Dieses Lego-Tier ließ die "Bares für Rares"-Händler kalt

Haben Daniel Meyer, Julian Schmitz-Avila und Co. nie mit den bunten Bausteinen gespielt? Ein außergewöhnliches Lego-Objekt stieß bei den Händlern nicht auf Gegenliebe.

Horst Lichter machte große Augen, als er an den "Bares für Rares"-Tresen trat: "'Nen Schmetterling hatten wir auch noch nie!" Seine Augen wurden noch größer, als er erkannte woraus der Falter gemacht war ...
"Ach, jetz seh ich das erst! Der is aus Lego!" In Horst Lichter erwachte sofort das Kind im Manne. Der Moderator erinnerte sich an die schönen Stunden mit den bunten Steinchen. "Mein lieber Herr Gesangsverein! Wie lange haben Sie da denn dran gebaut?", wollte Lichter wissen.
Doch Verkäuferin Regina Weinbeck hatte gar nicht dran gebaut, sondern das schöne Tier in voller Pracht von ihrer Schwester geschenkt bekommen: "Sie ist Dekorateurin bei Lego gewesen. Den hat sie von der Messe mitgebracht."
"Ach!" Horst Lichter und seinem Experten Sven Deutschmanek ging ein Licht auf. "Das erklärt viel!" Die Verkäuferin aus Heubach wusste sogar das Alter: "Seit 1989 ist der jetzt in der Familie."
"Es ist sehr, sehr aufwendig gemacht", erkannte Sven Deutschmanek die filigrane Lego-Steinkunst. "Ich kann mir gut vorstellen, dass das für die Lego-Fangemeinde was Außergewöhnliches ist."
Da sollten mindestens 400 bis 500 Euro drin sein, schätzte der Experte. Davon ging auch Horst Lichter aus: "Ich könnte mir vorstellen, die Händler könnten da jeck drauf werden." Diesmal lag er mit der Prognose leider falsch ...
Denn der Schmetterling war den Händlern einfach zu teuer. Das Höchstgebot lag bei 260 Euro - viel zu wenig für die Verkäuferin. Damit war das Verkaufsgespräch auch schnell beendet. "Dann müssen wir ihn, glaub ich, zurückflattern lassen", verabschiedete sich Daniel Meyer (Mitte) vom Objekt.
Ohne Trennungsschmerz verlief hingegen die Verhandlung über ein militärisches Stickbild aus Stoff aus dem Jahr 1898. 350 Euro sprangen für den Verkäufer heraus.
Auch ein Gehstock aus Holz mit Silbergriff von etwa 1910 bis 1915 wurde für 150 Euro verkauft.
250 Euro gab es für ein Oma-Erbstück, eine Kamee mit Silberfassung von etwa 1850 bis 1900.
Der französische Wecker von Ende des 19. Jahrhunderts war noch voll funktionsfähig, deshalb gab's dafür 200 Euro.
Und ein goldenes Schmuckset aus den 60er- und 70er-Jahren holte mit 3.100 Euro sogar mehr als den Schätzwert.