Popeye, Micky Maus und Schlümpfe: So haben sich unsere Comic-Helden verändert

Popeye feiert seinen 90. Geburtstag. Der Seemann verdankt seine dicken Muckis dem Spinat - und wir ihm eine Menge toller Kindheitserinnerungen. Doch nicht nur der berühmte Matrose hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Auch andere Comic-Figuren begeistern seit Generationen. © spot on news

... kam tatsächlich erst später hinzu. Popeye war zunächst nur ein Sidekick in einem anderen Comic-Strip einer Zeitung - doch erfreute er sich rasch so großer Beliebtheit, dass er bald darauf Held einer eigenen Reihe wurde. Ab 1933 gab es ihn zusammen mit ...
... seiner Freundin Olivia und seinem Gegenspieler Bluto auch Zeichentrickfilme. Vor 15 Jahren erstrahlte sogar das Empire State Building anlässlich Popeyes Ehrentag grün. 1980 erfolgte dann die endgültige Adelung, denn kein geringerer als ...
... Star-Regisseur Robert Altmann nahm sich des Matrosen an und drehte einen Real-Filmmusical. Gespielt wurde der grummelnde Seemann dabei vom unvergleichlichen Robin Williams.
Es ist die wohl berühmteste Maus überhaupt: Am 18. November 1928 kam für die Brüder Disney der große Durchbruch mit dem Debüt ihres Zeichentrick-Helden Micky Maus. Was folgte war ein großer Aufstieg eines Welt-Unternehmens. Es gab Zeichentrickfilme, Cartoon-Hefte, Micky-Puppen und zahlreiche andere Produkte des berühmten Mäuserichs.
Während der Jahre veränderte sich Mickys Aussehen mehrmals. Von den Augen, den Ohren, seiner Kleidung bis hin zu seiner Farbigkeit musste die Comic-Figur mit der Zeit gehen. Auch Accessoires wie Handschuhe oder Schuhe kamen hinzu. Seiner Beliebtheit hat das keinen Abbruch getan. Auch Mickys Nebenmann auf dem Foto unterzog sich schon ein paar Verwandlungen.
"Geboren" wurde diese Comic-Ente 1934 in Walt Disneys Cartoon "The Wise Little Hen": Donald Duck führte damals nur einen Tanz auf, hinterließ damit aber einen bleibenden Eindruck, sodass er Teil der Micky-Maus-Filme wurde.
Der als Pechvogel bekannte Erpel bekam nicht nur Daisy, seine Neffen Tick, Trick und Track und seinen Onkel Dagobert Duck an seine Seite, auch optisch veränderte er sich. Er bekam in den Zeichentrick-Filmen eine blaue statt einer schwarzen Jacke wie im Comic, "verlor" mit der Zeit zwei Knöpfe und wurde etwas rundlicher. Im Jahr 2004 erhielt Donald Duck einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Erst kürzlich feierte er sein Comeback im TV: In der Neuauflage der Serie "DuckTales" ist er neben Dagobert Duck wieder in Entenhausen unterwegs.
Der belgische Zeichner Pierre Culliford (1928-1992) alias Peyo machte diese kleinen blauen Figuren zu großen Berühmtheiten: Die Schlümpfe (im belgischen Original: Les Schtroumpfs) erblickten am 23. Oktober 1958 das Licht der Welt. Ihren ersten Auftritt haben sie in der Serie "Johann und Pfiffikus" des Magazins Spirou. Es folgte eine Erfolgsgeschichte.
Peyo schuf 16 Alben rund um die Abenteuer der Schlümpfe. Seine Arbeit wurde fortgeführt und es folgten 1975 der erste Kinofilm und die Fernsehserie, die bis Ende der 80er produziert wurde. 2011 und 2013 folgten zwei 3-D-Filme und 2017 der Animationsfilm "Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf" (Foto). In diesem Jahr werden die Schlümpfe schon 60 Jahre alt.
Zwischen 1953 und 2010 beigeisterten Fix und Foxi in den gleichnamigen Comics Jung und Alt. Die beiden Füchse, die eigentlich in einem anderen Comic erstmals auftauchten, wurden schnell zu Publikumslieblingen und ihr Schöpfer Rolf Kauka gab ihnen ihr eigenes Heft.
2000 bekamen die beiden Füchse auch ihre eigene Zeichentrickserie. FF-Erfinder Rolf Kauka nahm persönlich jede Folge der von der Ravensburger Film und TV GmbH produzierten Serie ab. Nach 52 Folgen war 2002 Schluss. Und auch als Comic-Heft wird es keinen Nachschub mehr geben. Der Kleinverlag Tigerpress, der das Heft zuletzt herausgab, musste 2010 Insolvenz beantragen.
Noch zwei Helden, die in den 1950er-Jahren ihr Debüt feierten: 1959 schufen Autor René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo mit "Astérix" die erfolgreichste französische Comicserie mit der gleichnamigen Hauptfigur. Immer an der Seite des Galliers: Sein Freund Obelix. Gemeinsam begehen sie durch einen Zaubertrank heldenhafte Taten. Die Erfolgsserie der beiden Helden ist noch lange nicht zu Ende...
Der Comic bekam im Oktober 2017 einen weiteren Band ("Asterix in Italien") hinzu. Aktuell zeichnet Didier Conrad, Jean-Yves Ferri ist der Autor. Die beiden Gallier werden aber nicht nur in Comic-Heften gefeiert. Der Schrecken der Römer durfte auch schon die Leinwand erobern. 2012 erschien der nunmehr vierte Realfilm "Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät" mit Édouard Baer (Asterix) und Gérard Depardieu (Obelix). Auch ein anderer Comic-Held durfte sich schon als Kino-Star feiern lassen...
Na, erkannt? Der Hut, das rote Tuch und das gelbe Hemd verraten es: Lucky Luke, der Cowboy, der für Recht und Ordnung sorgt, feierte zuletzt 2009 einen Leinwand-Auftritt. Gespielt wurde er von Jean Dujardin. Und wann hat seine Erfolgsgeschichte auf Blatt Papier begonnen?
1946 begann der belgische Zeichner Morris mit der Comic-Serie. Der letzte Band von ihm erschien 2002. Heute leiten Zeichner Achdé und Texter Laurent Gerra die Geschicke des einsamen Cowboys. Mit mehr als 30 Millionen verkauften Alben in Deutschland ist sie bis heute die erfolgreichste Comic-Serie im Alben-Sektor nach Asterix.