"Nicht mehr?!" Preispoker um Superstar-Autogramme bei "Bares für Rares"

Autogrammsammlungen hatte Horst Lichter in seiner "Bares für Rares"-Karriere schon viele gesehen. Doch was ihm am Dienstag in seiner ZDF-Show geboten wurde, sprengte alle Erwartungen. Wer hier alles unterschrieben hatte und was die einzigartigen Signaturen wert waren, zeigt die Galerie ... © teleschau - der mediendienst GmbH

"Wie ich sehe, hast du in deiner Freizeit ordentlich was gesammelt", staunte der Moderator nicht schlecht über die 140 Autogramme von berühmten Persönlichkeiten aus Film, Fernsehen, Kunst, Politik und Wissenschaft. Mitgebracht hatte sie der Herr ganz rechts, den man äußerlich mit Horst Lichter glatt hätte verwechseln können ...
"Ich habe die Prominenten angeschrieben und viele Antworten bekommen", berichtete Ulli Maurer aus Neuss von seiner früheren Leidenschaft. Es waren sogar persönliche Widmungen und Zeichnungen dabei ...
... unter anderem von Charlie Chaplin. "Ja, wenn ich sehe Charlie Chaplin, und dann scheint das ja eine Original-Unterschrift zu sein. Da bin ich ja ziemlich begeistert", war Horst schwer beeindruckt von der Autogrammsammlung, die da auf seinem Tisch lag.
Außerdem gab's ein Nasenmännchen von Loriot. "Das ist natürlich ein richtiges Highlight", fand Detlev. "Wir haben eine Zeichnung, wir haben eine Widmung, und wir haben eine Signatur. Der hat sich wirklich richtig Mühe gegeben."
Sogar der Mitbegründer der Pop Art hatte sich in dieser Sammlung verewigt, Andy Warhol. "Ja, wir haben schon ein paar große Namen rausgesucht", war auch Experte Detlev Kümmel fasziniert von der Fülle an Mega-Stars, die zwischen den 60er- und 80er-Jahren zusammengetragen wurden. Doch seitdem lagen die Unikate bei Ulli nur im Schrank.
Alec Guinness, Darsteller des Obi-Wan Kenobi aus den "Star Wars"-Filmen, ziert ebenfalls das glamouröse Inhaltsverzeichnis, ebenso wie Indira Gandhi und Albert Schweitzer. "Das ist eine bunte Mischung, da sollte auf jeden Fall ein Käufer zu finden sein", war sich der Trödel-Spezialist sicher.
"Ein Loriot mit Zeichnung, die muss ja alleine schon 100 Euro bringen." Für die komplette Sammlung sah Detlev jedoch nur 400 bis 450 Euro. "Nicht mehr?", war Horst enttäuscht. "Ich hatte gedacht, es geht hier um Tausende." Doch den Endpreis machen ja bekanntlich die Händler ...
"Oh, das is aber prominent", war Lisa Nüdling sofort angetan von den Namen auf den Autogrammen. "Heinrich Böll, Günter Grass, tolle Leute."
"Ich bin interessiert, aber wo fangen wir da an?", überlegte sich Wolfgang Pauritsch sein Startgebot. "5 Euro pro Stück - 700 Euro biete ich Ihnen." Damit war der Schätzpreis auf Anhieb weit übertroffen!
Für 750 Euro bekam er dann die Sammlung, immer noch unsicher, ob er seinen Kauf auch wieder zu Geld machen konnte. "Und wenn es jetzt Lehrgeld war, dann war es einer meiner schönsten Fälle", nahm er seine Risikofreude mit Humor.
Ulli war ebenfalls sehr zufrieden mit dem guten Geschäft: "Ich möchte das Geld spenden für einen guten Zweck, und meine Enkelkinder bekommen noch ein Eis davon."
Auch die anderen Verkäufer hatten Glück: Eine Bronze-Figur mit spielenden Rehen von Maximilien-Louis Fiot erzielte satte 900 Euro.
Sogar antiker Modeschmuck wurde gekauft. Die zwei Armbänder und Ohrringe von 1900 brachten 210 Euro in die Haushaltskasse.
Für einen Kinderwagen aus den 50er-Jahren gab es zu den 120 Euro sogar noch mal 30 Euro extra.
Ein silbernes Fischbesteck von 1905 ging für 350 Euro an die Händler.
Und eine Kette mit Diamantanhänger war den Händlern 900 Euro wert.
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