"Das Ding des Jahres": Joko eiskalt abgetaucht!

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Es ist tatsächlich möglich, dass Menschen nun unter Wasser atmen können. Ein neuartiger Schnorchel vom Starnberger See soll diesen bedeutenden Schritt möglich machen. "Das funktioniert wirklich", bestätigte Joko Winterscheidt mit einem aufopferungsvollen Selbstversuch in der Tüftler-Show "Das Ding des Jahres" am Dienstagabend.

Die Kölnerin Anja Ellerbrake Sadler hatte sich nur vier Tage vor der Aufzeichnung den Arm gebrochen. Gegen diese Verletzung half auch ihr neuartiges kühlendes Pflaster nichts. Dieses ist ohnehin für kleinere Wunden gedacht. Jurorin Lea-Sophie Cramer sagte über die medizinische Idee mit Kühleffekt: "Deine Lösung ist verblüffend einfach."
Seit einer Chemotherapie sagt Müjdat Özben Bakterien den Kampf an. Seine Idee: ein Türgriff mit Handdesinfektion. Rewe-Einkaufschef Hans-Jürgen Moog erkannte eine sehr sinnvolle Nutzung dafür - auf Autobahn-Raststätten. Der Juror zitierte eine Untersuchung, nach der sich mehr als ein Drittel der Menschen nach einem WC-Besuch nicht die Hände wäscht.
Kurz wurde "Das Ding des Jahres" zu einer Kuppelshow. Doch keine Sorge: Eine neue Dating-Variante wurde nicht gezeigt. Erfinder wie Ingo Dohrn (links) und Holger Saggau zeigten dafür, wie man spielend leicht und vor allem ohne weiteren Kratzer an der Stoßstange einen Anhänger am eigenen Auto befestigen kann.
Eine andere Anhängerkupplung geht auf das Konto von Eduard Wiebe und Andreas Neitzel (Bild). Sie haben einen Zusatz für Rollstühle entwickelt. "Wir wollen, dass Menschen mit Gehbehinderung mobil bleiben", erklärten die beiden. Zweck des "Rollikup" ist, dass Rollstuhlfahrer etwa beim Einkauf immer zwei Hände beispielsweise zum Einladen frei haben.
Vor allem Joko Winterscheidt war überrascht über den "Rollikup". Er stellte fest: "Man kann sich in einen Rollstuhlfahrer nicht hineinversetzen. Und ich bin davon ausgegangen, dass es so eine Hilfe unter anderem für den Einkauf bereits gibt." Das aber stimmt nicht. Joko deshalb frühzeitig angetan: "Das ist das Beste, das ich bisher gesehen habe."
Jan von Hofacker lebt direkt am schönen Starnberger See bei München. Nur das mit dem längeren Schwimmen klappt bei ihm nicht so gut. Er hat deshalb einen Schnorchel erfunden, der die Luft der Ein- und Ausatmung trennt. "Mit dem 'Powerbreather' habe ich das Problem mit dem Atmen im Wasser gelöst", versprach er.
Für das Atmen im Wasser wurde Joko Winterscheidt als Versuchskaninchen herangezogen. Mit dem Schnorchel ums Gesicht tauchte er ab. Und der nach eigener Aussage schlechte Schwimmer zeigte sich nach dem Tauchgang beeindruckt. "Das Atmen funktioniert wirklich", so Jokos Urteil. Mit dem Gadget kann er nun sogar zu einem Delfin werden.
Nach Meinung von Moderatorin Janin Ullmann hatte er zumindest den tollsten Erfindernamen: Jadore Tong, Designer aus Berlin, entwickelte ein Schnürsenkel-System. Model und Jurorin Lena Gercke erfreute sich besonders über die bunten Plastikteile. "Die sehen an Sneaker besonders stylish aus", sagte sie.
Lea-Sophie Cramer beschäftigt sich normalerweise mit dem Vertrieb von Sextoys. Aber sie kann nicht nur mit filigranem Gerät umgehen. So legte sie gekonnt auch Hand an einen Schlagbohrer an. Mit dem "Drillbutler" des Österreichers Bernd Guzmics soll es endlich möglich sein, gerade Löcher in eine bröselige Wand zu jagen.
Guzmics' Idee des "Drillbutler" wurde bei einer Erfindermesse bereits ausgezeichnet. Seine Erfindung sorgt dafür, dass ein Bohrer an einer Wand nicht mehr abrutschen kann. "Das Ding funktioniert supergut", bestätigte auch Cramer. Zu Hause würde sie damit nun auch öfter bohren, so die Jurorin.
Geht mit dem "Dusty Brush" des Vater-Sohn-Gespanns Dominic und Nikolaus Moraitis (rechts) ein Hausfrauen-Traum in Erfüllung? Ihr neuartiger Staubsauger-Aufsatz soll sogar Lena Gerckes Schmuckkästchen entstauben können, ohne dass etwa Diamanten eingesaugt werden. Das Model jubelte etwas zweideutig: "Sie haben meine Fantasie angeregt."
Der junge Vater Valentin Muckle war immer wieder genervt bei der Vorbereitung von Babyfläschchen. Vor allem das ständige Abstreichen der Messlöffel störte ihn. Deshalb hat er einen Portionierer entwickelt. Als zweifache Mutter zeigte sich Lea-Sophie Cramer am "Powdy" interessiert. "Dieses Milchpulver hängt sonst wirklich überall", sagte sie.
Felix Schlindwein aus Karlsdorf-Neuthard ist Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er bekam es für sein soziales Engagement. Mit seinen verschüttungsfreien Löffeln will er Menschen mit Handicap nun weiterhelfen. Der Senior weiß immerhin aus eigener Erfahrung: "Gerade im Alter können viele keine Suppe mehr zu sich nehmen, da sie zittern."
Joko Winterscheidt sollte in seinen jungen Jahren nur selten Probleme mit unruhigen Händen haben. Die verschüttungsfreien Löffel musste er dennoch ausprobieren. "Egal, mit wem ich essen gehe, ich saue mich immer ein", offenbarte der Moderator. Als er das Besteck eintunkte und zu einem Teller führte, ging wirklich kein einziger Tropfen daneben.
Laut Moderatorin Janin Ullmann wäre Senior Schlindwein zwar der "Gewinner der Herzen" gewesen. Nach der Entscheidung des Studiopublikums wurde aber der "Rollikup" zum besten Produkt gewählt. Eduard Wiebe und Andreas Neitzel (links) können mit ihrer Kuppelhilfe nun den Titel "Das Ding des Jahres" und ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro gewinnen.
Die zweite Staffel von "Das Ding des Jahres" steht unmittelbar vor ihrem Ende. Am kommenden Dienstag, 26. März, 20.15 Uhr, ProSieben, bewerten die Juroren Hans-Jürgen Moog, Joko Winterscheidt, Lena Gercke und Lea-Sophie Cramer noch einmal sechs neue Erfinder. Daraufhin entscheidet im Live-Finale das TV-Publikum per Voting über "Das Ding des Jahres".