"Bares für Rares"-Kuriosität gibt Rätsel auf

Dieses Ding weckte die Neugier des Trödel-Moderators Horst Lichter, denn er hatte keine Ahnung, was es sein sollte ...

"Was in Gottes Namen hast du da mitgebracht?", fragte ein entgeisterter Horst Lichter. So etwas hatte er bei "Bares für Rares" noch nie gesehen. Und gleich sollte er auch noch sprachlos werden, als er erfuhr, was in dem mysteriösen Messing-Objekt verborgen lag.
Helmut Damm aus Iserlohn startete einen Erklärungsversuch: "Ich würde sagen, das ist eine Reservisten-Kaffeemühle, weil es aus einer Granatenhülse gemacht ist." Horst Lichter fehlten schlicht die Worte, um sein Unverständnis auszudrücken.
"Ahhh!", hielt plötzlich die Erleuchtung bei Colmar Schulte-Goltz Einzug. Im Inneren der Hülse entdeckte der Experte das Mahlwerk. Langsam dämmerte es auch Horst Lichter: "Jetzt sehe ich auch, dass es eine Kaffeemaschine ist!"
Daran könnten wohl Sammler von Kaffeemühlen und Militaria ihre Freude haben: Die Granathülse stammte aus Düsseldorf und wurde im Juli 1911 gefertigt. Schätzwert des Experten: 170 Euro. Horst Lichter sah jedoch die Einmaligkeit: "Das ist eher ein Kuriosum!"
Mit der Händlerkarte bewaffnet, war Herr Damm nun gespannt auf den Händlerraum: "Es ist eigentlich wie eine Wundertüte, mal kucken, was rauskommt." Ob die Händler herausfinden würden, was er mitgebracht hatte?
Markus Wildhagen (Zweiter von rechts) fackelte nicht lange: "Das sieht sehr spannend aus!" Er griff sich die Hülse, fummelte ein bisschen daran herum - und schon war das Geheimnis gelüftet.
"Das ist eine Kuriosität! Das ist eine Kaffeemühle!", klärte er die übrigen Händler auf, die nicht ganz folgen konnten. "Sehr skurril!" Jetzt wachte auch Fabian Kahl (Mitte) auf: "Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber für mich ist diese Mühle auch kein kalter Kaffee!" Die Bieterschlacht um die Granate konnte beginnen!
Mit 200 Euro fuhr Markus Wildhagen am Ende die größten Geld-Geschütze auf. Ein toller Sieg für den Verkäufer: "Ich habe das Doppelte meines Wunschpreises bekommen."
Sehr erfolgreich waren auch die Verkäufer einer Rosenthal-Porzellanfigur aus dem Jahr 1938 in Form eines Musikanten. Mit 320 Euro war der Schätzpreis locker erreicht.
Mit 4.300 Euro erzielten Kette und Armband aus den 60er-Jahren ziemlich genau den Goldpreis.
Der Emaille-Zarenbecher von 1896 war zwar nicht in bestem Zustand, ging aber trotzdem für 300 Euro weg.
Ein alter Klappstuhl aus Holz und Stoff von etwa 1900 schaffte den Schätzwert von 250 Euro.
Und ein ausgefallenes Bowle-Set von WMF aus dem frühen 20. Jahrhundert ging für 650 Euro über den Händlertisch.