Tatort "Bares für Rares": Dieser Besteckkasten machte die Trödelshow zum TV-Krimi

Verzappt? Aber nein: "Kommissar" Horst Lichter emittelte am Dienstag bei "Bares für Rares" in einer Art Trödel-"Tatort".

Anfangs hatte Horst Lichter keinen Plan, welche Rarität in dem Ledertäschchen auf dem "Bares für Rares"-Tisch versteckt war. "Was haste denn da mitgebracht?", fragte er neugierig und sollte gleich aus dem Staunen nicht mehr rauskommen ...
Michael Strahtmann aus Horn-Bad Meinberg kam gleich zur Sache: "Das ist ein Tatortbesteck. Ein Daktyloskop. Das ist von meinem Uropa, der war wohl mal Polizist."
"Ich hab ja meine berufliche Karriere bei der Kriminalpolizei begonnen", kam der Experte Colmar Schulte-Goltz mit überraschenden Informationen daher. Der Moderator war sprachlos: "Ach, hör auf!"
Schulte-Goltz sollte damals bei Einbrüchen und Diebstählen mit Expertenwissen helfen. Mit solchen Bestecken wurden früher Fingerabdrücke untersucht: "1896 hat man das erfunden und dann in der ganzen Welt übernommen." Die Lupen und Pinsel stammten aus den 1920er-Jahren.
"Das ist etwas sehr Besonderes. Das ist auf jeden Fall rar. Kurios und rar", schätzte der Experte auf 80 bis 150 Euro. "Kriminalgeschichten sind so beliebt, dass es jede Menge Liebhaber gibt."
Vielleicht gehörten ja die Händler zur Fangemeinde? Jan Cizek (Mitte) outete sich als Erster: "Das ist richtig gut!" Auch Daniel Meyer (links) und Ludwig Hofmaier (rechts) gingen gerne auf Verbrecherjagd: "Eine Kuriosität ist das!"
Und schon ging der rasante Kampf ums Tatortbesteck los. Nur Elke Velten-Tönnies hielt sich zurück und spielte ihren Trumpf im richtigen Moment aus: "Mein Mann war bei der Polizei. Bei der Kripo. Das ist doch ein tolles Geschenk." Das brachte die Kollegen zum Schweigen.
Für 250 Euro gehörte das Set ihr. "Ein schönes Geschenk", hätte Walter Lehnertz auch gerne so etwas gekriegt. Jan Cizek hoffte: "Elke, wenn dein Mann das nicht gut findet ..."
Ebenfalls einen Käufer fand die Bronzefigur "Die Tanzende" von Hans Parzinger für 1.000 Euro.
Für eine alte Münzwaage von 1800 von Johann Caspar Mittelstenscheid gab es 250 Euro.
Und ein schickes Granat-Collier aus dem späten 19. Jahrhundert holte mit 350 Euro genau den Wunschpreis.