Diese Rarität lässt Experten übermütig werden!

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Ein gusseisernes Verkaufsobjekt bot Anlass zur Frage, wie der Korken in die Flasche kommt. Unsere Bildergalerie verrät Ihnen, was dahintersteckt.

Denn aus dem Wintergarten daheim wurde unlängst ein Partyraum. Da steht das - im Übrigen noch voll funktionsfähige - Werkzeug aus Gusseisen beim Tanzen ganz schön im Weg herum, berichtete das Ehepaar aus Barmstedt.
Wie der Flaschenverkorker funktioniert, ließ sich Horst Lichter vom Experten Detlev Kümmel erklären. Der wusste auch, warum die Halterung aus Messing gemacht ist: "Durch die poröse Oberfläche des Gusseisens hätte man sonst ständig Brüche am Glas." In dem Gerät wird der Naturkorken zusammengepresst und zugleich in den Flaschenhals gedrückt.
"Das sind Dinge, über die man sich niemals Gedanken macht: Wie kam der Korken in die Flasche?" wurde Horst Lichter angesichts des Flaschenverkorkers nachdenklich. "Man macht sich eher Gedanken darüber: Wie kriege ich den da raus?"
Detlev Kümmel gab dem Moderator noch mehr Anlass zum Grübeln: "Den Hersteller konnte ich ausmachen, das ist Hiernich aus Schmieren" ...
Doch da hatte der Experte sich nur einen Scherz erlaubt, den er mit Hinweis auf die Rückseite des Flaschenverkorkers auflöste: "Hier nicht schmieren", steht dort an einer Stelle zu lesen.
Drangekriegt, den Horst Lichter! Noch mehr als über Detlev Kümmels Gag freute sich das Ehepaar Sprenger wohl über dessen Expertise: 200 bis 250 Euro könnten sie für den Flaschenverkorker bekommen, schätzte er.
Händler Julian Schmitz-Avila enthüllte das schwere Objekt und überzeugte sich von seiner Funktionsfähigkeit. "Man muss es unten festschrauben", erklärte er noch, als es ihm auch schon beinahe entgegen fiel.
Nachdem sie sich den Flaschenverkorker von Kollege Julian Schmitz-Avila ausführlich hatte erklären lassen, hatte Esther Ollick eine Vision: Dekoration in der Gastronomie! Für 220 Euro sicherte sie sich das Teil.
Für die Herrenarmbanduhr, etwa um 1960, des Schweizer Herstellers Golana aus 750er Gold mit nachträglich angebrachtem Armband, ebenfalls aus 750er Gold, bekam die Verkäuferin unverhoffte 1.700 Euro.
Das historische Linsenfernrohr, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Mahagoni in München angefertigt, stieß bei den Händlern nicht auf so großes Interesse wie bei Experte Colmar Schulte-Goltz (links). Statt der geschätzten 800 bis 950 Euro erzielte es nur 300 Euro.
Letztlich hing die Verkäuferin dann doch zu sehr am Ring ihrer Oma aus 585er Gold mit Platin und Diamanten aus den 20er-Jahren. Sie nahm ihn wieder mit nach Hause.
Die gleiche Verkäuferin hatte einen Herrenring aus 750er Gold mit Diamant dabei (90er-Jahre). Für beide Ringe hätte sie 5.000 Euro bekommen können - entschied sich aber gegen einen Verkauf.
Carl Nonns Gemälde "Im Hardanger Fjord in Norwegen" aus den 20er-Jahren wechselte für 440 Euro den Besitzer.
Als "Handschmeichler" bezeichnete Experte Detlev Kümmel das silberne, innen vergoldete Zigarettenetui in besonderer, gewölbter Form. Das Stück aus England von 1917 wurde für 150 Euro verkauft.