Luxuriöse Weltkugel: Seltener Globus fasziniert Horst Lichter bei "Bares für Rares"

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Was kostet die Welt? Ein wertvoller Globus aus den 1950er-Jahren übertraf bei "Bares für Rares" am Freitag alle Erwartungen.

Das war Verkäufer Dr. Jörg Friedrich Gräber nicht so klar. Die Weltkugel gehörte zur Einrichtung einer Firma, die er einst gekauft und dann wieder verkauft hatte. Nur den Globus wollte er behalten. Leider passte er nicht in die Wohnung.
"Man kann ihn drehen, wenden. Man muss nur aufpassen: Falschrum läuft Wasser raus", scherzte Lichter, während Schulte-Goltz ans Werk ging. Der "Columbus Duo Erdglobus" schwebte über einem Standfuß aus Nussbaumholz und bestand aus einer beklebten Glaskugel, die auf Knopfdruck leuchtete.
Die Bezeichnungen und Ländergrenzen ließen auf die 1950er-Jahre schließen. Ein paar kleine Kratzer fielen nicht ins Gewicht. "Schönes Stück", fand der Experte. "Das ist ein luxuriöses Produkt."
Der Verkäufer äußerte vorsichtig seinen bescheidenen Wunsch: "Ich wollte 200 dafür haben." Für Colmar Schulte-Goltz war die Weltkugel sogar bis zu 1.000 Euro wert: "Es ist nicht mehr unbedingt was fürs Museum, aber es macht was her."
Jetzt stieg bei Herrn Gräber die Neugier, was die Händler wohl für seine Rarität zahlen würden: "Da freu ich mich sehr!"
Walter Lehnertz enthüllte das Prachtstück feierlich. Ein begeistertes Raunen ging durch die Händlerreihen.
Daniel Meyer (r.) war völlig entzückt: "Sie haben uns den besten und schönsten Columbus-Globus mitgebracht, den es gibt!" Das ließ viel Bares erwarten ...
Die 1.000-Euro-Grenze war tatsächlich schnell überschritten. Schmuckhändlerin Susanne Steiger bot überraschend mit: "Der gefällt mir einfach. Ich weiß nicht, warum." Sie sah den Globus als Objekt, das auch Männer in ihren Laden locken sollte.
Dafür zahlte sie bereitwillig 1.400 Euro. Eine unerwartete Summe für den überglücklichen Verkäufer. "Viel Spaß mit den Männern in Ihrem Laden", verabschiedete er sich.
Außerdem wurde ein drehbarer Pyramidenring aus Gold mit Diamanten aus dem Jahr 1992 für 650 Euro verkauft.
Für das düstere Gemälde mit dem passenden Titel "Schwere Bergzeit" von Hugo Hodiener aus den 1930er-Jahren gab es 1.600 Euro.