Pferde-Huf bei "Bares für Rares": Skurriles Objekt mit hohem Ekelfaktor

Horst Lichter wollte nicht wahrhaben, was er sah. Bei "Bares für Rares" begegnete ihm nun das Objekt mit dem bisher wohl größten Ekel-Faktor.

"Ich sehe, du hast was ... wat is dat denn?", staunte Horst Lichter über das Verkaufsobjekt von Anja Yerli aus Aachen. "Das siehst du ja schon", meinte Sven Deutschmanek. "Manchmal möchte man ja auch sehen, was das Auge glaubt zu erkennen", philosophierte der Moderator. Doch Realitätsverweigerung war keine Option: Es war ein Pferdehuf!
"Ein echter?", hakte Lichter nach. "Das ist nach dem Ableben abgemacht", erklärte Deutschmanek. "Na, ich hoffe nachher", erwiderte Lichter. Dann wollte er wissen, wie die 28-Jährige zu dem skurrilen Objekt gekommen sei.
Also erzählte Anja Yerli die Geschichte vom Pferd: Ein Bekannter ihrer Mutter habe die ungewöhnliche Deko vor zehn Jahren wegwerfen wollen, doch die Mutter habe die Hufdose "aus Respekt" behalten wollen. "Wir wissen gar nicht, was es für einen Nutzen hatte", gab die Verkäuferin zu.
"Für dich war das nie eklig?", hakte Horst Lichter zögerlich nach. Entschuldigend fügte er hinzu: "Ich frage jetzt einfach mal." Die gelernte Verkäuferin, die derzeit als "Vollzeitmama" tätig ist, verneinte. Zwar finde sie die tierische Dose nicht gruselig, aber eben auch nicht schön.
"Was denkt ihr denn, wofür das gedacht war?", fragte Deutschmanek. Die Verkäuferin vermutete, dass es eine Dose sei, die möglicherweise als Versteck genutzt wurde. Zumindest sei sie dekorativ. Das ist dann wohl eher Geschmackssache - außer man dekoriert für Halloween ...
"Wat is dat?", fragte sich Walter Lehnertz (links), "ein Aschenbecher?" "Ein Pferdehufaschenbecher", präzisierte Daniel Meyer fälschlicherweise. "Absolut vom Pferd", war er sicher. Walter Lehnertz und Susanne Steiger widersprachen energisch. Das sei kein echter Huf, glaubten sie.
Die Verkäuferin verwies auf die Expertise, welche die Authentizität des Materials bestätigt hatte. "Das Ding ist aus Holzschichten geleimt", glaubte Walter Lehnertz. Daniel Meyer vertrat die Gegenposition: "Warum sollte man diesen Aufwand betreiben?"
Auch Markus Wildhagen folgte der Behauptung der Verkäuferin, dass es sich um einen echten Huf handele, der präpariert wurde. Daniel Meyer machte augenzwinkernd einen salomonischen Vorschlag: "Es gibt eine alte Regel", behauptete er: "Wer das Höchstgebot macht, darf auch bestimmen, was es für ein Ding ist." Anja Yerli gefiel die Idee.
120 Euro bot Walter Lehnertz für "das Stück Holz". Daniel Meyer konterte: "Vom Pferdewirt!" und bot 140. Lehnertz hielt sich den Huf ans Ohr. Wohl mit einer Muschel verwechselt? Statt Meeresrauschen hörte er ein Wiehern - das kam von Kollegin Steiger, die sich als Tierimitatorin versuchte.
Lehnertz letztes Gebot: 150 Euro. Markus Wildhagen, der keinen Zweifel an der Echtheit der makaberen Dose hatte, bot 160 - und gewann damit den Biet-Galopp. Hoffentlich hat er das passende Hufeisen als Glücksbringer, um einen Käufer für das schaurig-schöne Objekt zu finden.
Oma Inge gab Gas - für den Führerschein. Nicht den eigenen, sondern für die Prüfung ihrer Enkelin. Daher verhandelte die 80-jährige aus Grevenbroich knallhart um ihre zwei Brillantringe. "Der Führerschein für die Klasse B kostet 1.200", wusste Julian Schmitz-Avila. "Den Hunderter würde ich drauf legen." Für die 1.300 Euro verkaufte Inge Niedermeyer ihre Schmuckstücke.
Vom ersten eigenen Geld hatte sich Peter Steinhaus, mittlerweile 60 Jahre alt, ein Sammlerstück der Nürnberger Kultmarke Schuco aus den 40er-Jahren gekauft. Das "Kreuzungssspiel" war quasi eine Carrera-Bahn zur Verkehrserziehung. 1.000 Mark hatte er damals berappen müssen. Sven Deutschmanek bremste auf 180 bis 250 Euro. Walter Lehnertz zahlte nur 160.