(cze/mom) - Das hatte man sich bei ProSieben sicher anders vorgestellt: "Die Borgias" traten mit viel Vorschusslorbeeren und Starbesetzung an - und lockten am Ende kaum noch jemanden hinterm Ofen vor.

Die Voraussetzungen waren eigentlich gut: Für die US-Serie um die intrigante Borgia-Familie zeichnet Oscar-Preisträger Neil Jordan ("The Crying Game") verantwortlich, die Serie wartet mit Oscar-Preisträger Jeremy Irons ("Die Affäre der Sunny von B.") in der Hauptrolle auf und bescherte dem Sender Showtime die besten Quoten seit sieben Jahren.

Dennoch fielen die Quoten im Verlauf der Ausstrahlung immer weiter. Die Doppelfolge zum Abschluss am Mittwoch lockte weniger als eine Million Zuschauer in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen vor den Bildschirm - der Marktanteil von 7,3 Prozent war laut "kress.de" der schlechteste Wert der ganzen Staffel.

Woran lag's? Vielleicht war das Publikum der Eskapaden der Papstfamile schon überdrüssig, nachdem erst kurz zuvor das ZDF die europäische Produktion "Borgia" ausgestrahlt hatte. Zudem schickte RTL am Mittwochabend Schuldnerberater Peter Zwegat in Spielfilmlänge ins Rennen und holte sich prompt den Tagessieg in der oben erwähnten Zielgruppe.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich ProSieben und andere Sender nicht entmutigen lassen und auch in Zukunft hochwertige US-Serien ausstrahlen.