"Bares für Rares": Horst Lichter bei mysteriösem Stab im Zauberfieber

Das war doch nicht etwa ein Zauberstab in der Montagsausgabe von "Bares für Rares"? Mit Horst Lichter ging auf jeden Fall ordentlich die Fantasie durch.

"Hoiiii", senkte der Moderator seine Stimme. Die Musik von "Harry Potter" lief im Hintergrund. Die Stimmung in der Expertenhalle wurde immer geheimnisvoller ...
Die Verkäufer fielen auf den faulen Zauber jedoch nicht herein. Stattdessen lachten Ursula und Jürgen Kremer aus Haan: "Gezaubert haben wir damit noch nicht!" Bisher dachten sie nämlich, dass es sich um einen alten Taktstock handelte.
Horst Lichter gab jedoch nicht auf: "Jürgen, stell dir mal vor, deine Wünsche, alle mit dem Stab ... Alle Nachbarn laufen als Huhn herum ..." Er wirbelte wild mit den Armen und demonstrierte seine Zauberkünste.
Die Kremers waren jedoch nicht so leicht zu täuschen. "Das passiert wahrscheinlich nur im Märchen. Das ist ein Stab von dem Männergesangsverein Hohenzollern", so viel wussten die Besitzer immerhin über ihr Erbstück vom Großvater.
Jetzt wandte sich der Moderator an seinen Experten: "Ist es ein Zauberstab?" Sven Deutschmanek: "Nein." Lichter: "Ein Dirigentenstab?" Deutschmanek: "Nein." Das Rätsel wurde immer größer, doch der Experte verriet die Lösung: "Es ist ein Ehrenstab."
Die Enttäuschung war groß. Der Stab war nur ein Geschenk, das im Jahr 1905 zur Fahnenweihe übergeben wurde. Der Schätzwert war mit 100 bis 150 Euro ebenfalls keine Sensation. Aus der Zauber. Oder doch nicht?
Im Händlerraum schien der Zauber des Stabes zumindest auf Daniel Meyer (l.) zu wirken.
250 Euro sprangen am Ende doch noch für den Stab heraus.
Auch ein Armband aus den 1960er-Jahren erzielte mit 110 Euro weit mehr als den Schätzpreis.
Knapp die Schmerzgrenze von 250 Euro schaffte eine Bronzeskulptur von etwa 1900.
90 Euro gab es für einen Kinder- und Toilettenstuhl aus den 1930er-/40er-Jahren.
Und sogar 1.400 Euro brachte ein Landschaftsölgemälde von Albert Rieger von Ende des 19. Jahrhunderts ein.