Judith Williams verkauft Klorolle an Händler bei "Bares für Rares XXL"

Am Mittwochabend spielte sich in der Sonderausgabe der täglichen Trödel-Show mit Horst Lichter ein echt schräger Klorollen-Deal ab - und es gab noch weitere Preis-Sensationen.

Alexander-Klaus Stecher (links) und seine Frau Judith Williams überraschten Horst Lichter und den Trödel-Experten Sven Deutschmanek (rechts) in der Abendausgabe von "Bares für Rares" mit einem höchst skurrilen Verkaufsobjekt.
"Wenn ich das so sehe, das lässt mich doch denken: Nehmt ihr uns ernst?", fragte Horst Lichter zu Recht beim Blick auf eine Rolle Klopapier. Stecher behauptete, das sei "die Klorolle einer Königin", und zwar von Queen Alexandra von England.
"Ich hab gehört, es soll aus adliger Herkunft sein. Das glaub' ich aber nicht", zerstörte Sven Deutschmanek jede Illusion. "Es ist auch nicht so, dass diese Toilettenpapierhalter mit Spieluhr extremst selten sind." Wert: maximal 150 Euro. "Dürfte man sagen, das Exponat war für den A...?" überlegte Lichter.
Doch Judith Williams erwies sich als Profi im Andrehen von nutzlosen Gegenständen: "Wer hat schon die Klorolle einer Königin?" Stimmt, dachte sich Ludwig Hofmaier (rechts): "Ich gebe Ihnen 400 Euro!" Bitte was?
Doch es wurde noch skurriler! Als Judith Williams ihr zweilagiges Klopapier aus dem eigenen Badezimmer anpries, war Walter Lehnertz nicht mehr zu bremsen: "Werden wir uns einig mit 800 Euro für das Stück Brett?" Hofmaier lobte anerkennend: "Sie sind eine gute, gute Verkäuferin."
Noch höher gingen die Preise bei den anderen Antiquitäten: Ein kleines Figürchen, das für 3 Euro auf dem Flohmarkt gekauft wurde, entpuppte sich laut Albert Maier als "deutsche Elfenbeinschnitzkunst vom Feinsten" von Ferdinand Preiss. Kaufpreis: unglaubliche 1.650 Euro!
Einen ähnlich spektakulären Gewinn erzielte ein weiterer Flohmarktfund: eine Glasvase von Émile Gallé von 1905 bis 1914. Dafür gab's 1.100 Euro von den begeisterten Händlern.
Die acht Kilo schwere Bronzefigur einer surrealen Eva von Paul Wunderlich aus den 70er-Jahren gefiel Daniel Meyer (Mitte). "Der Hintern ist auch schön" - sie war ihm 2.600 Euro wert.
Ein Rekord bahnte sich an, als Dr. Heide Rezepa-Zabel einen Diamantring aus den 30er-Jahren begutachtete. Der Schätzwert sorgte für Schnappatmung: 32.000 Euro! Dafür gab's ein Küsschen für Horst Lichter, denn Ina Ulmer-Stocker dachte schon, ihr Wunsch von 2.000 Euro wäre zu hoch gewesen.
"Der sollte für schlechte Zeiten sein", deshalb bewahrte ihn ihre Mutter immer im Safe auf. Zu Recht! Den Händlern stockte der Atem. Blieb die Frage: War der Diamant Fancy Yellow eine Sensation oder nur normal schön? Immerhin 16.000 Euro sprangen heraus, ein Batzen Geld für einen Ausflug mit den Enkelkindern.
Ebenfalls völlig unerwartet kam der Geldsegen für Harald Puschmann, der ein Bild von der Amalfiküste von Franz Richard Unterberger aus dem Jahr 1870 anschleppte. Albert Maier schwärmte: "Der Zustand des Gemäldes ist hervorragend."
Die Händler schlugen sich förmlich um das Fleckchen Italien. Julian Schmitz-Avila (links) bot am Ende 11.000 Euro. "Haben Sie denn gewusst, was Sie da für einen Schatz haben?", gratulierte Wolfgang Pauritsch (Mitte) zum Verkauf.
Noch viel schockierter war Carmen Treichler, als sie erfuhr, welchen Wert ihre ungeliebte Dokumentenmappe hatte. Seit ihr Vater das Ding in den 30er-Jahren gekauft hatte, wollte es niemand haben. Lagerungsplatz: im Keller auf der Sauna.
Detlev Kümmel war entsetzt. Denn erstens war die Buchbox aus vergoldetem Silber, zweitens wurde sie 1877 vom Hoflieferanten des Zarenhauses in Russland gefertigt und drittens: "Wir sind hier bei 15.000 bis 20.000 Euro!"
Die Verkäuferin musste sich von Horst Lichter stützen lassen: "Das ist ja der Wahnsinn. Ehrlich?" Auch die Händler erkannten den Schatz und legten 14.500 Euro auf den Tisch. Ohne einen Haufen Bares ging also niemand aus der Abendausgabe nach Hause.