Das kleinste Bundesland ganz groß: Bremen - oder besser gesagt die Band Revolverheld - setzte sich bei der großen Jubiläumsshow zum 10. Bundesvision Song Contest in Göttingen durch.

Zum zehnten Mal wurde in diesem Jahr der Bundesvision Song Contest als Wettbewerb für junge deutsche Künstler ausgetragen. Zum Jubiläum gab es auch eine kleine Neuerung: Stefan Raab moderierte die Show erstmals ganz alleine. Außerdem nahm mit Max Mutzke diesmal ein Kandidat teil, der zuvor bereits beim großen Vorbild, dem Eurovision Song Contest aufgetreten war.

Am Ende standen jedoch Revolverheld in der Publikumsgunst ganz oben. Die Startnummer 16 und damit der letzte Auftritt hatte ihnen offenbar Glück gebracht. Klar und deutlich siegten sie mit ihrem Song "Lass uns gehen" mit einer Rekordpunktzahl beim Zuschauer-Voting. Noch weitgehend unbekannt hatte die Band um Frontmann und Sänger Johannes Strate bereits 2006 mit dem Lied "Freunde bleiben" teilgenommen und auf Anhieb den zweiten Platz geholt. Jetzt reichte es acht Jahre später sogar für die Spitzenplatzierung.

Strate kündigte nach der rund vierstündigen Marathon-Show an: "Wir werden jetzt wahnsinnig feiern." Am Dienstag wird das Quartett dann im Weserstadion vor dem Fußballspiel Werder Bremen gegen Schalke 04 auftreten: "Das war eine Wette, wenn wir hier gewinnen." Die vier Bandmitglieder leben übrigens alle in Hamburg, nicht in Bremen, denken aber über ein Wochenendhaus auf dem Land nach, wie Strate nach dem Sieg auf der Bühne sagte.

Auf dem Treppchen hinter den Bremern landete die bekannte Band Jupiter Jones aus Rheinland-Pfalz mit "Plötzlich hält die Welt an" und auf dem dritten Platz folgte Newcomer Teesy für Sachsen-Anhalt mit "Keine Rosen". Letzterer überraschte die Zuschauer in der ausverkauften Göttinger Lokhalle mit seiner Wahnsinnsstimme und seinem smarten Auftritt in weißem Hemd, Fliege und Hosenträger.

Auch in seiner zehnten Ausgabe präsentierte sich Raabs Song Contest als Plattform für deutschsprachige Musik: Ob Hip Hop mit den Inglebirds (Saarland) oder ruhige Klänge von Andreas Bourani (Bayern): Etablierte Bands und junge Talente feierten eine Party zu Ehren der deutschen Musik. (sag/dpa)