

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Dschungelcamp 2020: Politiker fordern "Gespür für dramatische Situation"

SPD-Politiker Karl Lauterbach hält es in einem Gespräch mit der "Bild"-Zeitung trotzdem für "angemessen, während dieser Brände die Sendung Dschungelcamp, die ich persönlich aber auch grundsätzlich entbehren könnte, dort nicht weiter zu drehen." Der Gesundheitsexperte spricht von einem "Tanz auf dem Vulkan".

In die gleiche Kerbe schlägt Thomas Hacker, medienpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der FDP. Hacker appelliert an RTL, ein Gespür für die dramatische Situation in Australien zu zeigen.

"Eine gewisse Sensibilität darf man, besonders angesichts dieser tragischen Katastrophe in Australien, schon erwarten", sagte Hacker der "Bild". "'The same procedure as every year' sollte RTL daher unter diesen Umständen aussetzen."

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