"Stimmung ist gut, ne?" - Horst Lichter bejubelt Schmuck-Rarität bei "Bares für Rares"

Schmuck wird nicht eben selten gehandelt bei "Bares für Rares". Doch diese Brosche war wirklich außergewöhnlich. So außergewöhnlich, dass Horst Lichter förmlich eskalierte. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Damit Wendela Horz das gute Stück genauer untersuchen konnte, vertiefte der Moderator Andreas Bartsch (rechts) in ein Gespräch: "Ne Brosche? Das ist ein altes Familienstückchen? Soll weg?" Der Rettungsassistent aus Wietze stimmte zu: "Ja, von der Großtante. Wo sie das Schmuckstück her hatte, weiß ich nicht."
Wendela Horz, Schmuckexpertin aus Leidenschaft, schwärmte: "Ach, das is ein ganz interessantes Stück." Denn das Schmuckstück war eine Wandelbrosche, die man größer oder kleiner machen konnte. "Ein Bausatz, quasi."
Die aus Diamanten geformte Kornblume ließ sich drehen. "Das Mittlere Teil ist etwas älter", und zwar etwa von 1850. Horz erklärte weiter: "Die Kornblume war die Lieblingsblume von Kaiser Wilhelm I." Sie symbolisierte das Blau der preußischen Uniformen.
Der äußere Goldrahmen war etwas jünger, aus den 1870er Jahren. Damit konnte man die kleine Brosche ruck zuck vergrößern.
Die Expertin stellte erfreuliche 800 bis 1.000 Euro in Aussicht. Ein weiterer Glücksmoment für den Verkäufer, der die Händlerkarte lachend entgegennahm.
Susanne Steiger fummelte direkt an der Brosche herum: "Ja, ich bin sehr interessiert! Wandelbroschen sind wirklich sehr selten." Walter Lehnertz beäugte das gute Stück ebenfalls: "Aber richtig aufwendig gemacht!"
Die anderen Händler schafften es hingegen nicht, die Brosche wieder zusammenzubauen. Ihre eigene Unfähigkeit brachte sie zum Lachen. Walter Lehnertz schüttelte nur den Kopf: "Ihr seid mir Monteure!"
Mehr als 760 Euro zahlten sie jedoch nicht. Damit sicherte sich Susanne Steiger ein weiteres Schätzchen für den Schmuckladen. Herr Bartsch freute sich trotzdem riesig: "Die Brosche werd ich nicht vermissen, weil die bei uns nur im Schrank lag."
Außerdem hatten eine goldene Kette, ein nicht wirklich dazu passender Anhänger und ein goldener Ring mit Amethysten aus den 1950er- bis 60er-Jahren endlich Ausgang. Für 400 Euro wanderten sie aus der Schublade in Händlerhände.
Für ein 60er-Jahre-Werbebanner der Firma Triumph aus Kunstfaser zog Walter Lehnertz 50 Euro aus der Tasche, weil er keine kleineren Scheine im Geldbeutel hatte.
Eine Hamburger Bronzemedaille mit zwei Postkarten einer Schiffsrettung aus dem Jahr 1899 blieb für 160 Euro bei den Händlern.
Und ein englisches Teeservice - teils aus Silber, teils versilbert - aus verschiedenen Zeiten von 1899 bis 1918 entlockte den Händlern sogar 2.000 Euro.