"Das Ding des Jahres": Revolutioniert dieses Eheepaar die Verpackungsindustrie?

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Bisher waren die Erfindungen bei "Das Ding des Jahres" ja eher unspektakulär - in dieser Folge kam es anders: Ein junges Ehepaar präsentierte eine Verpackung, die komplett frei von Plastik ist.

"Da ist das Ding!" Edna Kleber-Belizário und Christoph Kleber halten womöglich eine Revolution in Händen: eine echte Alternative zu Plastikverpackungen, den "Nachhälter". Was es mit der Erfindung des Ehepaares auf sich hat und welche anderen Skurrilitäten bei "Das Ding des Jahres" präsentiert wurden? Unsere Bildergalerie zeigt es!
Nein, nicht auf den Inhalt, auf das Drumherum kommt es beim "Nachhälter" an. Der ist nämlich komplett frei von Plastik. Hergestellt wird die Verpackungsfolie aus Holzabfällen: "Es ist aus Biomasse und wird wieder zu Biomasse", so Edna und Christoph. Viele Jahre Arbeit und viel Geld stecken in ihrer Erfindung.
Bei der Jury rannten die Öko-Erfinder offene Türen ein: "Generationen von Menschen werden euch danken, dass ihr hier gestanden habt", frohlockte Joko Winterscheidt. Noch benutzt das Paar den "Nachhälter" nur im eigenen Bio-Laden. "Das Ding muss in die Massenproduktion! Das ist der Wahnsinn", forderte hingegen Winterscheidt.
Dieser Mann mag es knallig. Was Erfinder Damian hingegen überhaupt nicht mag: Essensreste in Bechern. "Ich habe da nie alles rausbekommen", erklärte er. Seine Lösung: der "Löffli", eine Art Mini-Schaufel fürs Besteckregal. Der "Löffli" besteht aus einem Edelstahlkern, der von Silikon ummantelt ist.
Mit "Löffli" bekomme man nicht nur alles aus dem Becher, man spare auch noch Plastikmüll: "937 Millionen Plastiklöffel landen jedes Jahr in Deutschland im Müll", so der Erfinder. Und auch Wasser werde weniger verbraucht: Da ja jetzt alles restlos sauber sei, entfalle das Ausspülen der Becher vor dem Wurf in die Mülltonne.
Der 15-jährige Jan präsentierte eine komplexere Erfindung: den "Ortho-Load-Tracker", eine mitdenkende Sohle für eine Orthese. Die kommt aus dem 3D-Drucker und hilft bei der Reha von Knochenbrüchen, indem sie die Belastung auf den Fuß misst. "Sie gibt auch Alarm, wenn man überlastet", so der Schüler, der seine Idee für "Jugend forscht" entwickelte.
Joko probierte die High-Tech-Gehhilfe direkt selbst aus - und war schwer beeindruckt. Bei jeder Überlastung reagierte der "Ortho-Load-Tracker" mit einem schrillen Warngeräusch. "Das Geräusch kenne ich normalerweise nur, wenn ich einen Laden verlasse", scherzte der ProSieben-Moderator. Noch ist die Erfindung von Jan aber nicht marktreif.
Einen Spruch in Richtung Konkurrenz konnte sich Joko nicht verkneifen: "Hier waren gerade erwachsene Männer, die haben Ideen für Bier mitgebracht - und jetzt kommt hier ein 15-Jähriger rein, der bringt eine Idee mit, die vielen in der Reha helfen kann." Helmut und Axel hatten andere Sorgen: Wohin mit dem Bier im Stadion, wenn ein Tor fällt?
"Mit einem Bier in der Hand ist es unglaublich schwierig, zu klatschen oder zu jubeln!" Die Lösung der Fußballfreunde: der "fanclip", eine Art Garderobenhaken für Bierbecher. Joko verstand das Problem nicht: "Ich kenne das so, dass man nach dem Tor mit Bier geduscht wird - das ist doch das Schöne?"
Noch so ein Bier-Fan: Erfinder Dominik mit seinem "Brau-Fässchen", einem Selbst-Brau-Kit für zu Hause. "Das ideale Klischeegeschenk für Männer", lästerte Lena Gercke. Joko hatte allerdings schon bessere Biere getrunken: "Wenn ich ehrlich bin, ich bin kein Fan von diesem Seifengeschmack." Da hätte sich der Erfinder wohl mehr erwartet.
Wenig Begeisterung beim Publikum entfachten diese beiden Erfinder mit ihrem "Helio-Tent" zum Sonnenbaden. Womöglich lag es daran, dass man das Accessoire für heiße Tage erst kompliziert aufbauen muss? Oder an Aussagen wie "Die Alterung, die normalerweise auf der Haut ist, bleibt auf der Folie!" Oder doch am gepfefferten Preis von 249 Euro?
Nur 14,95 Euro rief das Erfinder-Paar Klaus und Manuela Heller für seinen "Medi-Bech" auf - einem Medikamentenbecher, der Pillenschlucken erleichern will. Die Tablette kommt in einen Schlitz im Becherdeckel und wird dann zusammen mit Wasser heruntergeschluckt. "Wir glauben, dass unser Produkt in jeden Haushalt gehört", so Klaus Heller.
Lena Gercke rückte mit einer Horrorgeschichte heraus: "Ich bin schon mal fast gestorben bei der Einnahme von einer Tablette", so das Model. Die Pille habe 45 Minuten in ihrem Hals gesteckt. "Seither habe ich immer Panikattacken, wenn ich Tabletten schlucken muss" - sprach's und probierte den "Med-Bech" aus. Doch es wollte erst nicht recht flutschen.
Erfinder Martin Iljazovicz liebt Butterbrote. Seine Erfindung: das "butter-leaf", eine Art Käsehobel bloß fürs Streichfett. Damit lassen sich feinste Streifen auch kalter Butter passgenau abschneiden, "in einem vorteilhaften Schnittwinkel". Der Preis von 49,90 Euro erschien Joko Winterscheidt dann aber doch "etwas teuer".
Die sogenannte Stiftung Promitest war sich sicher wie nie, welche Erfindung ins Finale kommen sollte: der "Nachhälter", die plastikfreie Verpackungsfolie bekam von allen Jurymitgliedern alle Daumen hoch. Lea-Sophie Cramer (rechts) sah die Erfindung schon auf dem besten Weg "die Welt zu retten".