Preis-Knaller bei "Bares für Rares": "Bettelarmband" macht Frisörin reich

Diese Gold-Klunker waren nur was für wohlhabende Leute und waren den Namen Bettelarmband gar nicht wert. Da wurde sogar "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter schwach und konnte sich nur schwer wieder vom Bling-Bling trennen. Welche unglaublich hohe Summe die Händler ausgaben, zeigt die Bildergalerie ...

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber wenn in Horst Lichters Augen die Dollar-Noten aufblitzen, ist das ein untrügliches Zeichen für ein Trödelobjekt der Extraklasse. "Da hast du aber ein ordentliches Stückchen Gold mitgebracht", lobte der "Bares für Rares"-Moderator ein sogenanntes "Bettelarmband", eine echte Seltenheit in seiner Show. Zumal in einer derart noblen Ausführung ...
Ute Iven, Friseurin aus Köln, erzählte: "Das Armband war das erste große Geschenk meines Mannes. Die Kugel hat er mir als erstes 1962 geschenkt." Heute hing Ute nicht mehr an dem Schmuckstück, es sei ein "bisschen too much für mein Alter".
Die weiteren Anhänger kamen im Lauf der 60er-Jahre auf Reisen hinzu und stammten aus der Türkei und aus Italien. "Man nennt die ja Bettelarmband", gab sich Horst Lichter fachmännisch. Doch er war immer noch geblendet vom Goldschimmer des Armbands.
"Ist das alles hochwertiges Gold?", wandte sich der Trödel-Moderator fragend an Wendela Horz. Die Schmuckexpertin bestätigte 750er- und 585er-Gold, das aus der Mailänder Gegend stamme. Dazu waren Steine, unter anderem Achate und Türkise, eingearbeitet.
In einigen der Anhänger erspähte Wendela sogar Geheimfächer. Sehr raffiniert. "Da kann man noch was verstecken!", begeisterte sich Horst Lichter fantasievoll.
Wendela musste ihn jedoch ausbremsen: "Da ging's um die Optik. Das sollte nett und schön aussehen. Das sind jetzt keine wertvollen Steine." Außerdem waren vom vielen Tragen deutliche Gebrauchsspuren sichtbar.
Wendela kam zum Abschluss ihrer Einschätzung: "Die Verarbeitung ist natürlich auch gemäß dem Zweck für Souvenir-Waren jetzt nicht wunderbar teuer." Da war es nur gut, dass die Klunker aus sehr viel Gold bestanden. Dadurch war immerhin der Goldpreis beachtlich.
Der Materialwert lag bei 2.400 bis 2.500 Euro, die Verarbeitung wertete das Objekt nicht auf. Trotzdem: Für ein Bettelarmband war das ganz schön hochpreisig! Jetzt mussten nur noch die Händler zuschlagen.
"Jetzt hoffen wir beide auf einen Liebhaber da hinten", rückte Horst Lichter die begehrte Händlerkarte raus. "Stell dir mal vor: das Bettelarmband, du hinten rein und wieder raus, strahlend …", gab er Ute mit auf den Weg.
"Das is aber üppig", war der erste Eindruck von Elke Velten-Tönnies beim Anblick der geballten Ladung Gold. "Auf jeden Fall klimpert es", bemerkte Walter Lehnertz aufmerksam. War als Kompliment gemeint: "Das macht richtig was her!"
Doch von rechts außen am Händlertisch war auch großes Interesse da. "Es ist auf jeden Fall ein schönes Bettelarmband", schaltete sich Ludwig Hofmaier in die Verhandlung ein. Julian Schmitz-Avila (links) war vom Goldglanz ebenfalls wie hypnotisiert: "Das macht schon richtig Wind."
Super Deal für Ute: "Ich war ganz erstaunt, dass der Ludwig da geboten hat. Aber ist ja egal, Hauptsache ich bin zufrieden." Das konnte die fröhliche Kölnerin auch sein, immerhin bekam sie mehr Bares als gedacht.