"Bauer sucht Frau": "Bad Boy" Thomas scheitert an Tiefkühl-Pizza

Kommentare35

Stunde der Wahrheit bei "Bauer sucht Frau": Bei der Hofwoche enterten die Frauen das Zuhause der Landwirte - und wurden nicht immer positiv überrascht: Punk-Bauer Thomas entpuppte sich etwa als Kochniete. Und bei Sven wurde es kurz eklig.

Dazu muss man wissen: Thomas ist ein ganz böser Junge. Damit das auch jeder mitbekommt, pappt ein großer "Bad Boy"-Aufkleber an seinem Auto. "Das ist mein Badmobil", so der 48-jährige Rinderzüchter. Böser Junge hin oder her, ordentlich ist er: Bevor er Hofdame Bianca abholte, wienerte er sein Gefährt gründlich.
Tattoo-Fan Bianca reagierte jedoch nur verhalten euphorisch. Von Thomas wollte sie zudem wissen, warum er sich überhaupt als böser Junge bezeichne? Thomas: "Ich kann so schön böse gucken!" Bianca blieb weiter maximal unbeeindruckt: "Da musste ich schmunzeln. Das passt gar nicht zu ihm, das ist total witzig."
Das Lachen verging Bianca, als sie realisierte, was Bauer Thomas ihr zu Ehren auftischen wollte: Tiefkühlpizza. Weiteres Problem: "Ich habe den Ofen noch nie bedient. Ich hoffe, Du kennst dich damit aus", entschuldigte er sich. Bianca: "Ich dachte, ich fall' vom Glauben ab. Wieso weiß der nicht, wie der Ofen geht?"
Des Rätsels Lösung: Den Ofen bedienen immer "die Kids", erklärte Thomas. Der Bauer lebt mit den Kindern seiner Ex-Freundin auf seinem Hof. Bianca forschte weiter nach: "Und was isst du sonst so?" Er brate sich gern mal ein Steak, so Thomas. "Ansonsten gibt es Ping!-Essen." Bianca verstand nicht. "Joah, also Essen aus der Mikrowelle!"
Anke ließ sich nicht vom Holzhammer-Charme des Bio-Bauern Sven aus Brandenburg abschrecken und besuchte ihn auf seinem Hof. Zur Begrüßung trug der 52-Jährige ihr Gastgeschenk, ein T-Shirt mit dem Aufdruck: "Zuhause ist, wo meine Kühe sind." Anke freute es: "Das T-Shirt, so geil!"
Doch die Freude wich purem Entsetzen, als Anke das Wohnzimmer von Sven betrat und etwas Merkwürdiges entdeckte: "Was ist das denn?", wollte sie wissen. Sven war - ganz ungewohnt - peinlich berührt, versuchte abzuwiegeln. Der Glaskasten mit der braunen Brühe entpuppte sich als Aquarium. "Das waren mal Fische, das muss ich noch entsorgen."
Schnell raus zu den Kühen, dachte sich Sven. Dass Stadtmaus Anke keinerlei Respekt vor den großen Tieren hatte, beeindruckte den Bio-Bauern. Dann erklärte er ihr, wie sein Deckbulle arbeitet: "Der rennt hinter den Kühen her. Wenn sie nicht bereit sind, rennen sie weg." Anke nachdenklich: "Beim Menschen ist es ja schon komplizierter."
Wie kompliziert die Paarungsversuche beim Menschen sein können, merkte auch Michael. Der Bauer, der in dieser Staffel mit Liebespost überschüttet worden war, hatte sich mit Conny und Carina zwei komplett gegensätzliche Damen auf den Hof eingeladen. Zuerst zeigte er ihnen bei einem ausführlichen Rundgang sein selbst ausgebautes Haus.
Neben einem großen Schlafzimmer präsentierte Michael voller Stolz seine Sauna mit Ruheraum und Kamin. "An habe ich da nicht mehr viel, wenn ich davorliege", sagte er mit herausforderndem Blick. Die blonde Carina aus Österreich fand den Spruch jedoch gar nicht heiß: "Das war mir a bissle zu plump."
Besser kamen da hingegen die Flirtsprüche von Michaels Papa Werner an. Der begrüßte Carina und Conny mit den Worten: "Eine schöner wie die andere!" Dann drehte er sich zu seinem strahlenden Sohnemann um: "Den guten Geschmack haste von mir." Er habe auch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden gehabt bei der Auswahl, bemerkte Papa Werner dann noch.
"Ob er es sich anders überlegt hat?" Bei den zwei Hofdamen von Bauer Jürgen herrschte Ratlosigkeit. Während sie längst angekommen waren, ließ der 63-jährige Witwer auf sich warten. Zeit für Maggie (l.) und Kerstin, sich in die Haare zu bekommen: "Maggies Koffer wog so ungefähr zwei Zentner", lästerte Kerstin, "wie kann man nur so viel Zeug mitschleppen?"
Als Jürgen mit reichlich Verspätung auftauchte, knipsten die Damen sogleich ihr strahlendstes Lächeln an. Abgeholt wurden sie mit einem 81 Jahre alten Traktor - das brauchte Zeit. Während Kerstin begeistert jubelte ("So was habe ich mir gewünscht!"), hätte Maggie sich lieber von einer Pferdekutsche abholen lassen: "Das ist so romantisch."
Auf der holprigen Fahrt wurde es dann leidlich romantisch: Jürgen hatte eine Pulle Sekt entkorkt. Im Sonnenuntergang ging es langsam zurück zu seinem Hof. Maggie ließ derweil kein gutes Haar an ihrer Konkurrentin: "Sie will sich ständig in den Vordergrund stellen. Ich, ich, ich - so was mag ich nicht."
Auf dem Hof angekommen, teilte Jürgen seinen beiden Damen ihre Schlafgemächer zu. Er hatte sich das genau überlegt. Während Kerstin das Gästezimmer bekam, durfte Maggie in Jürgens großem Schlafzimmer nächtigen. Kerstin war geknickt: "Eigentlich gibt man ja der Frau das Schlafzimmer, wo man denkt, dass sie hierbleibt."
Derlei Probleme hat Bauer Christian nicht. Die Frohnatur hatte sich nur eine Dame zur Hofwoche eingeladen: Christina. Die findet er "umwerfend". Total begeistert zeigte sie sich ihrerseits, als sie sah, wer sie erwartete: Christian hatte seine Lieblingskuh Resi als Empfangskomitee mitgebracht und sogar festlich geschmückt.
Gut lief es auch bei Christopher. Hofdame Jenny packte direkt beherzt zu beim gemeinsamen Füttern der Kühe. Papa Günther freute sich, dass sein Sohn Damenbesuch hatte: "Er hat ja schon ein Ehezimmer, aber da hat nie eine gelegen in dem Bett", verriet er.
Wie es aussieht, wenn es läuft, konnte man bei Burkhard und seiner Tanja sehen. Der schüchterne Bauer war total von der Rolle: "Ich lebe auf Wolke sieben. So was wie mit Tanja ist mir noch nie passiert, das ist der helle Wahnsinn!" Und auch bei ihr knisterte es gewaltig: "Ich komme mir vor wie mit 17 Jahren", strahlte sie. Fortsetzung folgt!