"Wahre Kunstwerke!": Antikes Poesiealbum bei "Bares für Rares"

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Ein Stück Zeitgeschichte bei "Bares für Rares": Ein wunderschönes handgemaltes Poesiealbum aus dem 18. Jahrhundert war am Dienstag der Star der ZDF-Show. Das antike Buch versetzte Horst Lichter und seine Händler in wahre Verzückung. Doch war so ein Unikat überhaupt mit Geld zu bezahlen? Das verrät die Bildergalerie.

"Oh, jetzt kommt ein Buch!": Horst Lichter war äußerst überrascht über das unscheinbare Trödel-Objekt, das am Dienstag bei "Bares für Rares" vor seiner Nase landete. Doch der unfassbare Wert der Antiquität zeigte sich erst auf den zweiten Blick.
Göpfert erzählte weiter: "Das gehörte einer Charlotte Wilhelmine Krünitz, geborene Halle." Horst vermutete hohe Prominenz: "Mein Gott im Himmel, muss man die kennen?"
Laut Göpfert schon, der Ehemann hätte "zur damaligen Zeit eine Enzyklopädie herausgegeben." Über ein paar Ecken war seine Familie mit besagter Dame verwandt, weshalb das handgefertigte Album seit mehreren Generationen im Familienbesitz ist.
Trödel-Experte Detlev Kümmel war hin und weg von der künstlerischen Aufmachung des kleinen Buches: "Hier haben wir eins, was sehr, sehr aufwendig gefertigt worden ist."
Durch Scherenschnitte, Handzeichnungen und liebevolle Basteleien wurde das alte Poesiealbum ein absolutes Unikat. Die Braut bekam es damals zur Hochzeit mit dem Verleger Johann Krünitz geschenkt.
"Das ist ja sensationell. Das sind ja wahre Kunstwerke", schätzte Horst Lichter den Wert des liebevoll gestalteten Albums sehr hoch ein. "Ach Gott, wie hübsch! Ein Poesiealbum voller Kunst!" Detlev legte sich auf 500 Euro fest, doch eigentlich ist das Büchlein unbezahlbar - zumindest dem emotionalen Wert nach.
"Dat is mal ein alter Schinken", äußerte sogar Walter Lehnertz echte Bewunderung für das Poesiealbum aus dem Jahr 1786. "Das is mal vom Allerfeinsten." Auch Lisa Nüdling hielt es für "museal, weil es so alt ist".
Ludwig Hofmaier (r.) blätterte die Seiten durch und kam zu dem Schluss: "Des is hochinteressant! Sowas gibt's nur ein Mal." Das Startgebot von 300 Euro machte jedoch Fabian Kahl (l.).
Für 500 Euro sollte Fabian Kahl das historische Stück dann bekommen: "Vielleicht finde ich ja jemanden, der Poesiealben mag."
Gisela und Peter Göpfert freuten sich über den Deal: "Unser altes Schätzchen hat einen neuen Liebhaber gefunden. Und wir haben den Expertisenpreis erzielt und sind sehr zufrieden."